Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Das Marktklima an Wallstreet hat sich im Verlauf des Montags verbessert. Der Dow Jones Industrial stieg 1,4% auf 24’874,76. Der S&P 500 gewann 1,1% auf 2720,94, der technologielastige Nasdaq 100 legte 1% auf 6881,28 zu. Alle Barometer hatten zum Handelsauftakt noch im Minus gelegen.

Rückenwind kam von guten Konjunkturdaten. Die Stimmung der Dienstleister hatte sich im Februar weniger stark eingetrübt als erwartet.

Unter den Einzelwerten standen die Rückversicherungstitel XL Group (+29% auf 55.92 $) im Fokus. Frankreichs Versicherer Axa will XL Group für 15,3 Mrd. $ oder 57.60 $ pro Aktie übernehmenGeneral Electric avancierten 2,1%. Der Technologiekonzern soll für das Problem mit übermässigem Verschleiss neu entwickelter Triebwerke für Mittelstreckenmaschinen von Boeing und Airbus eine Lösung gefunden haben. Boeing rückten 2,3% vor.

Der Chiphersteller Qualcomm hat die Annahmefrist für das auf 127.50 $ aufgebesserte Kaufgebot für den niederländischen Konkurrenten NXP bis zum 9. März verlängert. Die Titel der Schnäppchen-Website Groupon (+5%) profitierten von einem positiven Kommentar von Morgan Stanley (MS 40.67 -1.57%). Der Kurseinbruch sei übertrieben gewesen, meint die Investmentbank.

Asien liess sich von der Stimmungsaufhellung in den USA anstecken. In Japan schnellte der Nikkei-Index 1,9% auf 21’447,6 hoch. Auch der Hang Seng in Hongkong erholte sich kräftig um 1,7% auf 30’384. Dem stand Korea mit +1,5% im Kospi nichts nach. Beschaulicher entwickelten sich Schanghai mit +0,8 und Indien mit +0,3%. Die Angst vor einem von US-Präsident Trump lancierten Handelskrieg schwächte sich wie tags davor an Wallstreet ab. Das brachte auch den Dollar wieder ein Stück weit vorwärts.


News Vorbörse Schweiz

Gategroup: Der Börsengang des Airline-Caterers konkretisiert sich. Die HNA Group als Besitzerin will Gategroup noch in diesem oder im zweiten Quartal an die Schweizer Börse SIX bringen. Es wird ein Streubesitz von 65% angestrebt. HNA will Ankeraktionär bleiben. Die Gategroup-Aktien waren erst im April 2017 dekotiert worden. (Lesen Sie hier mehr.)

Lindt & Sprüngli: Der Schokoladenhersteller hat 2017 bei einer Umsatzzunahme um 4,4% auf 4,09 Mrd. Fr. das Betriebsergebnis (Ebit) um 5,8% auf 595,4 Mio. Fr. gesteigert. Der Gewinn stieg 7,8% auf 452,5 Mio. Fr. Die Ergebniszahlen liegen im Rahmen der Erwartungen. Lindt & Sprüngli (LISN 78100 -1.39%) erhöht die Dividende 5,7% von 88 auf 93 Fr. je PS und lanciert dazu ein Aktienrückkaufprogramm für PS und Namenaktien von bis zu 500 Mio. Fr., das bereits am 12. März beginnen soll. Die mittelfristigen Ziele werden bestätigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Logitech: Der Hersteller von Computerzubehör und Unterhaltungselektronik hat vor seinem Investorentag die Ziele für das Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende März) bestätigt, darunter ein Umsatzwachstum von 12 bis 14% in Lokalwährungen. Erstmals nennt Logitech (LOGN 31.86 -2.95%) Ziele für das neue Geschäftsjahr 2018/19: Es werden ein hohes einstelliges Wachstum in Lokalwährungen sowie ein operativer Gewinn von 310 bis 320 Mio. Fr. (ca. +15%) erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Bucher: Der Industriekonzern hat 2017 nach einer Umsatzerhöhung um 11,2% auf 2,65 Mrd. Fr. das Betriebsergebnis (Ebit) um 33,7% auf 226 Mio. Fr. gesteigert. Der Gewinn nahm 41,6% auf 168 Mio. Fr. zu. Bucher (BUCN 262.2 -0.98%) erhöht die Dividende 30% auf 6.50 Fr. je Aktie. Ergebnisse und Dividende sind höher als von den Analysten erwartet. Für 2018 rechnet der Konzern mit einer weiteren Steigerung von Umsatz und Marge. (Lesen Sie hier mehr.)

