Märkte / Anleihen

Zinsanstieg in Europa ist für die EZB kein Problem

Die steigenden Renditen im Euroraum sind vom Inflationsausgleich getrieben, den die Anleger verlangen. Dies dürfte harmlos für die Wirtschaftserholung sein.

Die Inflationsaussichten der Anleger treiben die längerfristigen Zinsen seit Wochen nach oben. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen gegenwärtig immer noch eine Rendite von rund 1,6% ab, nachdem sie am letzten Tag im März den Handel mit einer Verzinsung von 1,74% abgeschlossen hatten. Anfang des Jahres waren es ­lediglich gut 0,9%. Der schnelle Anstieg verdeckt jedoch, dass in weiten Teilen der Welt die Renditen weiterhin negativ sind.

Zwar wurden die globalen Anleihenmärkte vom Renditeanstieg in den USA miterfasst. So ist das weltweite Volumen negativ verzinster Obligationen von rund 17 Bio. $ Ende Januar um 4 Bio. $ gesunken, wie Bloomberg-Daten zeigen. Doch seit März pendelt das Anleihenvolumen mit Negativrendite zwischen 13 und 14 Bio. $.

Noch sind «Eidgenossen» negativ

Schweizer Anleger schauen aufmerksam auf das Zinsniveau, weil es auch die Kosten der Hypotheken und der Unternehmenskredite bestimmt. Bislang hat in der Schweiz immerhin die Rendite der dreissigjährigen Bundesobligationen ins Positive gedreht: Seit 8. April war sie nur ein Mal negativ, zuletzt notierte sie 0,1%. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare