Unternehmen / Gesundheit

Zur Rose erhöht Aktienkapital erneut

Die Versandapotheke hat nach der Kapitalerhöhung neue Aktien ausgegeben. Der Vollzug der Medpex-Übernahme wird in Kürze erwartet.

(AWP) Die Versandapotheke Zur Rose (ROSE 86.6 -0.23%) hat das im Handelsregister eingetragene Aktienkapital erhöht, und zwar um gut 355’000 auf rund 8,73 Mio. Aktien. Die neuen Aktien wurden aus dem bestehenden genehmigten Kapital ausgegeben.

Die Mittel braucht das Unternehmen zur Begleichung der Aktienkomponente des Kaufpreises im Rahmen der Übernahme der Versandaktivitäten der deutschen Online-Apotheke Medpex, wie es am Donnerstag mitteilte. Die im Oktober angekündigte Akquisition soll in Kürze vollzogen werden.

Die Aktionäre der Zur Rose-Gruppe hatten im Rahmen einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Kaufs der deutschen Versandapotheke Medpex nur knapp 890’000 der angebotenen 2,67 Mio. neuen Aktien gezeichnet, wie Ende November bekanntgegeben wurde. Das entsprach rund einem Drittel der geplanten Emission. Um den angestrebten Nettoerlös von rund 200 Mio. Fr. zu erreichen, wollte die Zur Rose-Gruppe die übrigen Aktien über ein öffentliches Angebot sowie privat platzieren.

Bei der Bezugsrechtsemission kam es zudem zu einem Fehler. Die KWE Beteiligungen, die grösste Aktionärin von Zur Rose mit 14,5% Stimmanteil, hatte wollte alle ihr zustehenden Bezugsrechte ausüben, doch vergass die Hausbank der KWE den Auftrag zur Ausübung der Bezugsrechte an die mit der Kapitalerhöhung beauftragten Banken zu senden.

Gruppenchef Walter Oberhänsli bezeichnete diesen Vorfall Anfang Dezember in einem Interview als «sehr ärgerlich», freute sich gleichzeitig aber, dass die Kapitalerhöhung dennoch vollzogen werden konnte.

Mit der Übernahme von Medpex und drei Akquisitionen in Deutschland im vergangenen Jahr unterstreicht Zur Rose die Wichtigkeit des deutschen Marktes für die Gruppe. Die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland für den Versand von rezeptfreien und rezeptpflichtigen Medikamenten sind laut Oberhänsli liberaler als in Italien und Frankreich.

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