Märkte / Anleihen

Zweifel an der Aussagekraft der Zinskurve

Langfristige US-Renditen notieren unter kurzfristigen – das ist ein Rezessionssignal. Doch das Signal könnte verfälscht sein.

Zeitweise rentierten vergangenen Mittwoch zehnjährige US-Staatsanleihen weniger als zweijährige. Eine solche «Inversion der Zinskurve» hat es seit 2007 nicht mehr gegeben. Die dreimonatigen Renditen notieren schon seit Mai dieses Jahres höher als die zehnjährigen. Die Inversion gilt als verlässlicher Indikator für eine kommende  Rezession in den USA.

Erst wenn die zukünftig erwarteten Leitzinsen deutlich tiefer sind als das aktuelle Zinsniveau, sollte es zur Inversion kommen. Niedrigere Zinsen werden von der Notenbank implementiert, um einen Wirtschaftsabschwung abzufedern. Erwartet der Anleihenmarkt einen schlechteren Wirtschaftsverlauf, sinken die langfristigen Renditen, und die Zinskurve kann invertieren. Über die vergangenen Monate wurde die Kurve immer flacher. Dreissigjährige US-Renditen notierten zeitweise unter 2% – auf einem Allzeittief.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.