Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Wegen des Gipfels zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un gerieten die Spannungen zwischen den USA und anderen Industrienationen infolge der Handelsstreitigkeiten bei Anlegern etwas in den Hintergrund. Amerikanische Investoren zeigten sich am Montag entspannt.

In den USA beendete der Dow Jones Industrial den Tag mit 25’322 Punkten praktisch gleich wie am Vortag. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,1% auf 2782 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq avancierte 0,2% auf 7168 Punkte.

In Asien war die Stimmung ebenfalls mehrheitlich positiv. Der Topix aus Japan gewinnt bis 7 Uhr Schweizer Zeit 0,5% auf 1795 Zähler. Der Nikkei 225 legt 0,6% auf 22’937 Punkte zu.

Der Hang Seng aus Hongkong liegt mit 31’152 Zählern rund 0,3% im Plus. Der Shanghai Composite Index aus Festlandchina steigt 0,5% auf 3066 Punkte.

Der Kospi aus Südkorea avanciert überdies 0,1% auf 2472 Zähler. Anleger aus Südkorea hoffen nach dem Gipfel zwischen Trump und Jong-un auf Infrastrukturprojekte im Norden.


News Vorbörse Schweiz

ABB: Der Industriekonzern ABB (ABBN 21.69 -0.05%) befürchtet gemäss CEO Ulrich Spiesshofer einen massiven Stellenabbau in den USA wegen Importzöllen auf Aluminium und Stahl. Wie er zu «Financial Times» sagte, sei die Produktion von Energietransformatoren bei Einführung hoher Zollzuschläge stark betroffen.

Landis+Gyr: Im Aktionariat des Geräteherstellers Landis+Gyr (Landis+Gyr 63.7 -1.39%) ist die Beteiligungsgesellschaft Kirkbi nun mit einem Kapitalanteil von 10,5% eingetragen, nach zuletzt im Februar gemeldeten 5%. Das dänische Finanzunternehmen gehört dem Lego-Erben Kjeld Kirk Kristiansen. (Lesen Sie hier mehr.)

Interroll: Der Logistikausrüster Interroll (INRN 1770 2.67%) liefert einem koreanischen E-Commerce-Unternehmen eine Transportieranlage für einen zweistelligen Millionenbetrag. Der Grossauftrag umfasst Fördermodule mit einer Gesamtlänge von zwölf Kilometern für ein grosses Vertriebszentrum.

Santhera: Das Pharmaunternehmen Santhera (SANN 16.7 -1.18%) hat für das Augenmedikament Raxone von der südkoreanischen Arzneimittelbehörde den Orphan-Drug-Status zuerkannt bekommen. Mit der Zulassung des Medikaments verbunden wäre eine bis zu zehnjährige Marktexklusivität.

Kuros: Das Biopharmaunternehmen Kuros Biosciences (CYTN 9 -2.81%) beginnt eine Studie für das Knochenersatzmittel MagnetOs in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät der Universität Utrecht.

GAM: Der Vermögensverwalter GAM (GAM 11.19 -0.89%) eröffnet in Australien eine erste Niederlassung. Nun ist das Geldhaus in vierzehn Ländern mit eigenen Betriebsstätten aktiv.

PEH: Die Beteiligungsgesellschaft Private Equity (PEHN 68 -1.45%) Holding meldet, Verwaltungsrat Bernhard Schürmann trete nicht zur Wiederwahl an, ebenso wie früher gemeldet auch Christoph Tanner. An ihrer Stelle kandidieren an der Generalversammlung vom 12. Juli Petra Salesny und Fidelis Götz.

Sika: Der Bauzulieferer Sika (SIKA 138.1 0.58%) hat am Montag an der ausserordentlichen Generalversammlung die Einheitsnamenaktie beschlossen. Abgeschafft wurden die 5%-Eintragungsbegrenzung im Aktienbuch (Vinkulierung) und der bisherige Verzicht auf die gesetzlich vorgesehene Regelung für Übernahemeofferten (Opting-out). (Lesen Sie hier mehr.)


SMI-Markttechnik: Nicht zu viel erwarten

Der Swiss Market Index nähert sich erneut einer markttechnischen Widerstandszone, an der er bereits öfter gescheitert ist. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Rohstoffe

Enge Handelsspanne für Öl

Der Ölpreis kommt auch diese Woche nicht wirklich vom Fleck. Die Ölsorte Brent (Brent 72.599 1.31%) kostet 76 $ je Fass – in etwa so viel wie vor zwei Wochen. Die Handelsspanne des Ölpreises bleibt damit sehr eng. Obwohl es grosse Unsicherheiten für die Ölproduktion gibt, scheinen sich die gegensätzlich auf den Preis wirkenden Faktoren in einer Balance zu befinden.

Positiv auf den Ölpreis wirken die weiterhin rund laufende Weltwirtschaft und die Unsicherheit, wie viel der Iran nach den US-Sanktionen noch exportieren wird.

Andererseits rechnen Marktteilnehmer damit, dass Saudi-Arabien und Russland ihre Förderung weiter ausbauen werden. Damit wollen sie nicht nur allfällige iranische Exportsenkungen, sondern auch den Förderkollaps in Venezuela ausgleichen. Analysten der Commerzbank (CBK 8.563 0.81%) melden, dass Russland seine Produktion nun auf den höchsten Stand seit Februar 2017 ausgeweitet hat. Auch die US-Ölförderung steigt stetig und übertrumpft bisherige Schätzungen der Internationalen Energieagentur.

Insgesamt wird sich der Ölpreis damit kaum auf dem jetzigen Niveau halten. Immerhin kostet Brent mit 76 $ immer noch 57% mehr als vor einem Jahr.