Unternehmen / Gesundheit

Zur Rose sieht E-Rezept auf Kurs

Für die Einführung des elektronischen Rezepts bereitet sich die Versandapotheke in Deutschland auf die Testphase vor. Die Ziele hat sie bekräftigt.

(AWP) Die Versandapotheke Zur Rose bereitet sich mit Hochdruck auf die anstehende Einführung des obligatorischen elektronischen Rezepts in Deutschland vor. «Für die am 1. Juli startende Testphase in Brandenburg und Berlin sind wir bereit», sagte Deutschland-Chef Walter Hess am Mittwoch anlässlich des Investorentags vom Mittwoch.

Auch die definitive Einführung des E-Rezepts in ganz Deutschland am 1. Januar 2022 sei auf Kurs. «Dieser Fahrplan ist zwar eng, aber wir sind zuversichtlich, dass er eingehalten werden kann», so Hess weiter. Weiter gehe er davon aus, dass die Online-Durchdringung bei rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland rund 10% erreicht. Dank der Expertise und mit der bekannten Marke ‘Doc Morris’ werde auch in diesem Feld die Marktführerschaft angestrebt.

Für den Gruppen-CEO Walter Oberhänsli ist die anstehende Einführung des E-Rezepts der derzeit grösste Wachstumstreiber für sein Unternehmen. «Dies wird der Hauptfaktor zur Erreichung unserer Mittelfristziele sein», sagte er. Demnach will Zur Rose den Umsatz auf mittlere Sicht auf über 4 Mrd. € steigern, was gegenüber 2020 mehr als einer Verdoppelung entspricht.

Ziele bekräftigt

Zur Rose hat anlässlich des Investorentags vom Mittwoch seine Ziele bekräftigt. Mittelfristig soll der Umsatz auf über 4 Mrd. € ansteigen und dabei eine Ebitda-Marge von rund 8% erzielt werden, bestätigte Finanzchef Marcel Ziwica die Anfang Jahr erhöhte Guidance.

Auf kürzere Sicht wird mit dem Break-even auf Stufe Ebitda frühestens per Ende 2022 oder Mitte 2023 gerechnet. «Wir werden weiterhin in Technologie und Marketing investieren, um die einmaligen Wachstumsgelegenheiten zu ergreifen», sagte CEO Walter Oberhänsli. Im Fokus steht dabei die geplante Einführung des obligatorischen E-Rezepts in Deutschland.

Für die Erreichung der Mittelfristziele sei die Finanzierung nach der Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr sichergestellt, ergänzte der Finanzchef. Für weitere Expansionsschritte und bis zum Ziel der Etablierung als führende europäische Gesundheitsplattform seien aber langfristig weitere Kapitalmassnahmen nicht ausgeschlossen.

Gerade in Wachstumsbereichen wie Telemedizin oder der Weitervermittlung der selber entwickelten Plattformen winken auch höhere Margen. Aus heutiger Sicht erwarte er in diesen Bereichen Ebitda-Margen im zweistelligen Bereich, so Ziwica.

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