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Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

Overnight

USA

Zur Wochenmitte hat Wallstreet einen kleinen Teil der Vortagesverluste ausgeglichen. Die Vorlage dazu kam von positiven Wirtschaftsdaten. Die Risikobereitschaft der Anleger blieb allerdings angesichts des Nordkoreakonflikts begrenzt. Der Dow Jones Industrial schloss nach bewegungsarmem Handel 0,25% fester bei 21’807,6. S&P 500 und Nasdaq 100 rückten jeweils 0,31% auf 2465,5 bzw. 5951,1 vor.

Die US-Wirtschaft wächst weiterhin robust. Das US-Handelsbilanzdefizit war im Juli geringer ausgefallen als erwartet, und auch die Stimmung ausserhalb des verarbeitenden Gewerbes hat sich im August wieder verbessert. Sorgen um die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA rückten dagegen wieder etwas in den Hintergrund. Auch der Hurrikan «Irma» in der Karibik interessierte nur mässig.

Von den Nasdaq-Werten fiel der Kurssturz von über 16% von Trivago aus dem Rahmen. Die Hotelbuchungsplattform hatte ihre Ziele für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Wettbewerber Expedia wurde in Mitleidenschaft gezogen und fiel 2,18%. IT-Dienstleister HP Enterprise (HPE) (–1,9%) überzeugte trotz überraschend stark ausgefallenem dritten Geschäftsquartal nicht.

United Continental verloren 1,26%. Neben einem Preiswettkampf und höheren Treibstoffkosten bereiteten auch der Hurrikan «Harvey» und der Nordkoreakonflikt der US-Fluggesellschaft grosse Probleme. Sie senkte die Umsatz- und Gewinnprognosen für das dritte Quartal.

Intel stiegen 2,1%. Hintergrund war die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, dass der Streit um ein Milliarden-Bussgeld der EU-Kommission gegen den Halbleiterkonzern wegen unfairen Wettbewerbs neu aufgerollt werden muss. Damit dürfte sich das Verfahren um die im Mai 2009 verhängte Strafe von über 1 Mrd. € noch mehrere Jahre hinziehen.

Asien

Die asiatischen Börsen tendieren zumeist wenig bewegt und uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific liegt am frühen Nachmittag (Ortszeit) 0,4% im Plus. In Japan sind der Nikkei 225 und der Topix um 0,2 bzw. 0,4% fester.

Kaum bewegt tendieren dagegen der chinesische Leitindex CSI 300 und der Hang Seng in Hongkong. Ungeachtet der Spannungen um Nordkorea zeigt sich Südkoreas Kospi mit 1,1% deutlich fester. Der Taiex in Taiwan und der australische S&P/ASX 200 handeln im Minus.


News Vorbörse Schweiz

Aryzta: Der Backwarenhersteller Aryzta (ARYN 29.74 0.03%) ernennt Frederic Pflanz zum Finanzchef. Er übernimmt im Januar 2018. Pflanz ist derzeit Vorstandsmitglied bei Maxingvest, der Dachgesellschaft der operativ tätigen Teilkonzerne Tchibo und Beiersdorf (BEI 96.55 -0.31%).

Barry Callebaut: Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut (BARN 1698 0.12%) übernimmt die Division Ingredients von Gertrude Hawk Chocolates. Mit dem Zukauf will er das Spezialitäten- und Dekorationsgeschäft ausbauen. Das amerikanische Familienunternehmen erreichte im Geschäftsjahr 2016/2017 eine Verkaufsmenge von rund 13’000 Tonnen und einen Umsatz von 70 Mio. €. Finanzielle Informationen zur Transaktion gibt es keine. Lesen Sie hier mehr.»

Jungfraubahn: Der Bergbahnbetreiber Jungfraubahn steigerte im ersten Halbjahr den Umsatz 17% auf 92,2 Mio. Fr. Der Betriebsertrag konnte gar auf 21,2 Mio. Fr. verdoppelt werden, und unter dem Strich resultierte mit 16,9 Mio. Fr. ein Plus von 59%. Für das zweite Semester sieht sich das Unternehmen gut positioniert. Lesen Sie hier mehr.»

BKW: Der Berner Stromkonzern BKW (BKW 56.3 -0.62%) darf das Wasserkraftwerk Mühleberg weitere achtzig Jahre lang betreiben. Der bernische Grosse Rat hat die Ende Jahr auslaufende Konzession verlängert.

