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Unternehmen / Schweiz

Zurich provoziert mit Freipass für Kapitalerhöhung

Der Versicherer verlangt, das Kapital bis zu 50% erhöhen zu dürfen. Das stösst beim Aktionärsberater zRating auf Kritik.

An der Generalversammlung des Versicherers Zurich Insurance (ZURN 288.3 0%) am 29. März werden nicht nur die Vergütungstraktanden viele Aktionäre zu kritischen Voten reizen, sondern auch das beantragte Plazet für eine Kapitalerhöhung um bis zu 75 Mio. Aktien bzw. um 50% der bestehenden Aktienzahl von 150,7 Mio. Der Aktionärsberater zRating empfiehlt, die Kapitalerhöhung wie auch den Vergütungsbericht abzuschmettern.

zRating-Chef Christophe Volonté stellt sich gegen die traktandierte Schaffung von 45 Mio. Aktien als genehmigtes Kapital und 30 Mio. Aktien als bedingtes Kapital. «Kombiniert darf eine Kapitalerhöhung gemäss unserer Richtlinie 20% des gesamten ordentlichen Kapitals nicht übersteigen», sagt er auf Anfrage. Der Antrag der Zurich-Gruppe sieht vor, die bestehende Kapitalgenehmigung aufzustocken und die Kompetenz zur Nutzung des Spielraums bis März 2019 zu verlängern.

Der Stimmrechtsberater Ethos Stiftung will seine an abonnierte Investoren gerichtete Empfehlung nicht öffentlich machen. «Wir publizieren unsere Haltung jeweils erst zwei Werktage vor einer Generalversammlung», sagt Ethos-Direktor Vincent Kaufmann gegenüber «Finanz und Wirtschaft». Aus den allgemeinen Stimmrechtsrichtlinien auf der Ethos-Homepage geht jedoch hervor, dass ein Antrag zur Kapitalerhöhung auf Vorrat (ohne bestimmten Zweck) höchstens im Umfang von 15% des bestehenden Kapitals unterstützt wird.

Der Zurich-Konzern wolle mit einem vergrösserten genehmigten und bedingten Kapital «Flexibilität für mögliche künftige Übernahme- oder Finanzierungstransaktionen» erhalten, sagt Sprecherin Maeve Gallagher. Dabei behalte der Verwaltungsrat den Aspekt einer Verwässerung der Anteile bestehender Aktionäre im Auge. Der Antrag sei so formuliert, dass eine Kapitalerhöhung ohne Bezugsrechte höchstens 20% des bestehenden Kapitals ausmachen dürfe. Absehbar ist dennoch, dass an der Generalversammlung Ende März der Kapitalfreipass für Diskussion sorgen wird.

Die komplette Historie zu Zurich Insurance finden Sie hier. »