Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Wallstreet nahm die am Donnerstag von Präsident Trump abgesegneten Einfuhrzölle gelassen. Nach zwischenzeitlichen Verlusten schloss der Dow Jones Industrial 0,4% höher auf 24’895,21. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,5% und notierte zum Handelsschluss bei 6966,43 Punkten. Der Nasdaq Composite schloss ebenfalls 0,5% höher auf 7427,95 und weitete seine Gewinnstrecke auf fünf Handelstage aus.

Die Zölle in der Höhe von 25% auf Stahl und 10% auf Aluminium sollen in fünfzehn Tagen in Kraft treten. Ausgenommen sind zunächst Kanada und Mexiko, deren Handelsbeziehungen mit den USA im Freihandelsabkommen Nafta geregelt sind.

Neben Trumps Protektionismus war eine Milliardenübernahme im US-Gesundheitssektor das grosse Thema.

Der Krankenversicherer Cigna will den auf Preisverhandlung spezialisierten Gesundheitsdienstleister Express Scripts für 67 Mrd. $ übernehmen. Express Scripts (ESRX 79.23 -0.16%) sprangen nach der Bekanntgabe über 8% hoch, Cigna (CI 174.08 -0.53%) verloren etwas mehr als 10%.

Trotz guten Quartalszahlen und erfreulichem Gewinnausblick kam es in den Aktien von American Eagle Outfitters zu Gewinnmitnahmen. Nach Erreichen des Fünfjahreshochs am Mittwoch fielen die Titel rund 10%.

Asien

Die Nachricht, dass US-Präsident Trump einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zugesagt hat, wurde an den asiatischen Börsen positiv aufgenommen.

In Japan notiert der Nikkei 225 0,5% höher auf 21’475,79. Die Bank of Japan nahm in der Zinssitzung keine Änderung an ihrer ultralockeren Geldpolitik vor.

In Hongkong legte der Hang Seng 1% auf 30’967,38 zu. Auf dem chinesischen Festland avancierte der Shanghai Composite 0,5% auf 3303,53.


News Vorbörse Schweiz

UBS: Gemäss dem publizierten Geschäftsbericht hat Sergio Ermotti, Konzernchef der UBS (UBSG 15.475 2.65%), 2017 eine Gesamtentschädigung von 14,2 Mio. Fr. erhalten, nach 13,7 Mio. Fr. im Vorjahr. An Axel Weber als Verwaltungsratspräsidenten wurden 6,03 Mio. Fr. gezahlt, nach 6,07 Mio. Fr. im Vorjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

UBS: Die Grossbank hat die 2017 verbuchten Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische Angelegenheiten seit dem 22. Januar, als das Resultat für das Schlussquartal publiziert wurde, nochmals erhöht. Dadurch sinkt der Vorsteuergewinn für 2017 gegenüber ursprünglicher Meldung um 141 Mio. Fr. auf 5,27 Mrd. Fr., während sich der Gewinn nach Minderheiten um 112 Mio. Fr. auf 1,05 Mrd. Fr. resp. je Aktie von 0.30 auf 0.27 Fr. reduziert. (Lesen Sie hier mehr.)

Zurich Insurance: Mario Greco, der Konzernchef von Zurich Insurance (ZURN 297.4 1.68%), hat 2017 insgesamt einen Lohn von 8,6 Mio. Fr. bezogen, nach 7,8 Mio. Fr. im Vorjahr. Greco war aber erst am 7. März 2016 von Generali (G 14.54 0.73%) als CEO zu Zurich Insurance gestossen.

SFS Group: Der Industriezulieferer hat 2017 bei einer Umsatzzunahme von 13,7 auf 1,63 Mrd. Fr. das Betriebsergebnis (Ebita) fast 11% auf 235,8 Mio. Fr. gesteigert. Der Gewinn nahm 27,5% auf 159,1 Mio. Fr. zu. Die Dividende wird von 1.75 auf 1.90 Fr. je Aktie erhöht. Gewinn und Umsatz übertreffen die Analystenerwartungen deutlich. Für 2018 stellt SFS (SFSN 106.6 1.14%) ein Umsatzwachstum von 5 bis 7% in Aussicht, bei einer verbesserten Marge. (Lesen Sie hier mehr.)

