Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Am Montag haben die US-Börsen im Plus geschlossen. Der Dow Jones stieg um 1,31% auf 24’776,59 Punkte, der S&P 500 kletterte 0,88% auf 2’784,17 Punkte. Auch der Technologieindex Nasdaq schloss 0,88% höher auf 12’776,93 Punkten.

Den grössten Kursgewinn im S&P 500 erzielte der Öl- und Gasförderer Noble Energy (+4,6%). Analysten erwarten einen höheren Quartalsgewinn.

Im Dow Jones war der grösste Gewinner der Baumaschinenhersteller Caterpillar (+4,1%). Der Kurs des oft als Konjunkturfrühindikator herangezogenen Titels erholte sich, nachdem er über die vergangenen dreissig Tage etwa 10% gesunken war.

Der schlechteste Wert im S&P 500 ist der Kurznachrichtendienst Twitter (–5,4%). Nach Medienberichten wurden im Mai und Juni über 70 Mio. Fake-Accounts, also nicht authentische Nutzerkonten, geschlossen.

Asien

Die asiatischen Börsen tendieren höher. Der japanische Nikkei (+1%), der Hang Seng (+0,5%) in Hongkong und der Kospi (+0,5%) in Korea gewinnen. Der Shanghai Composite (+0,1%) zeigt sich kaum verändert.

In Japan springt die Aktie von Yahoo Japan (+11,3%) nach oben. Der Mehrheitsaktionär SoftBank (+2,2%) will Yahoo-Japan-Aktien in Höhe von 2 Mrd. $ vom US-Unternehmen Altaba, dem Abwicklungsfonds der ehemaligen Yahoo, übernehmen. Yahoo Japan wird die Aktien dann von SoftBank übernehmen.

Der chinesische Autobauer Geely (+3,2%) profitiert von einem Analystenbericht, dass der Marktanteil ausgebaut wurde.

Der Handyhersteller Xiaomi (+10,9%) erholt sich, nachdem das gestrige Börsendebüt in Hongkong enttäuschend ausgefallen ist.


News Vorbörse Schweiz

Meier Tobler: Der Gebäudetechniker Meier Tobler (MTG 21.8 -2.02%) wird dieses Jahr 4% weniger Umsatz erzielen als in der Vorjahresperiode. Für das Gesamtjahr soll der Gewinn auf Stufe Ebitda bei rund 30 Mio. Fr. liegen, 2017 waren es noch 36 Mio. Fr. Auf eine Ausschüttung an die Aktionäre wird 2018 und 2019 verzichtet. (Lesen Sie hier mehr.)

Interroll: Der Fördertechnikspezialist Interroll (INRN 1770 2.67%) erwartet für das erste Halbjahr einen Umsatzanstieg von rund 18% gegenüber Vorjahr. Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit soll mindestens 20% höher ausfallen. Alle Geschäftsbereiche und Regionen haben zugelegt. (Lesen Sie hier mehr.)

DKSH: Das Handelsunternehmen DKSH (DKSH 70.05 -0.71%) verkauft sein chinesisches Healthcare-Geschäft an das US-Private-Equity-Haus Warburg Pincus. 2017 erzielte das Geschäft einen Umsatz von 300 Mio. Fr. Der Verkaufspreis liegt bei rund 100 Mio. Fr.

Cosmo: Das Pharmaunternehmen Cosmo (COPN 119.3 0.34%) teilt mit, dass das Aknemedikament Winlevi des Dermatologiespezialisten Cassiopea (SKIN 57 -1.38%) in zwei Phase-III-Studien statistisch signifikante Verbesserungen erreicht. Cassiopea ist aus Cosmo hervorgegangen. (Lesen Sie hier mehr.)

Evolva: Beim Biotech-Unternehmen Evolva (EVE 0.2545 0.79%) übernimmt Oliver Walker das Amt des CEO von Simon Waddington. Waddington tritt per sofort zurück, bleibt dem Unternehmen aber noch bis Ende 2018 erhalten und wird in dieser Zeit den neuen CEO unterstützen. (Lesen Sie hier mehr.)

Zehnder: Die Heiz-und Klimatechnikgesellschaft Zehnder (ZEH 43.65 0.69%) hat das Konsultationsverfahren am Standort Gränichen abgeschlossen. Sie wird nun einen Teil der Produktion nach Frankreich verlagern. Dadurch werden 35 Stellen abgebaut.

Tornos: Der Nennwert der Aktien des Drehmaschinenherstellers Tornos (TOHN 10.95 -5.19%) wird ab Mittwoch reduziert. Die Generalversammlung hatte im April eine Reduktion des Aktienkapitals um 1 Fr. beschlossen. 0.15 Fr. je Aktie werden ausgeschüttet, 0.85 Fr. fliessen in die Kapitaleinlagereserve.

Jurassische Kantonalbank: Bei der Jurassischen Kantonalbank tritt Patrick Schaad per Ende August aus dem Verwaltungsrat zurück, da er eine neue berufliche Herausforderung annehmen wolle.


SMI-Markttechnik: Ausbruch nach oben

Der Swiss Market Index liefert mit dem Sprung über die markttechnische Barriere der Vorwochen ein kleineres Kaufsignal. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Rohstoffe

Gold entkommt dem Abwärtstrend

Am Montag ist der Goldpreis auf 1264 $ je Unze, ein Zweiwochenhoch, gestiegen. Anfang Juli hatte das Edelmetall mit 1242 $ noch den tiefsten Preis seit Mitte Dezember 2017 erreicht. Von Mitte April bis Anfang Juli fiel der Preis 8%.

Zwei wichtige Treiber für den Goldpreis sind die Anleihenrendite und der Dollarkurs. Je höher die Anleihen rentieren, desto unattraktiver wird der Kauf des renditelosen Edelmetalls. Und je stärker der Dollar, desto teurer wird Gold in Fremdwährungen – der Goldpreis sinkt dann tendenziell.

Gemäss der Rendite von zehnjährigen US-Anleihen hätte der Goldpreis von Anfang September bis Mitte Mai unter Druck stehen müssen. Die Rendite war von 2 auf über 3% gestiegen. Doch Gold sank nur bis Mitte Dezember, stieg dann wieder und sackte erst ab Mitte April erneut ab. Was den Goldpreis stützte: Trotz höherer Rendite hatte sich der Dollar gegenüber dem Euro abgewertet.

Seit Mitte April wertete sich der Dollar wieder auf – von 1.23 auf 1.18 $/€. Das vergünstigte das Edelmetall, wie zu erwarten war.

Der jüngste Anstieg des Goldpreises ist gemäss Analysten der Commerzbank nun auf den US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag zurückzuführen. Die US-Arbeitslosenquote ist gestiegen, und die Löhne zeigen kein Ausbrechen nach oben. Das lässt vermuten, dass die US-Notenbank sich mit Zinserhöhungen nicht allzu sehr beeilen wird. Die Commerzbank nimmt an, dass das Fed dieses Jahr den Leitzins noch zwei Mal erhöhen wird. Wenn das die Anleihenrendite tief hält und den Dollar schwach, könnte das für eine Trendwende beim Goldpreis sprechen.