Unternehmen / Finanz

Zurich provoziert Risiko-Neubeurteilung

Der Versicherer lässt einen Streit mit Kunde Mondelez eskalieren, um ein Präzedenzurteil zur Leistungspflicht bei Cyberkriminalität zu erzwingen.

Der Versicherer Zurich Insurance lässt einen Streit mit dem Grosskunden Mondelez eskalieren. Der amerikanische Nahrungsmittelhersteller verlangt vom Schweizer Konzern 100 Mio. $ wegen Schäden durch Cyberkriminalität. Das Zurich-Management verweigert die Zahlung mit Verweis auf die Klauseln der abgeschlossenen allgemeinen Betriebssachversicherung.

Der Schweizer Konzern behaupte, die Schadenursache basiere auf einer Aggression staatlicher Stellen. Doch kriegsähnliche Schadeneinwirkungen seien unter der abgeschlossenen Versicherungskategorie nicht gedeckt, berichteten mehrere Fachmedien im Dezember über den Fall.

Hickhack um Paragrafen

Die Auseinandersetzung hat das Potenzial, sich zu einer Weichenstellung für die gesamte Assekuranzbranche zu entwickeln. Die an der Börse mit 61,6 Mrd. $ bewertete Mondelez hat an ihrem Domizil im amerikanischen Gliedstaat Illinois eine Klage eingereicht. Nun muss ein Gerichtsbeschluss die Leistungspflichten des Zurich-Konzerns klären, der mit 46 Mrd. Fr. börsenbewertet ist. Die Konzernzentrale lässt ausrichten, zu laufenden juristischen Verfahren keine Stellung zu beziehen.

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