Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die amerikanischen Aktienmärkte zogen am Dienstag deutlich an, nachdem Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Vorabend im Handelsstreit mit den USA Entgegenkommen signalisiert hatte. Er kündigte an, Importzölle für Autos zu senken, den Marktzugang für ausländische Finanz- und Industrieunternehmen zu vereinfachen und auf mehr Rechtssicherheit hinzuarbeiten. Der Dow Jones Industrial gewann 1,8% auf 24’408, der breiter gefasste S&P 500 avancierte 1,7% auf 2657, und die Technologieaktien stiegen gemessen am Auswahlindex Nasdaq 100 2,2% auf 6616.

Zu den Gewinnern zählten die Valoren der Erdölunternehmen, nachdem die Rohöl-Futures um 3,7% gestiegen waren. ExxonMobil gewannen 2,9% und Chevron 2,5%. Auch zyklische Werte wie Boeing, CaterpillarCisco, DowDupont und Intel zogen je um über 3% an. Zu den Titeln mit den geringsten Avancen gehörten Coca-Cola, Procter & Gamble sowie Walmart mit jeweils rund 0,2% höheren Kursen.

Im Fokus des Interesses standen Facebook (FB 165.77 1.66%), denn kurz nach Börsenschluss begann im US-Kongress die Anhörung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg zum Datenskandal. Schon zuvor hatte Zuckerberg in einer Medienmitteilung eigene Fehler eingestanden. Facebook gewannen bis Börsenschluss 4,5%. Ferner legten Netflix 2,8% zu, nachdem J.P. Morgan und Morgan Stanley (MS 50.02 1.87%) das Kursziel für die Titel des Online-Filmanbieters erhöht hatten.

Die Telecomaktien T-Mobile US (+5,7%) und Sprint (+17,1%) reagierten auf eine Meldung des «Wall Street Journal», wonach die beiden Unternehmen wieder Gespräche über einen Zusammenschluss führen.

Asien

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich verhalten. Der japanische Nikkei gab 0,4% nach, und auch die australische sowie die neuseeländische Aktien-Benchmark verloren 0,4 resp. 0,2%. Die chinesischen Indizes dagegen konnten nochmals zulegen. Der Shanghai Composite stieg 0,8% und Hongkongs Hang Seng 0,9%. Die Futures auf den amerikanischen S&P 500 (SP500 2932.43 0.84%) wurden in Asien knapp 0,5% niedriger gehandelt.


News Vorbörse Schweiz

Barry Callebaut: Der Schokolade- und Kakaoproduzent Barry Callebaut (BARN 1849 1.15%) hat den Umsatz im ersten Semester des Geschäftsjahres 2017/18 um 0,3% auf 3,5 Mrd. Fr. verbessert. In Lokalwährungen ergab sich ein Minus von 1,8%. Der Betriebsgewinn Ebit (ohne Einmaleffekte) hingegen stieg 20,6% auf 276,8 Mio. Fr. Der Gewinn wuchs gar 32,9%. Der Ausblick ist zuversichtlich, die Vierjahresziele sollten erreicht werden können. (Lesen Sie hier mehr.)

UBS: Die Grossbank UBS (UBSG 15.875 2.98%) hat einen Rechtsstreit mit den Leipziger Wasserwerken definitiv verloren. Das höchste britische Gericht, der Supreme Court, wies am Dienstag einen Antrag der UBS ab, nochmals eine Berufung zuzulassen. Bei der Klage der UBS ging es um geplatzte Geschäfte mit Kreditversicherungen. Dafür verlangte sie von den kommunalen Wasserwerken eine Haftung über rund 350 Mio. €. Zusammen mit Zinsen, Währungsschwankungen und Prozesskosten standen für Leipzig etwa 500 Mio. € auf dem Spiel. (Lesen Sie hier mehr.)

Kühne + Nagel: Der Logistikkonzern Kühne + Nagel (KNIN 151.7 -0.85%) lanciert an der Aircraft Interiors Expo in Hamburg eine integrierte Logistiklösung für Flugzeuginnenräume. Dabei geht es darum, die geplanten Stillstandszeiten bei Innenausbauten in Flugzeugen so gering wie möglich zu halten.

Clariant: Das Spezialchemieunternehmen Clariant (CLN 26.98 2.16%) sieht sich bei der Umsetzung seiner Strategie für China auf Kurs. Der Umsatz in China ist 2017 rund 13% gestiegen, bei einer gleichzeitigen Steigerung der Profitabilität. Dank verschiedenen regionalen Wachstumsinitiativen sieht Clariant das Potenzial, den Umsatz im Reich der Mitte von 2015 bis 2021 zu verdoppeln. (Lesen Sie hier mehr.)

SHL Telemedicine: Die in der Medizinaltechnik tätige SHL Telemedicine (SHLTN 8.02 0.5%) schlägt an der ausserordentlichen GV vom 3. Mai fünf Kandidaten für die Wahl eines unabhängigen Verwaltungsrats vor. Es handelt sich um Ruth Gal, Dvorah Kimhi, Nomi Sandhaus, Hava Shechter und Eti Vidavsky.

Groupe Minoteries: Im Müllereikonzern Groupe Minoteries (GMI 388 -2.02%) kommt es zu einem Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats. Zur Wahl als Präsident des Gremiums wird der GV vom 14. Juni der bisherige Vizepräsident Pierre-Marcel Revaz vorgeschlagen. Dominique Amaudruz Guiramand solle Vizepräsidentin des VR werden. Zur Neuwahl in den VR vorgeschlagen wird Pierre-Alain Grichting.

