Unternehmen / Finanz

Zurich-Risikochef will aufrütteln

Peter Giger, Chief Risk Officer des Versicherers Zurich, verlangt von uns allen, weniger zu optimieren und mehr Puffer zu bauen.

An der Börse wird Zurich Insurance mit 55 Mrd. Fr. bewertet und ist ­damit teurer als die Grossbank UBS und als alle anderen Finanzunternehmen an der SIX. Die Einnahmen des globalen Versicherers sind mehrjährig auf rund 50 Mrd. $ stabil. Wegen der Sonderlasten des Pandemiejahres fiel der Gewinn per Mitte 2020 auf die Hälfte Vorjahreswerts zurück.

Der Konzern ist international beinahe überall dabei, wo es um grosse oder komplexe Versicherungsgeschäfte geht – etwa bei internationalen Vorhaben wie dem russisch-europäischen Pipelineprojekt Nord Stream 2, wo drohende US-Sanktionen Zurich aber zum Rückzug bewogen haben. Zu entsprechenden Medienberichten bleibt Zurich wenig auskunftsfreudig. Risikochef Peter Giger sagt lediglich, bei der Grösse und der internationalen Ausrichtung von Zurich gebe es «bei fast allen Grossprojekten und multinationalen Unternehmen im Versicherungsgeschäft Berührungspunkte». In mehrjährigen Deckungszusagen habe Zurich die Möglichkeit, bei aussergewöhnlichen Entwicklungen den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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