Nur wenige andere Länder sind so stark international vernetzt bzw. globalisiert wie die Schweiz. Das spiegelt sich auch in der Entwicklung der Zivilluftfahrt seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Auf den drei Landesflughäfen Zürich, Genf und Basel-Mülhausen wurden 1950 zusammen knapp 31 000 Flugbewegungen (Linien- und Charterflüge) registriert. Ziemlich genau die Hälfte entfiel auf Zürich, rund 42% auf Genf und 8% auf Basel. Bis 2018 ist die Zahl der Flugbewegungen um das Fünfzehnfache auf gut 462 000 gestiegen. Der Anteil von Zürich hat sich auf 52,9% erhöht, derjenige von Genf ist auf 31,3% gesunken. In Basel ist die Zahl der Flugbewegungen um den Faktor 30 auf gut 73 000 (Anteil: 15,8%) gestiegen. Allerdings verlief das Wachstum nicht linear. Der Höhepunkt an Flugbewegungen wurde 2000 mit gut 509 000 erreicht. Noch wesentlich stürmischer hat sich die Zahl der Flugpassagiere (lokal und Transfer) entwickelt: Von knapp 300 000 anno 1950 ist sie bis 2018 auf den Rekordwert von gut 57 Mio. emporgeschnellt. Angesichts der enormen Bedeutung der Luftfahrt für die Schweiz und ihre Wirtschaft ist es sehr ungewiss, ob die vom Parlament geforderte Flugticketabgabe bald mehrheitsfähig werden könnte. Das gilt noch erheblich mehr für die Idee des SP-Fraktionschefs Roger Nordmann, Flugreisen mengenmässig zu beschränken bzw. zu kontingentieren.