Myriad: Die Grossaktionäre Martin und Rosmarie Ebner haben ihre Beteiligung am Handysoftwareunternehmen Myriad (MYRN 0.82 0%) per 1. September von 33,5 auf 61,4% erhöht. Laut Myriad halten sie zu diesem Zeitpunkt 68,9 Mio. der insgesamt 112,25 Mio. Myriad-Aktien. Der Anteil bezieht sich auf das Kapital vor der am Mittwoch abgeschlossenen Kapitalerhöhung im Volumen von 37,1 Mio. Titeln.

Mobimo: Das Immobilienunternehmen Mobimo (MOBN 250.25 -1.38%) ergänzt die Geschäftsleitung mit zwei neuen Mitgliedern. Marco Tondel wird Leiter Entwicklung und Vinzenz Manser Leiter Projektmanagement.

Zwahlen & Mayr: Das Stahlbauunternehmen Zwahlen & Mayr (ZWM 218 -0.91%) hat Guido Bigoni zum Finanzchef ernannt. Der 45-jährige Italiener war zuletzt für das italienische Stahlbauunternehmen Cimolai in Venezuela tätig. Er tritt seine neue Stelle Anfang Oktober an.


SMI-Markttechnik: Abwarten bringt mehr Rendite

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Wer derzeit profitabel in den Swiss Market Index investieren will, sollte sich noch etwas gedulden – oder mit Puts auf fallende Kurse setzen. Lesen Sie hier mehr.»


Ausblick Zinsen und Devisen

Lässt man das Krisenszenario Nordkorea und seinen Kurseinfluss auf Sicherer-Hafen-Anlagen wie Staatsanleihen, Gold (Gold 1293.55 1.12%), Yen und Franken einmal ausser Acht, so ist zumindest in Europa die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am heutigen Donnerstag in Frankfurt das wichtigste Ereignis für die Finanzmärkte in dieser Woche. Die spannende Frage lautet, ob EZB-Chef Mario Draghi an der anschliessenden Pressekonferenz die Katze aus dem Sack lässt und Details zum Zeitablauf der Normalisierung der (bislang sehr expansiven) Geldpolitik nennt.

Im Wesentlichen wäre das eine Orientierung darüber, wann und in welchem Ausmass die monatlichen Anleihenkäufe der EZB reduziert werden sollen. Es kann aber auch sein, und vieles spricht dafür, dass sich Draghi noch nicht in die Karten blicken lässt. Schliesslich wird in Deutschland am 24. September ein neuer Bundestag gewählt, und die EZB dürfte bemüht sein, den Eindruck politischer Einflussnahme zu vermeiden. So gesehen könnte ein Beschluss zum Ausstieg aus dem Anleihenkaufprogramm erst an der nächsten EZB-Sitzung am 26. Oktober gefasst werden.

Derweil mehren sich im inneren Zirkel der US-Notenbank (Fed) die Stimmen, die zu Zurückhaltung bei den weiteren Leitzinserhöhungen mahnen. «Wir sollten beim Straffen der Geldpolitik Vorsicht walten lassen, bis wir zuversichtlich sein können, dass die Inflation sich auf unser Ziel zubewegt», zitiert Reuters die einflussreiche Fed-Direktorin Lael Brainard. Die US-Inflation liegt seit fünf Jahren unter der Fed-Zielvorgabe von knapp 2%. Laut Brainard sollte das Fed signalisieren, dass es künftig für eine gewisse Zeit auch ein Überschreiten des Inflationsziels zu tolerieren gewillt sei.

Auch Neel Kashkari, Republikaner und Präsident der Federal Reserve Bank of Minneapolis, ruft zu Mässigung auf: Möglicherweise könnten die jüngsten Zinserhöhungen die Inflation sowie das Lohn- und das Jobwachstum verlangsamen und der US-Wirtschaft «richtigen Schaden zufügen», warnt er. Die nächste Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC) findet am 19./20. Oktober statt.

Das Fed orientiert sich bei der Preisbeobachtung vorrangig an der Entwicklung der Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel). Diese war im Juli mit nur 1,4% so niedrig wie seit Ende 2015 nicht mehr. Da die US-Wirtschaft gut läuft und mittlerweile Vollbeschäftigung herrscht, wurden die Leitzinsen dieses Jahr bereits zwei Mal angehoben. Das Fed fasst eine weitere Erhöhung noch 2017 ins Auge. Angesichts der niedrigen Inflation rechnet die Mehrheit der Marktteilnehmer aber nicht mehr damit.