Das Wichtigste zum Börsenstart

Der Fuw-Morgen-Report


Overnight

An den amerikanischen Börsen ging es zum Wochenauftakt aufwärts. Der S&P 500 legte 0,1% auf 2730,13 zu und der Dow Jones Industrial avancierte 0,3% auf 24 899,41. Der Nasdaq Composite gewann 0,1% auf 7411,31.

Zur freundlichen Stimmung hat die Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China beigetragen. So hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag getwittert, er wolle Chinas Regierung bei der Rettung des chinesischen Smartphone-Herstellers ZTE helfen. Amerikanische Behörden haben ZTE (763 2.48 -6.42%) wegen Geschäften mit Iran und Nordkorea mit existenzbedrohenden Sanktionen bestraft.

China will zudem die Prüfung der geplanten Übernahme des niederländischen Chipkonzerns NXP (+12%) durch den US-Konkurrenten Qualcomm (+2,7%) wieder aufnehmen.

Die Titel von Tesla büssten rund 3% ein, nachdem Konzernchef Elon Musk einen Umbau des Managements angekündigt hat.

Bei Xerox (–4%) ist die geplante Übernahme durch den japanischen Rivalen Fujifilm (Fujifilm 38.78 -0.82%) am Widerstand der Investoren Carl Icahn und Darwin Deason gescheitert.

Die Valoren des Handelskonzerns Sears legten knapp 7% zu. Der Konzern prüft den Verkauf verschiedener Geschäftssegmente.

Trotz guter Vorgaben von Wallstreet notierten die asiatischen Aktienmärkte im Minus. Der Nikkei büsste in Tokio 0,1% ein. In Hongkong verlor der Hang Seng 0,9%. Der Shanghai Composite notierte 0,1% schwächer.

Der Indexanbieter MSCI kündigte am Dienstag an, welche chinesischen Festlandvaloren (A-Aktien) in die MSCI-Indizes aufgenommen werden. Unter den 234 Titeln tauchen etwa Industrial and Commercial Bank of China und PetroChina auf.


News Vorbörse Schweiz

SIX Group: Der Börsenbetreiber und Finanzinfrastrukturdienstleister SIX hat für das Kartengeschäft eine Lösung gefunden und geht mit dem Zahlungsverkehrsunternehmen Worldline eine strategische Partnerschaft ein. SIX bringt das bestehende Kartengeschäft in die Partnerschaft ein und erhält eine Beteiligung von 27% an Worldline. Das Management und 1300 Mitarbeiter von SIX Payment Services wechseln zu Wordline. (Lesen Sie hier mehr.)

Ceva Logistics: Der Frachlogistiker Ceva, der am 4. Mai an die Schweizer Börse kam, hat im ersten Quartal einen Umsatz von 1790 Mio. $ erzielt, 12% mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn auf Stufe Ebitda nahm 17% auf 53 Mio. $ zu. Gestern wurde bekannt, dass der Hedge-Fund-Manager Dan Och insgesamt 6,2% an Ceva hält. (Lesen Sie hier mehr.)

Sika: Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika (SIK 8080 -0.74%) lanciert eine Wandelanleihe über 1,5 Mrd. Fr., um den Kauf der eigenen Aktien von Saint Gobain zu finanzieren. Die Wandelanleihe erhält einen Coupon von 0 bis 0,3%. Der Preis für die Umwandlung in eine Aktie soll eine Prämie zwischen 40 und 45% auf den Durchschnittskurs der Sika-Aktien enthalten. (Lesen Sie hier mehr.)

Polyphor: Das Biotech-Unternehmen Polyphor (POLN 34.01 -3.93%), das den Gang an die Börse wagt, hat den Ausgabepreis für seine Aktien auf 38 Fr. gesetzt. Er liegt damit am oberen Ende der vergangene Woche bezifferten Preisspanne von 35 bis 38 Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Orascom Development: Die ägyptische Orascom-Tochter, die Orascom (ODHN 17.7 0%) Development Egypt, hat im ersten Quartal 2018 den  Umsatz um rund ein Drittel auf umgerechnet 36,7 Mio. Fr. gesteigert. Der Reingewinn stieg 9,5% auf 4,7 Mio Fr. Die Orascom-Gruppe mit Sitz in Altdorf wird ihr Quartalsergebnis erst am 6. Juni publizieren. (Lesen Sie hier mehr.)

Meyer Burger: Der Solarzulieferer Meyer Burger (MBTN 1.188 -1.16%) hat von zwei bestehenden Kunden Nachfolgeaufträge für die Drahtsäge DS 261 erhalten. Die beiden Aufträge haben zusammen ein Volumen von 17,5 Mio. Fr.


SMI-Markttechnik: Erstes Kursziel fast erreicht

Der Swiss Market Index hat die Grenzen seines kurzfristigen Aufwärtstrends fast ausgeschöpft. Dann wird eine kleine Pause fällig. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Rohstoffe

Auf einmal ist ein Ölpreis von 100 $ denkbar

Brent kostete zu Wochenanfang über 77 $ je Fass – so viel wie seit November 2014 nicht mehr. Die US-Sorte WTI handelte knapp unter 71 $. Seit Januar 2016 hat sich der Brent-Preis um 170% erhöht. Analysten von Bank of America Merrill Lynch erwarten nun im nächsten Jahr einen Ölpreis von 100 $. Grund dafür sind die US-Sanktionen gegen den Iran und die kollabierende Produktion in Venezuela. Die Vereinbarung zwischen den Opec-Staaten und Russland, die Förderung zu begrenzen, wird gemäss den Analysten auch im nächsten Jahr verlängert werden.

Doch die Auswirkungen der Sanktionen gegen den Iran sind «äusserst unsicher», meinen Analysten von Citigroup. Man müsse nun darauf achten, wie der Iran reagiert, wie streng die USA die Sanktionen auslegen und wie stark die anderen Vertragspartner des Iran-Deals sich gegen die US-Sanktionen stellen. Trotzdem sei die Entwicklung «bullish» für den Ölpreis. Es gehe mehr um das Ausmass der Preiserhöhungen als dass die Richtung der Preisentwicklung in Frage gestellt sei.