Unternehmen / Schweiz

Zögern kostet Milliarden

Die Swisscom-Privatisierung liegt auf Eis. Die Aktien stehen unter Druck, osteuropäische Telecomunternehmen sind auf der Überholspur.

Eine Handvoll Staaten in Europa sitzt noch auf Anteilen an den früheren nationalen Telecomgesellschaften – das gilt besonders für die Schweiz und Marktführer Swisscom. Das Engagement ist zwiespältig: Während die Dividenden bisher munter sprudelten, löst die Entwicklung der Aktien wenig Freudensprünge aus. Und weil es vorerst an Kursimpulsen fehlt, scheint der Zeitpunkt für einen lukrativen Ausstieg verpasst.

Im Jahr 2006 unternahm die Eidgenossenschaft den letzten Anlauf für einen Abbau des Anteils von damals 63%. Gründe nannte der Bundesrat in einer Botschaft gleich mehrere: zum einen «erhebliche ­finanzielle Risiken» für den Eigner durch Kursschwankungen. Ziel war die Abgabe der Mehrheitsbeteiligung – etwa durch eine vollständige Privatisierung oder den Rückzug auf eine Sperrminorität.

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