Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die US-Aktien haben am Donnerstag erneut fester tendiert. Für Kaufstimmung sorgten die guten Aussichten für die Weltwirtschaft und damit die Unternehmensgewinne. Geholfen haben auch der schwächere Dollar und gute Daten zum US-Arbeitsmarkt. Der Dow Jones Industrial gewann 0,6% auf 25’075,1 und notierte damit erstmals über 25’000. Der S&P 500 stieg 0,4% auf 2724. Der Nasdaq Composite legte dagegen nur 0,2% auf 7077,9 zu.

Unter den Verlierern waren erneut Intel mit –1,8%. Die Berichte über die fehlerhaften PC-Prozessoren von Intel, die Zugriff von Hackern auf geschützte Daten erlauben, haben weiter belastet. Unter den Gewinnern waren konjunktursensitive Aktien wie General Electric (+2,1%) und DowDuPont (+1,9%). Wie schon am Vortag wurden auch IBM (+2%) rege nachgefragt. Gewinner im S&P 500 waren Transocean mit +5,7% auf 11.81 $.

In der Detailhandelsbranche gab es Nachrichten von JCPenney. Der Riese hat im für das Gesamtjahr entscheidenden Weihnachtsgeschäft (November und Dezember) den Umsatz 3,4% gesteigert. Das reichte den Anlegern aber nicht, die Aktien notierten kaum verändert.

Snap verloren 4,7%, nachdem die Aktien der Nachrichten-App von den Analysten von Cowen auf «Untergewichten» herabgestuft worden waren.

Asien

In Asien setzte sich die gute Stimmung aus den USA nur teilweise fort. Der Nikkei 225 gewann 0,8%. Der Hang Seng tendierte kaum verändert, der Shanghai Composite kletterte 0,4%.


News Vorbörse Schweiz

Emmi: Der Milchverarbeiter Emmi (EMMN 699.5 -1.48%) verkauft die 22%-Beteiligung an The Icelandic Milk and Skyr Corporation (Siggi’s). Das New Yorker Unternehmen Siggi’s wird von der französischen Lactalis übernommen. Emmi geht davon aus, dass die Transaktion im Geschäftsjahr 2018 einen positiven Effekt in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe (in Franken) auf den Reingewinn haben wird. (Lesen Sie hier mehr.)

Jungfraubahnen: Die Jungfraubahnen (JFN 129.5 -1.15%) profitierten im Berichtsjahr von der wieder gestiegenen Nachfrage aus Asien. 1’041’500 Personen besuchten das Jungfraujoch (+13,6%). Dank des frühen Schneefalls ist auch die Wintersaison gut gestartet: Bis zum 2. Januar verzeichnete die Jungfrau-Skiregion gegenüber der Vorjahresperiode einen Anstieg von 60%. Das Ergebnis liegt aber weiterhin deutlich hinter der bisher besten Wintersportsaison 2007/2008 zurück. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Unternehmen

In der kommenden Woche werden die ersten Schweizer Unternehmen Zahlen auf den Tisch legen: Sika macht den Anfang am Dienstag mit dem Umsatz 2017. Die von Bloomberg aufgeführten Analysten nennen im Schnitt einen Schätzwert von knapp 6,2 Mrd. Fr.

Am Donnerstag wird der Befestigungstechniker Bossard den Umsatz für 2017 veröffentlichen. Research Partners erwartet einen Jahresumsatz von 788 Mio. Fr. (+13%), was leicht (1 Prozentpunkt) über der Prognose des Managements liegt. Das Wachstum des US-Geschäfts wird wegen der Anlaufschwierigkeiten des Kunden Tesla auf nur 4,9% im vierten Quartal geschätzt. Baader Helvea nennt für Bossard (BOSN 156.6 -3.81%) eine Umsatzprognose von insgesamt 790 Mio. Fr. (+13,1%).

Ebenfalls am Donnerstag gibt der Vermögensverwalter Partners Group den Stand der für Anlagekunden betreuten Gelder per Ende 2017 bekannt. Erwartet wird, dass das Investmenthaus die Vermögenssumme brutto 8 Mrd. € ausgeweitet hat, auf rund 60 Mrd. €. Dem Unternehmen spielt in die Hände, dass besonders institutionelle Anleger wie Versicherer und Pensionsfonds privatmarktliche Investments – etwa Private Equity und Infrastruktur – stark nachfragen.

Am Donnerstag wird zudem das Trading Update erste Signale geben, ob die Aktien von Richemont weiteres Potenzial haben. Vieles spricht dafür, dass es so ist. Die Schweizer Uhrenexportzahlen sind weiterhin im Aufwind. Baader Helvea geht aber davon aus, dass der positive Trend schon im Kurs von Richemont (CFR 69.26 -1.79%) enthalten ist. Analysten schätzen den Umsatz für das zweite Halbjahr (per Ende März) auf Werte zwischen 5,48 und 5,6 Mrd. €.

Am Freitag schliesslich präsentiert Hypo Lenzburg das Ergebnis für 2017 und wird damit einmal mehr ihrem Anspruch gerecht, in der Berichtssaison jeweils als erste Bank die Resultate vorzulegen.