Unternehmen / Finanz

Zurich zettelt einen nächsten Streit an

Der Versicherer blockt bei Pleite von Reiseanbieter Thomas Cook mit gesetzlichem Deckungsmaximum. Betroffen ist nur 1% des Geschäftsvolumens.

Der Versicherer Zurich Insurance sichert das Deutschlandgeschäft des Reiseveranstalters Thomas Cook im Umfang von 110 Mio. €. Die Pleite des Pauschalreiseanbieters wird jedoch weit höhere Kosten für die Umbuchung und Heimkehr Reisekunden verursachen.

Deswegen steht der Schweizer Konzern nach Berichten deutscher Medien im Clinch mit der Bundesregierung. Dabei geht es offenbar um die Auslegung gesetzlicher Regelungen. Reiseanbieter in Deutschland müssen einen Reiseversicherungsschein abschliessen und den Vertrag den Kunden offenlegen. Die Haftungssumme ist nach deutschem Gesetz auf 110 Mio. € pro Geschäftsjahr begrenzt.

Gesetz unpräzis formuliert

Der Versicherer bestreitet diese Leistungssumme nicht, wie Sprecher Bernd Engelien zu «Finanz und Wirtschaft» sagt. Konsumentenschutzorganisationen argumentieren jedoch, die gesetzlich definierte Begrenzung beziehe sich einzig auf Kostenrückforderungen von Kunden, nicht jedoch auf Ausgaben für die Rückbeförderung von gestrandeten Touristen. Der Streit wird wohl vor Gericht ausgefochten werden.

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