Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Der Dow Jones Industrial gab 0,33% nach und schloss bei 24’801 Punkten. Der marktbreite S&P 500 beendete den Handel praktisch unverändert (–0,05%) bei 2727. Der technologielastige Nasdaq 100 legte gar leicht zu, um 0,24% auf 6929 Punkte.

Zu den stärksten Werten im Dow Jones (Dow Jones 24580.89 0.49%) zählten zwei Technologieunternehmen. IBM gewannen 1,7%, während der Chiphersteller Intel 1,2% zulegte.

Der Softwarekonzern Microsoft gehörte ebenfalls zu den Gewinnern und schloss 0,6% höher.

Der Energiegigant ExxonMobil hingegen trug die rote Laterne im Dow Jones: Mit einem Kursverlust von 2,5% war er der mit Abstand schwächste Titel.

Zu einem Kurssprung setzte die Softwarefirma Autodesk an: Nachdem ihre Quartalszahlen besser ausgefallen waren als erwartet, gewannen die Valoren fast 15%.

Weniger erfreulich waren die Ergebnisse des Billigdetailhändlers Dollar Tree. Gemäss Unternehmen blieben Umsatz- und Gewinnwachstum unter den Erwartungen. Die Aktien sackten 14,5% ab.

Asien

Die asiatischen Börsen tendieren überwiegend freundlich. Der Nikkei 225 in Tokio avanciert rund 0,5%.

Der Hongkonger Hang Seng Index legt sogar über 1,4% zu. Auch in Südkorea und Taiwan zeigen die Aktienmärkte nach oben: Der Kospi notiert 1,3% höher, der Taiex 0,75%.

Der australische Leitindex S&P/ASX 200 liegt 0,7% im Plus.


News Vorbörse Schweiz

Schmolz + Bickenbach: Der Hersteller von Spezialstahl steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 15,7% auf 2,68 Mrd. €. Der Betriebsgewinn (bereinigter Ebitda) stieg 45,4% auf 222,7 Mio. €. Nach einem Verlust 2016 von 80 Mio. € resultierte 2017 ein Gewinn von 45,7 Mio. €. Für 2018 erwartet Schmolz + Bickenbach (STLN 0.795 1.53%) einen zunehmenden Umsatz und einen Betriebsgewinn von 200 bis 230 Mio. €. Mit den Zahlen hat sie die Erwartungen der Analysten beim Umsatz erfüllt und beim Betriebsgewinn übertroffen. (Lesen Sie hier mehr.)

Cicor: Der Hersteller elektronischer Baugruppen Cicor Technologies (CICN 69 4.86%) erhöhte letztes Jahr den Umsatz um 14,4% auf 216,7 Mio. Fr. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg 259% auf 10,5 Mio. Fr. Der Gewinn vervielfachte sich von 300’000 Fr. auf 6,7 Mio. Fr. Damit und mit einem wieder positiven freien Cashflow von 2,7 Mio. Fr. will Cicor erstmals seit drei Jahren eine Dividende bezahlen. Der Verwaltungsrat schlägt eine steuerfreie Ausschüttung von 0.70 Fr. je Aktie aus der Kapitaleinlagereserve vor. (Lesen Sie hier mehr.)

LLB: Die Liechtensteinische Landesbank LLB (LLB 62.6 1.79%) meldet für das vergangene Jahr eine Ertragszunahme von 7,5% auf 399 Mio. Fr. Der Gewinn wuchs 7,1% auf 111,3 Mio. Fr. Nach einem Abfluss von Kundengeldern von 65 Mio. Fr. im Vorjahr betrug der Nettozufluss 470 Mio. Fr. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine um 30 Rp. erhöhte Dividende von 2 Fr. je Aktie vor. (Lesen Sie hier mehr.)

LLB: An der Generalversammlung werden Markus Büchel, Markus Foser und Roland Oehri den Verwaltungsrat verlassen, Grund dafür ist die Amtsdauerbeschränkung. Neu vorgeschlagen werden Thomas Russenberger, er ist Leiter Personalwesen des Automobilzulieferers ThyssenKrupp (TKA 21.48 -0.79%) Presta, und Richard Senti, Finanzchef der Vaduzer Hoval-Gruppe.

