Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Nach Andeutungen des US-Notenbankchefs zum Ende des Zinserhöhungszyklus sind die Börsen in den USA am Mittwoch mit kräftigen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial gewann 2,5% auf 25’366,43 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte 2,3% auf 2743,79 Zähler zu und der technologielastige Nasdaq 100 sogar 3,17% auf 6913,33 Punkte.

Der Vorsitzende des Fed, Jerome Powell, sagte am Mittwoch, dass die Zinsen «knapp unter» einer neutralen Geldpolitik lägen. Dies nährte Spekulationen, dass die US-Notenbanker nach ihrem Treffen im Dezember zumindest früher eine Pause bei den Zinserhöhungen einlegen könnten, als Anleger bislang erwartet hatten.

Daraufhin gewannen die wichtigsten US-Indizes so stark wie seit drei Wochen nicht mehr. Sie liegen jetzt auf dem Niveau von Mitte November. Bei den Technologiewerten führten Amazon (+6,09%) und Netflix (+6,01%) die Gewinnerliste an. Apple legten 3,85% zu, geringer war der Zuwachs zwei Tage vor dem G-20-Gipfel bei Autoherstellern wie General Motors (+0,71%).

Asien

Nicht alle asiatischen Märkte schliessen sich den positiven Vorgaben der Wallstreet an. In Tokio steigt der Nikkei 225 um 0,38% und der breiter gefasste Topix um 0,42%. Der Hang Seng in Hongkong verliert dagegen 0,62%. Chinas Leitindex CSI 300 liegt im späten Handel 0,58% im Minus. Der südkoreanische Kospi gewinnt 0,09%, und der australische S&P/ASX 200 wird mit einem Plus von 0,58% gehandelt.


News Vorbörse Schweiz

Swiss Life: Der Versicherer Swiss Life (SLHN 495.9 0.69%) setzt sich im Vorfeld des Investorentages neue Ziele. Bis 2021 sollen die Einnahmen der Gesellschaft und die Dividende für die Aktionäre weiter steigen. Neu sollen 50 bis 60% des Gewinns ausgeschüttet werden (bisher: 30 bis 50%). Zudem will das Unternehmen Aktien im Wert von 1 Mrd. Fr. zurückkaufen. (Lesen Sie hier mehr.)

Berner Kantonalbank: Der Verwaltungsrat der Berner Kantonalbank hat Armin Brun zum zukünftigen CEO ernannt. Der bisherige Leiter des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenkunden wird per 1. Juli 2019 den Chefsessel von Hanspeter Rüfenacht übernehmen, der sich wie angekündigt altersbedingt zurückzieht.

Zur Rose: Die Versandapotheke Zur Rose (ROSE 95.6 -2.05%) will 200 Mio. Fr. mit der Ausgabe neuer Aktien einnehmen, um den deutschen Wettbewerber Medpex zu kaufen. Die bestehenden Aktionäre haben nun rund ein Drittel der neuen Titel gezeichnet. Der Rest der Valoren soll zu einem Angebotspreis von 93 Fr. pro Aktie privat und öffentlich platziert und am kommenden Montag kotiert werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Das Pharmaunternehmen Novartis (NOVN 89.67 1.86%) hat von der EU die Zulassung für das Medikament Gilenya zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Multipler Sklerose erhalten. Laut dem Unternehmen sei Gilenya die erste Therapie ihrer Art in Europa. (Lesen Sie hier mehr.)

Kuros: Die Aktionäre des Biotech-Unternehmens Kuros stimmen heute über eine Kapitalerhöhung von bis zu 20 Mio. Fr. ab. Die Gesellschaft möchte die über 8 Mio. neuen Titel den bisherigen Aktionären zum Preis von 2.50 Fr. je Aktie anbieten.

Alpine Select: Die Investmentgesellschaft Alpine Select (ALPN 13.5 0%) will Aktien im Umfang von maximal 5% des Kapitals zurückkaufen. Sie sollen danach vernichtet werden. Pro Titel bietet die Gesellschaft 17.50 Fr.

Aevis Victoria: Die Hotel- und Privatklinikgruppe Aevis (GSMN 12.5 0%) Victoria hat nach neun Monaten 2018 weniger Umsatz gemacht als in der Vorjahresperiode. Die Einnahmen sanken knapp 4% auf 469,1 Mio. Fr. Zudem signalisiert das Unternehmen, dass im kommenden Jahr eine Kapitalerhöhung anstehen könnte. (Lesen Sie hier mehr.)

Cosmo: Das Pharmaunternehmen Cosmo (COPN 93.6 -0.74%) will 200 Mio. € mit einer Wandelanleihe aufnehmen. Sie sollen für allgemeine Unternehmenszwecke, Akquisitionen und Einlizenzierungen dienen. Zudem teilt Cosmo mit, dass der Lizenznehmer Dr. Falk in Europa die Zulassung für das Cosmo-Medikament Relafalk gegen Reisedurchfall erhalten hat. (Lesen Sie hier mehr.)


SMI-Markttechnik: Kaufsignal fehlt noch

Noch besteht aus Sicht der markttechnischen Analyse etwas Hoffnung für den Swiss Market Index. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Zinsen und Devisen

Immer mehr Finanzanalysten erwarten für 2019 ein abnehmendes Schweizer Wirtschaftswachstum. Das besagt die monatliche Finanzmarktumfrage Schweiz von Credit Suisse (CSGN 12.275 -0.97%) und CFA Society.

Während für 2018 noch 58% der Analysten ein Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts von mehr als 2% prognostizieren, rechnen für 2019 nur 13% mit einem solchen Expansionstempo. Die Mehrheit erwartet für das kommende Jahr ein schwächeres Wirtschaftswachstum von 1 bis 2%.

Die Inflationsrate betrage heuer 0,5 bis 1%, prognostizieren knapp zwei Drittel der Befragten. Eine Teuerung von mehr als 1% wird für dieses Jahr lediglich von einem Viertel der Analysten vorhergesagt, für nächstes Jahr immerhin bereits von knapp zwei Fünfteln.

Im Gegensatz zum Konsens der erwarteten wirtschaftlichen Abkühlung sind die Analysten für den Franken-Euro-Wechselkurs uneins. Je ein Drittel sagt vorher, dass sich der Euro zum Franken aufwertet, abwertet oder nicht bewegt. Für den Goldpreis prognostiziert eine deutliche Mehrheit einen Anstieg.