Unternehmen / Immobilien

Zug Estates profitiert von Aufwertungen

Das Immobilienunternehmen verbessert sich im ersten Semester dank Veräusserungs- und Neubewertungseffekten. Für das Gesamtjahr gibt es sich zuversichtlich.

(AWP) Zug Estates gibt sich nach einem starken ersten Halbjahr für das Gesamtjahr zuversichtlich. Getragen wird der Optimismus unter anderem von einer steigenden Nachfrage nach Büroflächen von 500 bis 1000 m². Bei grösseren Flächen sei nach wie vor eine gewisse Zurückhaltung zu spüren, sagte CEO Patrik Stillhart an einer Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen am Freitag. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie weiter gespürt, schloss aber dank Veräusserungs- und Neubewertungseffekten besser ab als im Jahr zuvor.

Der Liegenschaftenertrag erhöhte sich laut einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag im ersten Halbjahr 5,6% auf 29,8 Mio. Fr., da Zug Estates dank Mietzinssteigerungen aus bereits in den Vorjahren abgeschlossenen Mietverträgen die Einnahmen erhöhen konnte.

Im Segment Hotel & Gastronomie ging der Ertrag wegen eines weiterhin sehr eingeschränkten internationalen Geschäftsreiseverkehrs um 1 auf 2,6 Mio. Fr. zurück. Durch den Wegfall des Ertrags aus Verkauf von Promotionsliegenschaften reduzierte sich der Betriebsertrag wie erwartet auf 36,1 Mio. Fr. (105,4 Mio. Fr.), wie Zug Estates mitteilt. Im Bereich Retail zog der Umsatz seither. Gemäss Stillhart lagen sie per Ende Juli über Vorjahr, aber noch unter dem Niveau von 2019.

Verkaufs- und Bewertungseffekte

Dank Veräusserungs- und Neubewertungseffekten stieg das Ergebnis im ersten Halbjahr 295% auf 32,7 Mio. Fr. Unter anderem resultierte aus der Veräusserung einer Liegenschaft ein Veräusserungserfolg 7,3 Mio. Fr. Der um Neubewertungs- und Sondereffekte bereinigte Gewinn nahm 29,6% auf 15,4 Mio. Fr. zu.

Der Marktwert des Portfolios lag per Ende Juni mit 1,67 Mrd. Fr. um 1% über dem Niveau Ende 2020, was vor allem auf die Reduktion der Diskontierungszinssätze zurückzuführen ist. Die Leerstandquote ist mit 4,8% leicht tiefer als Ende 2020 mit 5,0%.

Zuversichtlicher Ausblick

Für das Gesamtjahr gibt sich Zug Estates zuversichtlich. Im Geschäftsbereich Immobilien wird mit steigenden Mieteinnahmen gerechnet unter anderem wegen bereits abgeschlossener Mietverträge und wegen geringerer negativer Effekte im Zusammenhang mit Covid-19. Zudem soll der Leerstand sinken, wie Stillhart betonte.

Wegen des Wegfalls des Sondereffekts aus dem Verkauf der Aglaya-Wohnungen werde ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung unter Vorjahr erwartet. Das Ergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte dürfte dagegen über Vorjahr ausfallen.

Die komplette Historie zu Zug Estates finden Sie hier. »

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