Partners Group: Der Vermögensverwalter Partners Group (PGHN 778 0.97%) hat die in sein Portefeuille gehörende Aiyingshi an der Börse in Schanghai eingeführt. Aiyingshi ist ein führender Detailhändler für Schwangerschafts- und Babyprodukte. Das IPO hat am 30. März stattgefunden, die Marktkapitalisierung beträgt 2 Mrd. Renminbi (rund 300 Mio. Fr.). Nach dem Börsengang hält Partners Group für ihre Kunden noch 19,2% an Aiyingshi.

Molecular Partners: Das Biotech-Unternehmen Molecular Partners wird in seiner laufenden Phase-Ib/II-Studie mit dem Produktkandidaten MP0250 mit AstraZeneca zusammenarbeiten. In einer Studie mit Osimertinib (Tagrisso) testet AstraZeneca die Behandlung von Patienten, die an einer bestimmten Form von Lungenkrebs leiden und zuvor bereits mit Osimertinib behandelt worden waren.

Wisekey: Der IT-Sicherheitsspezialist Wisekey (WIHN 3.64 -0.14%) hat wichtige Positionen im Management neu besetzt. Jean-Pierre Pennacino wurde als Chief Operating Officer (COO) berufen und Alexander Zinser als Vorstand für Recht (Chief Legal Officer).

Raiffeisen: Die Bankengruppe Raiffeisen startet zur Aufarbeitung des Falls Pierin Vincenz eine interne Untersuchung und setzt Professor Bruno Gehrig als unabhängigen Untersuchungsleiter ein. Mit einer lückenlosen Aufklärung der Vergangenheit soll für Transparenz gesorgt werden. Untersucht werden die Zeit unter dem vormaligen Raiffeisen-Chef Vincenz und speziell die damals erworbenen Beteiligungen. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick – Neue derivative Produkte

Leonteq lanciert Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Clariant (CLN 26.98 2.16%), Roche (ROG 235.05 -0.61%) und Vifor Pharma…

Leonteq (LEON 52.4 1.06%) begibt 10’000 Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Clariant, Roche und Vifor Pharma (VIFN 169 -0.32%) zum Nominalwert von 1000 Fr. Der Coupon beträgt 6,2% p.a. und wird quartalsweise ausgezahlt.

Die Produkte sind callable und können an den vierteljährlichen Rückzahlungstagen, erstmals nach zwölf Monaten, von der Emittentin vorzeitig zurückgezahlt werden. Sollte das geschehen, erhält der Anleger das Nominal zuzüglich des Coupons für den entsprechenden Zeitraum erstattet. Die Emittentin hat das Recht, aber nicht die Pflicht, das Produkt vorzeitig zurückzuzahlen.

Berührt oder unterschreitet einer der Basiswerte bis zum 14. April 2020 die Barriere von 60% des Kurses bei Emission, und notiert mindestens ein Basiswert bei Verfall auf oder unter dem Anfangslevel, richtet sich die Rückzahlung nach dem Basiswert mit der prozentual schwächsten Kursentwicklung. Ansonsten erhält der Anleger das Nominal erstattet.

Die Valorennummer lautet 30 039 559. Das Börsenkürzel ist APDLTQ. Die Liberierung findet am 23. April statt. Geld- und Briefkurs im Sekundärmarkt enthalten die aufgelaufenen Zinsen (Marchzins, Dirty Pricing). Nach der Klassifikation der Swiss Derivative Map des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte SVSP (vgl. www.svsp-verband.ch unter der Rubrik «Strukturierte Produkte PRO») handelt es sich um Barrier Reverse Convertibles (1230).

…sowie Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Amazon, Dropbox und Netflix

Leonteq begibt 2000 Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Amazon (AMZN 1946.9 1.06%), Dropbox und Netflix (NFLX 365.33 -0.44%) zum Nominalwert von 5000 Fr. Der Coupon beträgt 14,4% p.a. und wird quartalsweise ausgezahlt.

Die Produkte sind callable und können an den vierteljährlichen Rückzahlungstagen, erstmals nach sechs Monaten, von der Emittentin vorzeitig zurückgezahlt werden. Sollte das geschehen, erhält der Anleger das Nominal zuzüglich des Coupons für den entsprechenden Zeitraum erstattet. Die Emittentin hat das Recht, aber nicht die Pflicht, das Produkt vorzeitig zurückzuzahlen.

Berührt oder unterschreitet einer der Basiswerte bis zum 16. Juli 2019 die Barriere von 55% des Kurses bei Emission, und notiert mindestens ein Basiswert bei Verfall auf oder unter dem Anfangslevel, richtet sich die Rückzahlung nach dem Basiswert mit der prozentual schwächsten Kursentwicklung. Ansonsten erhält der Anleger das Nominal erstattet.

Die Valorennummer lautet 30 039 536. Das Börsenkürzel ist AOGLTQ. Die Liberierung findet am 23. April statt. Geld- und Briefkurs im Sekundärmarkt enthalten die aufgelaufenen Zinsen (Marchzins, Dirty Pricing). Nach der Klassifikation der Swiss Derivative Map des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte SVSP (vgl. www.svsp-verband.ch unter der Rubrik «Strukturierte Produkte PRO») handelt es sich um Barrier Reverse Convertibles (1230).