Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


SMI-Markttechnik: Investoren bleiben risikoscheu

Der Swiss Market Index scheiterte bereits an der ersten markttechnischen Barriere. Dadurch werden Verluste wieder wahrscheinlicher. Lesen Sie hier mehr.»


Overnight

Wallstreet

Die US-Leitindizes zeigten sich gestern wenig verändert. Der Dow Jones Industrial Average schloss 0,06% niedriger auf 24’799,98 Punkten. Der S&P 500 notierte 0,07% im Plus auf 2478,8. Dagegen konnte das Technologieaktienbarometer Nasdaq Composite im Handelsverlauf ein Rekordhoch erreichen. Es schloss etwas niedriger auf 7637,86 (+0,4%).

Die Technologiekonzerne Apple (+0,8%), Amazon (1,9%), Netflix (+1,1%) und Microsoft (+0,5%) erreichten im Tagesverlauf alle neue Allzeithochs.

Der iPhone-Hersteller Apple nähert sich damit einer Marktkapitalisierung 1000 Mrd. $ an. Momentan findet die Apple-Entwicklerkonferenz WWDC in Kalifornien statt.

Der Streaming-Dienst Netflix hat den Agrarkonzern Monsanto im Index der hundert grössten Titel, im S&P 100, ersetzt. Grund ist die Übernahme von Monsanto durch den Pharma- und Chemieriesen Bayer.

Die Kurznachrichtenplattform Twitter (+5,1%) rückte wegen des Wegfalls von Monsanto in den S&P 500 nach.

Die Aktien der Kaffeehauskette Starbucks (–2,4%) gaben nach, da der CEO Howard Schultz von seinem Amt und aus dem Verwaltungsrat zurücktreten wird. Schultz hatte die Starbucks-Kette 1987 in Seattle von den ursprünglichen Gründern übernommen.

Der Biotech-Spezialist Mylan (+3,9%) profitiert von der US-Zulassung eines Medikaments zur Förderung der Produktion weisser Blutkörperchen. Dadurch wird die Funktion eines Medikaments des Konkurrenten Amgen (–2%) nachgeahmt, der damit etwa ein Fünftel seines Umsatzes bestreitet.

Asien

Die Indizes in Asien zeigen am Mittwoch keine klare Richtung. Der Shanghai Composite (–0,1%) notierte im Minus. Dagegen stiegen der Hang Seng (+0,5%) in Hongkong und der Nikkei 225 (+0,4%) in Tokio.

In Japan erreichte Toyota (+1,7%) höhere Kurse. Der Autobauer will Massnahmen beschleunigen, um innerhalb der Gruppe Synergien auszunutzen. Dagegen belasteten den Aktienmarkt Maschinenbauer wie Komatsu (–1,1%).

Der japanische Roboterhersteller Fanuc (–2,8%) wurde von zwei Analysten heruntergestuft. In einer Studie der Credit Suisse heisst es, dass für das laufende Quartal ein Auftragsrückgang für Roboter in der Autoproduktion zu erwarten sei.

In China notierte der Technologieriese Tencent (+0,9%) im Plus. Das Unternehmen arbeitet mit der chinesischen Regierung an einem Online-Reisepass, der den Grenzverkehr zwischen der südchinesischen Provinz Guangdong und den autonomen Städten Hongkong und Macau vereinfachen soll.


News Vorbörse Schweiz

Orascom: Der Immobilienentwickler Orascom (ODHN 14.05 0.36%) (ODH) hat im ersten Quartal den Umsatz 41% auf 74,1 Mio. Fr. erhöht. Der adjustierte Ebitda (ohne Verkauf von Land, Währungseinflüsse und Wertberichtigungen) verdreifachte sich auf 14,7 Mio. Fr. ODH weist einen Verlust nach Minderheiten von 7,2 Mio. Fr. aus, nach 13,2 Mio. Fr. im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Segment Hotels nahm 31% auf 40,2 Mio. Fr. zu. Im Immobilienbereich steigerte ODH den Ertrag auf 22,3 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Forbo: Der Verwaltungsrat des Spezialisten für Bodenbeläge und Förderbänder Forbo (FORN 1506 1.14%) hat entschieden, das bestehende Aktienrückkaufprogramm 2017 bis 2020 im Rahmen eines Rückkaufs über eine zweite Handelslinie fortzusetzen. Die Generalversammlung 2017 hatte den Verwaltungsrat zum Rückkauf von bis zu 10% der eigenen Titel binnen drei Jahren ermächtigt. Mittlerweile hat Forbo 3,51% des Aktienkapitals zurückgekauft.