Schweiter Technologies: Im Jahr 2017 hat der Industriekonzern den Umsatz 7% auf 980,2 Mio. Fr. gesteigert, organisch betrug der Zuwachs 4%. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit wuchs 2% auf 87,3 Mio. Fr., während der Gewinn sich von 70,6 auf 172 Mio. Fr. erhöhte. Es wird neben einer unveränderten ordentlichen Dividende von 40 Fr. je Aktie noch eine Sonderdividende von 5 Fr. gezahlt. Damit sind Ebit und Dividende höher und der Umsatz etwas tiefer als erwartet ausgefallen. Schweiter (SWTQ 1058 0.76%) meldet, das Jahr 2018 sei gut angelaufen. (Lesen Sie hier mehr.)

United Grinding: Der Investor Martin Ebner kauft zusammen mit Kunden seiner BZ Bank gemäss Informationen der «Finanz und Wirtschaft» den Schweizer Schleifmaschinenhersteller United Grinding Group. Dessen bisheriger Besitzer, der deutsche Körber-Konzern, hat in einem Dual-Track-Prozess United Grinding sowohl zum Verkauf gestellt als auch einen Börsengang dafür vorbereitet. (Lesen Sie hier mehr.)

Starrag: Der Werkzeugmaschinenhersteller hat 2017 bei einer Umsatzzunahme um 9,1% auf 405,3 Mio. Fr. das Betriebsergebnis (Ebit) 63% auf 15,3 Mio. Fr. gesteigert. Der Gewinn verdoppelte sich auf 12,1 Mio. Fr. Die Dividende wird von 1 auf 1.50 Fr. je Aktie erhöht. Der Auftragseingang hat sich zum Jahresstart in der Grössenordnung der Vorperiode entwickelt. Für 2018 rechnet Starrag (STGN 71.6 -1.92%) mit einem Umsatz in Lokalwährungen in der Grössenordnung von 2017 sowie mit einer höheren Ebit-Marge. (Lesen Sie hier mehr.)

Landis+Gyr: Das Messtechnikunternehmen Landis+Gyr (Landis+Gyr 68.95 0.95%) hat mit einem Konsortium unter der Führung der UBS eine revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 240 Mio. $ mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Damit wird der im Rahmen des letztjährigen Börsengangs aufgenommene Überbrückungskredit aufgelöst. (Lesen Sie hier mehr.)

Mobilezone: Der Handyspezialist Mobilezone (MOB 10.12 -0.2%) hat die definitiven Bedingungen der angekündigten Kapitalerhöhung publiziert. An der heutigen ausserordentlichen GV wird beantragt, das Aktienkapital durch die Ausgabe von bis 8,59 Mio. neuen Aktien à nominal 0.01 Fr. zu erhöhen. Den Altaktionären werden die Titel via Bezugsrecht zu einem Bezugspreis von 9.50 Fr. (Schlusskurs gestern: 12.70 Fr.) angeboten.

Zug Estates: Die Immobiliengesellschaft hat 2017 den Betriebsertrag 2,7% auf 62,9 Mio. Fr. erhöht. Die Leerstandsquote reduzierte sich von 1,8 auf 1,5%. Aufgrund des von 28,1 auf 8,7 Mio. Fr. gesunkenen Neubewertungserfolgs ging das operative Ergebnis (Ebit) um 28% auf 45,7 Mio. Fr. und der Gewinn um 29% auf 34,4 Mio. Fr. zurück. Es wird dennoch eine um 11% höhere Dividende von 25.50 Fr. je Namenaktie B ausgezahlt. Für 2018 erwartet Zug Estates (ZUGN 1715 -0.29%) ein leicht besseres operatives Ergebnis vor Neubewertung. (Lesen Sie hier mehr.)

