Die Kantone Zug und Basel-Stadt liefern sich schon fast traditionell ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die höchste Standortqualität der Schweiz. Sie wird jährlich von Credit Suisse (CSGN 11.64 +1.39%) mit einem Standortqualitätsindikator gemessen. Der Indikator umfasst die Kriteriengruppen steuerliche Attraktivität, Verfügbarkeit von Fachkräften und Erreichbarkeit der Bevölkerung, der Beschäftigten und der Flughäfen. Die Verschiebungen 2020 sind im Wesentlichen auf Veränderungen der steuerlichen Attraktivität zurückzuführen. Zug hat Basel-Stadt wieder überholt, der Vorsprung ist allerdings klein. Er ist wesentlich in der Reduktion der Gewinnsteuersätze im Kanton Zug auf Anfang Jahr begründet. Mit grossem Abstand hinter dem Spitzenduo folgen die Kantone Zürich und Genf auf den Rängen drei und vier. Genf ist der grosse Aufsteiger, der Kanton hat im Vorjahresvergleich zehn Ränge gutgemacht. Auch der Vormarsch von Genf beruht auf verbesserten steuerlichen Rahmenbedingungen. Das gilt ebenso für Freiburg, das sich um fünf Ränge verbessert hat. Umgekehrt wurden Appenzell-Ausserrhoden, Waadt und Bern nach hinten durchgereicht, sie haben je vier Plätze verloren. Nach der Ablehnung einer Steuersatzsenkung gehört Bern steuerlich inzwischen zu den unattraktivsten Kantonen. Auch am Schluss der Rangliste hat es einen Wechsel gegeben: Jura hat die rote Laterne an das Wallis abgegeben.