Unternehmen / Finanz

Zürcher KB steigt aus nicht kotiertem Handel aus

Die Bank, bisher die Nummer zwei im Geschäft, schliesst zum Jahresende ihre Plattform für ausserbörsliche Schweizer Aktien.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) verabschiedet sich vom ausserbörslichen Handel. Zum Jahresende schliesst sie ihre Handelsplattform namens eKMU-X. Damit beendet sie nach über zwanzig Jahren ihr Engagement im Handel mit nicht kotierten Schweizer Aktien. Auf Anfrage teilt die Bank mit, dass sich das Handelsvolumen auf eKMU-X seit einigen Jahren kontinuierlich reduziert habe. Gründe dafür seien der Wegfall grösserer Emittenten und intensiver Wettbewerb. Über ihre konkreten Volumen will die ZKB keine Auskunft geben.

Ein Blick auf den Umsatz auf der grössten ausserbörslichen Handelsplattform für Schweizer Aktien bestätigt diese Einschätzung. Gemäss Daten von OTC-X, die von der Berner Kantonalbank (BEKB) betrieben wird, ist der Umsatz seit dem Höhepunkt 2017 rückläufig. Damals machte sie einen Handelsumsatz von 247 Mio. Fr. Im Jahr 2020 waren es noch knapp 158 Mio. Fr.

Stabiles Geschäft

Das ist zwar verschwindend gering gegenüber dem regulären Börsenhandel – die Schweizer Börse SIX machte am vergangenen Handelstag mit Aktien einen Umsatz von 2,4 Mrd. Fr. Doch der OTC-X-Umsatz war vor fünf Jahren noch um einiges tiefer. Auch von der Privatbank Lienhardt & Partner – der Nummer drei im Handel mit nicht kotierten Schweizer Aktien hinter der ZKB – ist zu hören, dass der ausserbörsliche Handel weiterhin ein stabiles, einträgliches Geschäft sei. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?