SPS: Der Immobilienkonzern Swiss Prime Site (SPSN 91.3 0.83%) (SPS) plant eine Investition im Segment Alterswohnungen. Er schlägt dazu den Einwohnern der Gemeinde Hombrechtikon vor, das Grundstück des dortigen Wohn- und Pflegezentrums Breitlen im Baurecht zu übernehmen.

Polyphor: Das Pharmaunternehmen Polyphor (POLN 29.95 -0.15%) hat die Besprechungen mit der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Phase-I-Entwicklungsprogramm mit dem Immunonkologie-Produktkandidaten Balixafortide erfolgreich abgeschlossen. Es hat nun die Möglichkeit, mit einer einzigen Zulassungsstudie fortzufahren, um für das Mittel eine Zulassung in den USA zu beantragen.

Richemont: Die italienische Börsenaufsichtsbehörde Consob hat die Überprüfungsperiode für das Übernahmeangebot des Luxusgüterkonzerns Richemont (CFR 87.24 1.25%) an die in Italien kotierte Online-Plattform Yoox Net-A-Porter am 8. März neu eröffnet. Zuvor hatte Consob mitgeteilt, die Überprüfung  aufzuschieben.

Banque Profil de Gestion: Im Jahr 2017 erhöhte die Genfer Bank das operative Ergebnis von 0,52 auf 2 Mio. Fr. Der Gewinn stieg von 0,26 auf 1,75 Mio. Fr. Die Bilanzsumme nahm binnen Jahresfrist bis Ende Dezember von 179,5 auf 262,7 Mio. Fr. zu, vor allem wegen höherer Kundenausleihungen. Die verwalteten Vermögen der Banque Profil (SBP 3.52 0.57%) de Gestion wuchsen von 611,3 auf 939,2 Mio. Fr.

Raiffeisen: Im Zug der Affäre um den ehemaligen Bankchef Pierin Vincenz hat der Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Sturm sein Amt per sofort niedergelegt. (Lesen Sie hier mehr.)


SMI-Markttechnik: Zu früh zum Feiern

Der Swiss Market Index hat sich deutlich von seinem Wochentief erholt, doch die grosse Herausforderung kommt erst noch. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Unternehmen

Der Zahlenreigen zu den Geschäftsergebnissen setzt sich auch in der kommenden Woche fort. Hinzu kommen einige Aktionärstreffen. Am Montag legt der kriselnde Backwarenhersteller Aryzta Zahlen für das erste Halbjahr 2017/18 vor. Aus den Reihen mittlerer und kleiner Unternehmen präsentieren VAT, Belimo, Tornos, Mikron und IVF Hartmann die Resultate für 2017.

Am Dienstag hält der Pharmakonzern Roche die Generalversammlung ab. Gleich mehrere Stimmrechtsberater aus der Schweiz und dem Ausland zeigen sich bei Traktanden kritisch, die die Vergütung betreffen. Zahlen kommen von Geberit, Galenica, Gurit, Huber+Suhner, Inficon, Rieter, Tamedia, BFW Liegenschaften und Von Roll.

Der Uhrenhersteller Swatch Group gibt am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz Einblick in die Entwicklung des Geschäfts. Die Zahlen für das vergangene Jahr hatte er bereits Ende Januar veröffentlicht. Der Konzern profitierte 2017 von einer steigenden Nachfrage im Fernen und im Nahen Osten, die Zuwachsraten im Uhren- und Schmucksegment übertrafen die der Konkurrenz deutlich. Ebenfalls Mitte der kommenden Woche legen BVZ, Lastminute.com, Siegfried und Tecan ihre Resultate vor.

Es folgen Zahlen von Dufry, Vifor Pharma, Comet, Elma, Pargesa und U-Blox am Donnerstag. Dann findet auch das Finanz und Wirtschaft Forum «Fintech 2018» statt, und Swiss Re veröffentlicht den Geschäftsbericht 2017. Die Woche klingt ruhig aus – am Freitag informieren lediglich Bachem und CFT über das vergangene Geschäftsjahr.