OC Oerlikon: Im Jahr 2017 hat der Industriekonzern den Auftragseingang 24,5% auf 3,01 Mrd. Fr. gesteigert. Der Umsatz nahm 22,1% auf 2,85 Mrd. Fr. zu. Damit kletterte das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda um 24,3% auf 415 Mio. Fr. Der Gewinn lag mit 152 Mio. Fr. rund 61% unter dem Vorjahr, als der Vaccum-Verkauf einen Sonderertrag gebracht hatte. Auf allen Stufen liegen die Kennzahlen klar über den Analystenschätzungen. Die Dividende soll von 0.30 auf 0.35 Fr. je Aktie erhöht werden. Für 2018 erwartet OC Oerlikon (OERL 10.93 -3.62%) bei einem Auftragseingang von 3,4 Mrd. Fr. einen Umsatz von 3,2 Mrd. Fr. sowie eine Ebitda-Marge von 15%. (Lesen Sie hier mehr.)

Dormakaba: Das Schliesstechnikunternehmen Dormakaba (DOKA 643 -3.24%) hat im ersten Halbjahr 2017/2018 den Umsatz 19,3% auf 1,4 Mrd. Fr. gesteigert, vor allem dank Übernahmen. Der Ebitda legte um ein Fünftel auf 210,9 Mio. Fr. zu. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 113,6 Mio., nach 95,8 Mio. Fr. im Vorjahreszeitraum. Damit wurden die Analystenvorgaben (gut 130 Mio. Fr.) verfehlt. Fürs volle Jahr zeigt sich das Unternehmen vorsichtiger. (Lesen Sie hier mehr.)

Forbo: Die Industriegruppe Forbo (FORN 1367 -3.6%) verbesserte den Umsatz 2017 um 5,1% auf 1,264 Mrd. Fr. Das Betriebsergebnis (Ebit) kam mit 163,3 Mio. Fr. um 3,9% über dem Vorjahreswert zu stehen. Als Gewinn werden 38,7 Mio. Fr. ausgewiesen. Bereinigt um Einmaleffekte sind es 129,8 Mio. Fr., gegenüber 2016 ein Plus von 1,7%. Wie der Gewinn bewegt sich auch die (unveränderte) Dividende von 19 Fr. am unteren Ende der Erwartungen.

VP Bank: Die VP Bank (VPBN 140.2 -3.71%) aus Liechtenstein hat 2017 wie bereits angekündigt deutlich mehr verdient. Sie steigerte den Geschäftsertrag um 9,8% auf 300,1 Mio. Fr. Der Gewinn stieg um 13,4% auf 65,8 Mio. Fr. Die betreuten Kundenvermögen beliefen sich Ende Jahr auf 40,4 Mrd. Fr. (i.V. 35,8 Mrd.). Vorgeschlagen wird eine auf 5.50 Fr. (i.V. 4.50) erhöhte Dividende je Namenaktie A resp. 0.55 Fr. (0.45 Fr.) je Namenaktie B. (Lesen Sie hier mehr.)

Feintool: Das Technologieunternehmen Feintool (FTON 78.3 -4.98%) erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 612,3 Mio. Fr. oder 10,9% mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg 12% auf 46,3 Mio. Fr. (ohne positiven Einmaleffekt aus PK-Reglementsanspassung). Das Konzernergebnis gab hingegen 14,1% auf 27,7 Mio. Fr. nach. Das Vorjahr war von einem einmaligen Sondereffektvon 5,5 Mio. Fr. begünstigt gewesen. Ohne diesen Effekt stieg der Gewinn 4,3%. Die Dividende beträgt unverändert 2 Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Coltene: Der Dentalbedarfs-Hersteller Coltene (CLTN 92.5 -0.96%) verbesserte 2017 den Umsatz um 4,6% auf 168 Mio. Fr. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg um 9,3% auf 25,5 Mio. Fr. Unter dem Strich resultierte ein um 10,4% höherer Gewinn von 19,1 Mio. Fr. Der GV wird eine um 30 Rappen höhere Dividende von 3 Fr. vorgeschlagen. (Lesen Sie hier mehr.)

