Märkte / Immobilien

Zinsrisiko an Europas Hypothekenmärkten

Wenn die Notenbanken die Leitzinsen erhöhen, dann steigen in vielen Ländern die Kreditkosten der Privathaushalte. Die Hypotheken sind oft variabel verzinst.

Die tiefroten Handelstage an den Börsen zeigen, was passieren kann, sobald die Zinsen kehren und die Konjunktur an Schwung verliert. Die Einbussen sind beachtlich, dabei ist der Grossteil des Vermögens vieler Menschen gar nicht davon betroffen: der Immobilienbesitz. Für jede zweite Familie in der Eurozone macht das Eigenheim durchschnittlich 78% der Aktiven aus. In der Finanzkrise lösten fallende Immobilienpreise einen Wohlstandsverlust aus. Es wurde weniger konsumiert und investiert. Was geschieht, wenn in Europa künftig die Zinsen steigen?

Die Hypothekarverschuldung in der EU liegt heute ein Fünftel höher als vor zehn Jahren. Angesichts der extrem günstigen Finanzierungskonditionen ist der Zuwachs eher bescheiden. Aber dahinter verbirgt sich eine heterogene Entwicklung. Die Finanzkrise hinterliess eine tiefe Kluft zwischen den Ländern. Dort, wo die Wirtschaft stockte, schrumpfte oder stagnierte auch der Immobilienmarkt. Wo sie wuchs, nahm die Verschuldung kräftig zu.

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