SFPI: Swiss Finance & Property Investment SFPI (SFPN 93.5 -0.53%) hat die Gewinnzahlen zum Teil bereits im Februar veröffentlicht und nun bestätigt und ergänzt. Die Immobiliengesellschaft weist für das vergangene Jahr einen 37% geringeren Betriebsertrag (vor Neubewertungen) von 27,6 Mio. Fr. aus. Der Betriebsgewinn (Ebit) sank 20% auf 29,8 Mio. Fr. Der Verwaltungsrat schlägt eine unveränderte Dividende von 3.60 Fr. vor.

Zurich Insurance: Der Versicherungskonzern Zurich Insurance (ZURN 297.4 1.68%) Group schlägt Alpiq-CEO Jasmin Staiblin für den Verwaltungsrat vor. An der Generalversammlung vom 4. April soll sie ins Gremium gewählt werden. Im Gegenzug werden Vizepräsident Fred Kindle und Susan Bies aus dem VR ausscheiden. (Lesen Sie hier mehr.)

Partners Group: Im Verwaltungsrat des Vermögensverwalters Partners Group (PGHN 727 0.97%) steht eine Änderung an. Der Generalversammlung vom 9. Mai wird Steffen Meister zur Wahl zum neuen VR-Präsidenten vorgeschlagen. Er soll auf Peter Wuffli folgen, der dem VR seit 2014 vorsteht und neu als Vizepräsident amtieren soll.


SMI-Markttechnik: Zwei grosse Hürden voraus

Ein stärkerer Anstieg des Swiss Market Index wird durch die beiden Verkaufszonen erschwert, die der Index nun erreicht. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Zinsen und Devisen

Jetzt wird auch die letzte Bastion marktwirtschaftlichen Sachverstands in der Chaoszentrale in Washington geschleift. Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn, überzeugter und einziger Fürsprecher des Freihandels im Weissen Haus, schmeisst hin. Er nennt zwar keinen Grund, aber der zunehmend protektionistische Kurs der US-Regierung dürfte den Ausschlag gegeben haben. Die Finanzmärkte reagieren auf den Rücktritt des ehemaligen Goldman-Sachs-Bankers besorgt.

Mittlerweile regt sich aber auch bei US-Politikern, Republikanern wie Demokraten, und in der US-Wirtschaft starker Widerstand gegen die Zollpläne des Präsidenten – stärker wohl als von Trump erwartet. «Es dürfte in den nächsten Wochen spannend bleiben», orakelt die St. Galler Kantonalbank (SGKN 521 0.97%). Trumps drohender Handelskrieg gegen den Rest der Welt wirkt an den Finanzmärkten stärker nach als die Entspanungssignale von der anderen Seite des Globus: Nordkorea signalisiert Bereitschaft, mit den USA über die Aufgabe seiner Nuklearrüstung zu verhandeln.

Aus Sorge um einem Handelskrieg und wegen der derzeitigen Volatilität an den Aktienmärkten geht die Zürcher Kantonalbank (ZKB) davon aus, dass die als sicherer Hafen angesehenen Staatsanleihen in nächster Zeit gefragt bleiben. Dies sollte das Aufwärtspotenzial der Renditen begrenzen. Bei italienischen Anleihen und Aktien rät Credit Suisse (CSGN 15.38 2.88%) zunächst einmal zur Vorsicht, nachdem aus den Parlamentswahlen vom Sonntag keine regierungsfähigen Mehrheiten hervorgegangen sind.

Im Anschluss an die Ratssitzung der EZB am heutigen Donnerstag könnte es nach Ansicht der ZKB zu einem leichten Dämpfer kommen, falls die Eurowährungshüter die Anpassung der Kommunikation zum künftigen geldpolitischen Kurs (Forward Guidance) nochmals verschieben sollten. Mittelfristig sprächen das robuste konjunkturelle Umfeld, steigende Inflationsrisiken (vor allem in den USA) und die Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik (auch ausserhalb der USA) für leicht höhere Renditen.