Goldbach Group: Die Werbevermarkterin steigerte 2017 den Umsatz 3,2% auf 512 Mio. Fr. Das operative Ergebnis auf Stufe Ebitda stieg 22% auf 39,7 Mio. Fr, während der Gewinn 34% auf 11,8 Mio. Fr. zunahm. Weil Tamedia (TAMN 101 0%) für Goldbach Group (GBMN 35.55 0.99%) ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreitet hat, wird beantragt, ungeachtet des Rekordergebnisses auf eine Dividende zu verzichten. (Lesen Sie hier mehr.)

Alpiq: Der Energiekonzern Alpiq (Alpiq 84.6 -0.7%) beteiligt sich an Move Mobility, einem Ladenetzbetreiber für Elektromobilität in der Schweiz. Die 2017 gegründete Move Mobility wurde bisher von der Groupe E, von Energie Wasser Bern (EWB) und der Genossenschaft Elektra Birseck (EBM) gehalten. Neu hat sie vier Besitzer mit je 25% des Kapitals.

Komax: Der Kabelverarbeiter Komax (KOMN 236.2 -6.64%) erweitert seine Gruppenleitung, die zuvor verkleinert worden war, ab 2019 von zwei (CEO und CFO) auf fünf Mitglieder. Neu gehören die drei Bereichsleiter, die sich hauptsächlich mit der Entwicklung und der Produktion von Automatisierungslösungen befassen, zum Management (Marc Schürmann, Marcus Setterberg und Günther Silberbauer).

Meyer Burger: Der Solarausrüster Meyer Burger (MBTN 0.531 -17.93%) hat zwei Grossaufträge gewonnen. Zwei bestehende Kunden aus Asien haben Diamantdraht-Schneidesysteme im Wert von rund 14 Mio. Fr. bestellt.

Novartis: Das Mittel Xolair wird in einer neuen globalen Richtlinie für chronische Nesselsucht empfohlen. Gemäss Novartis (NOVN 84.92 -2.39%) ist es das Ziel solcher Richtlinien, eine komplette Kontrolle über die Symptome zu erhalten.

Basilea: Grupo Biotoscana als Partner von Basilea (BSLN 46.26 0.7%) Pharmaceutica lanciert das Spitalantibiotikum Zevtera in Argentinien. Es ist die erste Lancierung des Medikaments ausserhalb Europas.

Kühne + Nagel: Der Logistikkonzern Kühne + Nagel (KNIN 132.25 -2.22%) nimmt in Europa und Asien je ein Innovationszentrum in Betrieb. Sie sollen die digitale Transformation beschleunigen.


SMI-Markttechnik: Keine voreiligen Schlüsse ziehen

Der Markt hat zu einer Erholungsbewegung angesetzt, die jedoch vorerst nichts an dem generell schwachen Trend ändert. Lesen Sie hier mehr.»


Ausblick Rohstoffe

Rohölpreis stabilisiert sich

Nach den heftigen Verlusten in der Vorwoche zeigten die Rohölnotierungen zuletzt wieder nach oben. Der Preis für die Sorte Brent (Brent 60.7 -2.05%) stieg auf fast 65 $ pro Fass, während WTI (WTI 51.6 -2.46%) auf knapp 62 $ pro Fass zulegte.

Unterstützung kam aus Libyen, wo das grösste Ölfeld des Landes, das für rund ein Drittel der libyschen Förderung verantwortlich ist, die Produktion – wie schon einige Male in den vergangenen Monaten – temporär unterbrechen musste. Grund dafür ist ein Leck in einer Pipeline, das zu Umweltverschmutzung geführt hat. Gemäss Commerzbank (CBK 6.61 -3.24%) beläuft sich der Produktionsausfall auf fast 400’000 Fass pro Tag. Am Montag wurde die Produktion wieder aufgenommen.

Die Internationale Energieagentur wies zudem darauf hin, dass die Förderkapazität Venezuelas bis Ende Jahr auf weniger als 1,4 Mio. Fass pro Tag fallen dürfte. Das wäre der niedrigste Werte seit 1950. Wohl nicht zuletzt dank dieser Angebotsverknappung vermochte der Ölpreis trotz erhöhter Produktion in den USA seinen Abwärtstrend zumindest vorläufig zu stoppen.