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Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

Overnight

USA

Die amerikanischen Börsen konnten am Montag ihre Gewinne nicht durch den Tag retten. Die Euphorie über die Steuerreform verhinderte nicht, dass der Dow Jones Industrial einen Schlussstand von lediglich 24’290,05 einnahm, was ein Plus von 0,24% darstellt. Der breit gefasste S&P 500 stand zum Handelsende 0,11% im Minus bei 2639,44. Beim Technologieindex Nasdaq 100 ging es um 1,17% hinunter auf 6263,7. Chiphersteller waren erneut unter Druck. Generell soll der Technologiesektor weniger vom Steuerprogramm profitieren als Industriegesellschaften und die Finanzindustrie.

Asien

Die asiatischen Börsen tendieren am Dienstag generell tiefer, wobei ebenfalls der Technologiesektor unter Druck steht. Der Hang Seng in Hongkong lag 0,3% im Minus. Der Shanghai Composite verlor 0,1%. Der Nikkei 225 der japanischen Börse sank 0,37%. Der Apple-Lieferant Sunny Optical schloss 4% tiefer.


News Vorbörse Schweiz

Temenos: Der Bankensoftwarespezialist Temenos (TEMN 126.4 -0.86%) erhält einen Auftrag aus Lateinamerika. Die Bankgruppe Itaú Unibanco werde die Wealth Suite von Temenos im internationalen Private Banking einsetzen, teilte das Unternehmen mit. Finanzielle Details nannte es aber nicht. Die Aktien von Itaú Unibanco sind in Brasilien, Argentinien und in den USA kotiert. Die grösste Bankgruppe Lateinamerikas ist in neunzehn Ländern vertreten.

Basellandschaftliche Kantonalbank: Die Bankratspräsidentin der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) Elisabeth Schirmer-Mosset tritt per 30. Juni 2018 von ihrem Amt zurück. Ihre Amtsperiode hätte allerdings regulär erst am 30. Juni 2019 geendet. Das Amt soll in den nächsten Tagen vom Kanton Basel-Landschaft und der BLKB gemeinsam ausgeschrieben werden. Es sei vorgesehen, dieses extern zu besetzen, heisst es.

Clariant: Der Spezialchemiekonzern Clariant (CLN 27.8 1.27%) will Akquisitionen nach der gescheiterten Fusion mit Huntsman nicht ausschliessen. «Ich würde das heute Abend offen lassen. Wir versuchen, profitabler und innovativer zu werden, um schneller zu wachsen. Dazu gehören natürlich auch Portfolio-Massnahmen wie Akquisitionen oder Desinvestitionen», sagte Konzernchef Hariolf Kottmann im Gespräch mit dem SRF-Wirtschaftsmagazin “Eco” am Montagabend.

Cham Paper: Der bisherige Spezialpapierhersteller Cham Paper (CPGN 438 1.15%) Group verkauft sein Kerngeschäft an die Sappi-Gruppe aus Südafrika und will sich von nun an auf das Immobiliengeschäft konzentrieren. Das Spezialpapiergeschäft sei zwar gut aufgestellt, aber dennoch zu klein, um sich aus eigener Kraft längerfristig im Markt zu behaupten, teilte das Unternehmen mit. Der neue Name der Gesellschaft soll Cham Group lauten. Aus dem Verkauf fliessen dem Unternehmen rund 125 Mio. Fr. zu. (Lesen Sie hier mehr)

Altin: Die Beteiligungsgesellschaft Altin (ALTN 11.5 0%) will nach der Fusion mit Mehrheitseigner Absolute Invest (ABSI 19 0%) ihre Namenaktien von der Schweizer Börse dekotieren. Ein entsprechender Antrag sei bei der SIX eingereicht worden. Die ausserordentliche Generalversammlung am 18. Dezember muss die Fusion noch genehmigen, die zudem im Handelsregister des Kantons Zug eingetragen werden muss.


SMI-Markttechnik: Gescheitert, aber nicht negativ

Der Markt versuchte erneut vergeblich, sich oberhalb der aktuell wichtigsten Preiszone zu halten. Doch es gibt auch eine gute Entwicklung. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Rohstoffe

Keine Bewegung am Ölmarkt

Der Ölpreis startete etwas schwächer in die Woche, eine deutliche Preisbewegung ist nach dem Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am vergangenen Donnerstag in Wien ausgeblieben. Ein Fass der Nordseesorte Brent (Brent 63.611 0.53%) kostete am Montagabend noch 62.80 $. US-Leichtöl WTI (WTI 57.52 0.44%) wurde zu 57.65 $ je Fass gehandelt.

Die spekulativen Investoren setzen weiterhin auf einen steigenden Preis. Vorletzte Woche hatten sie ihre Netto-Long-Positionen erneut ausgeweitet. Sowohl bei Brent als auch bei WTI lagen sie am 28. November nur noch leicht unter dem Rekordniveau. Commerzbank (CBK 12.79 1.83%) erwartet, dass sie nach der Einigung des Ölkartells nochmals leicht gestiegen sind.

Die Opec hatte am Donnerstag die Erwartungen an ihr Treffen erfüllt: Die Produktionsdrosselung wird um weitere sechs Monate bis Ende 2018 verlängert. Damit dürfte sich der Lagerabbau fortsetzen und der Preis stabilisieren. Unklar ist, wie die Opec längerfristig vorgehen wird. Jan Edelmann, Rohstoffexperte bei der deutschen HSH Nordbank, zeigt sich überrascht, dass die Organisation erneut keine Strategie für den Austritt aus den Produktionskürzungen kommuniziert hat.

Abzuwarten bleibt zudem, wie die Produzenten ausserhalb der Opec auf die Verlängerung reagieren. Die USA haben die Bohraktivitäten in den letzten Wochen gesteigert. Das US-Fördervolumen liegt mit mehr als 9,6 Mio. Fass pro Tag bereits auf Rekordniveau. Die Analysten von Commerzbank glauben zudem, dass die Umsetzung der US-Steuerreform der Schieferölförderung zusätzlich Schub verleihen könnte.

Aber auch andere Förderer wie Brasilien könnten vom höheren Fasspreis profitieren und mehr Rohöl aus dem Boden pumpen. Das würde die Opec weitere Marktanteile kosten und den Fasspreis belasten.