Unternehmen / Immobilien

Züblin erzielt weniger Gewinn

Die Immobiliengesellschaft leidet nur leicht unter der Krise und will das Portfolio weiterhin gezielt vergrössern.

(AWP) Die Covid-19-Pandie ist auch an Züblin (ZUBN 26.40 +1.54%) nicht spurlos vorübergegangen. Der Gewinn bricht im ersten Halbjahr 2020/21 vor allem durch Pandemie-bedingte Wertminderungen um mehr als die Hälfte auf noch 2 Mio. Fr. ein. Die Immobiliengesellschaft sieht sich aber gut aufgestellt, auch wenn das zweite Halbjahr für Züblin wie auch die anderen Mitbewerber herausfordernd sein dürfte.

Während die Immobilien in den Kernlagen in Zürich weiterhin eine gute Nachfrage verzeichneten, hätten sich in der Peripherie Abschläge bei den Bewertungen ergeben, sagte Firmen- und Finanzchef Roland Friederich während einer Telefonkonferenz zum Halbjahresabschluss. Daher hätten sich die Marktwerte vom Vorjahr in Höhe von 220,3 Mio. Fr. nicht wieder erreichen lassen.

Dies betraf im Wesentlichen die Standorte in Bern, Baden und Egg, auf die 28% des Portfoliowertes von Züblin entfallen. 36,9% der Leerstände, die zum Stichtag auf 8,8 von 8,2% per Ende März gestiegen sind, wurde bei Immobilien in Bern und Egg verzeichnet. Anderseits erzielt Züblin mit 46% fast die Hälfte des Mietertrages mit einer Liegenschaft an der Holbeinstrasse in Zürich.

Trotz Covid-19 stabiler Mietertrag

Insgesamt konnte aber der Mietertrag im ersten Halbjahr stabil gehalten werden. Züblin erklärt dies mit dem geringem Exposure in den durch den Lockdown besonders tangierten Branchen Gastronomie, Einzelhandel und Freizeit/Sport. Mit den betroffenen Mietern wurden Vereinbarungen für Mietzinserlasse im Umfang von rund 48’000 Fr. getroffen. Dies entspreche 0,5% der annualisierten Mieterträge. Und aktuell seien keine grösseren Mietzinsrückstände zu verzeichnen, sagte der Firmenchef.

Die Aussichten im zweiten Halbjahr beurteilt Friederich für Züblin wie auch die ganze Branche als herausfordernd. Die Situation auf dem Büroflächenmarkt bleibe angespannt und dürfte sich nur langsam wieder erholen. Der Transaktionsmarkt habe im zweiten und dritten Quartal 2020 aber ein anhaltend hohes Anlegerinteresse für gute Immobilien an zentralen Lagen erkennen lassen. In diesem Marktumfeld sei Züblin mit einer soliden Eigenkapitalquote von 59% gut positioniert. Zukäufe will Züblin aber nur tätigen, wenn sie im Portfolio zu einem dauerhaften Wertzuwachs führen.

Um auf die Bedürfnisse der Mieter besser und schneller eingehen zu können, will Züblin die Verwaltung ab dem kommenden Jahr wieder mit eigenem Personal wahrnehmen.

Die komplette Historie zu Züblin finden Sie hier.»

Leser-Kommentare