Unternehmen / Gesundheit

Anleger trennen sich von Zur Rose

Die mögliche Koalitions-Regierung in Deutschland prüft offenbar ein Verbot für den Versand rezeptpflichtiger Medikamente. Zur Rose hält das für verfassungswidrig.

(THA/AWP) Die Aktien der Versandapotheke Zur Rose (ROSE 135.6 0.89%) haben am Mittwoch deutlich nachgegeben. Die an der Schweizer Börse SIX gehandelten Titel sind 12,3% auf 113 Fr. abgesackt. In Frankfurt haben die Valoren 17% eingebüsst.

Ausgelöst wurde der Kursrutsch von der Meldung, dass der Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten verboten werden soll. Das legt der Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen der Union und der SPD in Deutschland nahe, der FuW vorliegt. Die beiden Parteien haben sich heute auf die Bildung einer Regierung geeinigt.

Im publizierten Entwurf heisst es: «Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein.» Zur Rose erzielte 2017 knapp 50% des Umsatzes in Deutschland.

Gegen die Absichtserklärung der neuen grossen Koalition will sich Zur Rose wenn nötig juristisch wehren. Gestützt auf Gutachten und Aussagen vorheriger Bundesregierungen gibt sich das Unternehmen «nach wie vor überzeugt, dass dieses Vorhaben verfassungswidrig und europarechtlich inkompatibel ist», wie es in der Stellungnahme vom Mittwochabend heisst.

Man sei daher «sehr erstaunt, dass diese Beurteilungen offenbar nicht ausreichend gewürdigt wurden und diese Intention in den Entwurf des Koalitionsvertrags aufgenommen wurde». Zur Rose will denn auch sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene «alle notwendigen juristischen und operativen Schritte unternehmen».

Die komplette Historie zu Zur Rose finden Sie hier. »

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