VAT Group: Michael Allison, der CEO des Vakuumventilherstellers VAT Group (VACN 93.8 -2.85%), bleibt zuversichtlich und rechnet mit einer weiterhin schwungvollen Entwicklung in der Halbleiterindustrie. Die Wachstumschancen für VAT seien gut, sagt Allison in einem Interview in der heutigen Ausgabe von «Finanz und Wirtschaft». Die langfristigen Aussichten des Marktes für Vakuumventile blieben «fantastisch». Er bekräftigt die Vorhersage für das laufende Jahr von 15 bis 20% Umsatzwachstum und einer steigenden Ebitda-Marge. (Lesen Sie hier mehr.)

Leclanché: Der Batteriehersteller Leclanché (LECN 1.93 0%) meldet eine Kapitalerhöhung über 16,5 Mio. Fr. Fefam, der grösste Aktionär, wandelt einen Kredit, den er Leclanché 2017 gewährt hatte, in Aktienkapital um. Diese Transaktion stehe nicht in Zusammenhang mit der Meldung vom Dienstag, wonach sich das Unternehmen von Fefam neue Finanzmittel beschafft hat.


Ausblick – Neue derivative Produkte

Leonteq lanciert Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Nestlé, Novartis, Roche, UBS und Zurich Insurance…

Leonteq begibt 10’000 Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Nestlé, Novartis, Roche, UBS und Zurich Insurance zum Nominalwert von 1000 Fr. Der Coupon beträgt 6,8% p.a. und wird quartalsweise ausgezahlt.

Die Produkte sind callable und können an den vierteljährlichen Rückzahlungstagen, erstmals nach zwölf Monaten, von der Emittentin vorzeitig zurückgezahlt werden. Sollte das geschehen, erhält der Anleger das Nominal zuzüglich des Coupons für den entsprechenden Zeitraum erstattet. Die Emittentin hat das Recht, aber nicht die Pflicht, das Produkt vorzeitig zurückzuzahlen.

Berührt oder unterschreitet einer der Basiswerte bis zum 8. Dezember 2021 die Barriere von 55% des Kurses bei Emission, und notiert mindestens ein Basiswert bei Verfall auf oder unter dem Anfangslevel, richtet sich die Rückzahlung nach dem Basiswert mit der prozentual schwächsten Kursentwicklung. Ansonsten erhält der Anleger das Nominal erstattet.

Die Valorennummer lautet 30 039 362. Das Börsenkürzel ist AHOLTQ. Die Liberierung findet am 15. Juni statt. Geld- und Briefkurs im Sekundärmarkt enthalten die aufgelaufenen Zinsen (Marchzins, Dirty Pricing). Nach der Klassifikation der Swiss Derivative Map des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte SVSP (vgl. www.svsp-verband.ch unter der Rubrik «Strukturierte Produkte PRO») handelt es sich um Barrier Reverse Convertibles (1230).

…sowie Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Credit Suisse, Straumann und Swatch

Leonteq begibt 10’000 Callable Multi Barrier Reverse Convertibles auf Credit Suisse, Straumann und Swatch zum Nominalwert von 1000 Fr. Der Coupon beträgt 10,6% p.a. und wird quartalsweise ausgezahlt.

Die Produkte sind callable und können an den vierteljährlichen Rückzahlungstagen, erstmals nach sechs Monaten, von der Emittentin vorzeitig zurückgezahlt werden. Sollte das geschehen, erhält der Anleger das Nominal zuzüglich des Coupons für den entsprechenden Zeitraum erstattet. Die Emittentin hat das Recht, aber nicht die Pflicht, das Produkt vorzeitig zurückzuzahlen.

Berührt oder unterschreitet einer der Basiswerte bis zum 9. September 2019 die Barriere von 69% des Kurses bei Emission, und notiert mindestens ein Basiswert bei Verfall auf oder unter dem Anfangslevel, richtet sich die Rückzahlung nach dem Basiswert mit der prozentual schwächsten Kursentwicklung. Ansonsten erhält der Anleger das Nominal erstattet.

Die Valorennummer lautet 30 039 366. Das Börsenkürzel ist AHSLTQ. Die Liberierung findet am 18. Juni statt. Geld- und Briefkurs im Sekundärmarkt enthalten die aufgelaufenen Zinsen (Marchzins, Dirty Pricing). Nach der Klassifikation der Swiss Derivative Map des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte SVSP (vgl. www.svsp-verband.ch unter der Rubrik «Strukturierte Produkte PRO») handelt es sich um Barrier Reverse Convertibles (1230).