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Zuger KB steigert den Gewinn

Analyse | Die Kantonalbank ist auf dem Weg zu einem guten Jahresergebnis. Die Aussicht auf 200 Fr. Dividende ist zur Jahresmitte intakt.

Die Zuger Kantonalbank (ZUGER 6'620.00 -1.19%) hat den Gewinn im ersten Halbjahr fast 10% auf 34,2 Mio. Fr. gesteigert. Sie ist damit auf gutem Weg, im Gesamtjahr das Vorjahresergebnis zu egalisieren, wohl zu übertreffen.

Damit ist die Aussicht auf eine erneute Dividende von 200 Fr. je Aktie intakt. Nach zuvor neun Jahren Konstanz hat die Zuger KB dieses Jahr die Dividende von 175 auf 200 Fr. angehoben – ein Niveau, das sie angesichts des gegenwärtigen Geschäftsgangs und einer komfortablen Eigenmittelausstattung mit einer Quote für das regulatorische Kapital mit 17,8% wird halten können. Die mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 24 teuer gehandelten Titel versprechen damit eine Dividendenrendite von rund 3,5%.

Beratung zieht

Das grösste Gewinnplus erwirtschaftete die Zuger KB im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, dessen Erfolg 17% über die Vorjahresperiode stieg. Vor einem Jahr hatte die Bank einen Wandel von einem transaktions- zu einem beratungsorientierten Geschäftsmodell eingeleitet, was Wachstumsimpulse gab und den Ertrag der Vermögensverwaltung verstetigte. Da die Umstellung weit fortgeschritten ist, wird der Wachstumseffekt im zweiten Halbjahr allerdings nicht mehr so stark ausfallen.

Robust entwickelte sich auch der Hauptertragspfeiler der Bank: Die Margen im Hypothekargeschäft konnten im Tiefzinsumfeld gehalten, das Volumen 1,2% auf 11,6 Mrd. Fr. ausgebaut werden. Die tieferen Zinsen der Neuhypotheken wurden über günstigere Refinanzie­rungen abgefedert. Der Zinsertrag sank von 101 auf 96 Mio. Fr., der Zinsaufwand von 28 auf 21 Mio. Fr.

Kundengelder fliessen

Zuwachs verzeichnete die Bank bei den Kundengeldern, die hauptsächlich durch Zuflüsse ins ­Wealth Management knapp 500 Mio. Fr. auf 9,6 Mrd. Fr. zulegten. Die betreuten Depotvermögen stiegen in der Periode 225 Mio. Fr. auf 11,9 Mrd. Fr.

Einen Anstieg um 1% verzeichnete die Zuger KB beim Geschäftsaufwand. Der Personalaufwand blieb nahezu stabil. Der Sachaufwand stieg durch die Einführung neuer Informatiklösungen 2,7% auf 17,3 Mio. Fr. Dank dem Ertragsplus von mehr als 6% führte dies zu einem 14% expandierenden Geschäftserfolg, der es erlaubte, die Reserven für allgemeine Bankrisiken stärker als in der Vorjahresperiode zu erhöhen, ohne zur Jahresmitte auf ein deutliches Gewinnplus verzichten zu müssen. Angesichts dieser Vorlage geht die Bankleitung davon aus, «ein gutes Jahresergebnis zu erzielen».

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