Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die Meldungen über eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China vom Wochenende haben die US-Börsen beflügelt. Der Dow Jones Industrial stieg 1,13% auf 25’826,43 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte 1,09% auf 2790,37 Zähler zu und der technologielastige Nasdaq 100 sogar 1,63% auf 7062,13 Punkte.

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatten zuvor vereinbart, dass sie für neunzig Tage gegenseitig keine neuen Zölle verhängen werden. Auch der Ölpreis profitierte, der zusätzlich von Meldungen beflügelt wurde, wonach Russland und Saudi-Arabien bei der Senkung der Fördermenge kooperieren könnten. Die Rendite fünfjähriger US-Staatsanleihen rutschte unter die von dreijährigen Papieren.

Asien

In Asien sind die Kursgewinne vom Montag weitgehend verpufft, die ebenfalls von Berichten über eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China getragen waren. Am Dienstag überwogen jedoch wieder die Zweifel.

In Tokio sinkt der Nikkei 225 um 2,39% und der breiter gefasste Topix um 2,35%. Der Hang Seng in Hongkong gibt 0,44% ab. Chinas Leitindex CSI 300 verliert im späten Handel 0,15%. Der südkoreanische Kospi liegt 1,12% im Minus, und der australische S&P/ASX 200 verliert 1,01%.


News Vorbörse Schweiz

Zur Rose: Nach dem gestern bekanntgewordenen Missgeschick hat die KWE Beteiligungen, die Grossaktionärin der Versandapotheke Zur Rose (ROSE 92.7 0.65%), mit der Hausbank einen Vergleich geschlossen. Er beinhalte nicht die Lieferung von Aktien bzw. deren Beschaffung im Markt durch die Hausbank, um die Beteiligung von KWE wieder aufzustocken, wird in der Meldung betont. Im Rahmen der Kapitalerhöhung von Zur Rose waren die Bezugsrechte des Grossaktionärs irrtümlicherweise nicht ausgeübt worden. Sein Anteil wird somit verwässert. (Lesen Sie hier mehr.)

Orell Füssli: In der Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli (OFN 84 0%) kommt es zu einem Führungswechsel: CEO Martin Buyle wird Ende September 2019 abtreten. Die Suche einer Nachfolge sei eingeleitet. Dafür nimmt der neue Leiter der Division Sicherheitsdruck, Michael Kasch, seine Tätigkeit schon im Januar statt im April 2019 auf. Die Arbeiten zur strategischen Entwicklung würden weitergeführt. (Lesen Sie hier mehr.)

Orell Füssli: An der gestrigen Sitzung nahm der Verwaltungsrat der Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli vom Geschäftsgang des laufenden Jahres Kenntnis. Demnach wird ein Betriebsergebnis (Ebit) vor Sondereffekten ungefähr auf Vorjahresniveau erwartet. Bisher war von einer gegenüber 2017 abgeschwächten Ertragssituation ausgegangen worden.

Cicor: Das Technologieunternehmen Cicor Technologies (CICN 38.4 -1.54%) gewinnt ein Grossprojekt für die Herstellung von Dünnschichtsubstraten. Auftraggeber sei ein europäisches Aerospace-Unternehmen. Der Umfang des bis 2024 laufenden Projekts beläuft sich auf 20 Mio. Fr.

Zurich Insurance: Die Versicherungsgruppe Zurich Insurance steigt aus der Adac Autoversicherung in Deutschland aus. Gemäss Meldung von gestern Abend wird sie dabei ihren Anteil von 51% am entsprechenden Joint Venture ein Jahr früher als geplant an die Allianz (ALV 174.76 -0.3%) Versicherung übertragen, voraussichtlich per 1. Januar 2019. (Lesen Sie hier mehr.)

Castle Alternative Invest: Die Beteiligungsgesellschaft Castle Alternative Invest (CASN 15.4 0%) hat gemäss Meldung von gestern Abend das am 12. November angekündigte Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. 4,43% des eingetragenen Kapitals wurden angedient. Zudem hat der Verwaltungsrat ein neues Rückkaufprogramm beschlossen, über das bis 5,57% der Aktien zurückgekauft werden sollen.


SMI-Markttechnik: Wiederholt sich das Muster?

Mit dem jüngsten Aufschwung hat der Swiss Market Index das Aufwärtspotenzial nahezu ausgeschöpft. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Rohstoffe

G-20-Gipfel sorgt für höhere Ölpreise

Das wird Präsident Donald Trump nicht geschmeckt haben: Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der russische Präsident Wladimir Putin wollen auch im nächsten Jahr ihre Ölförderung koordinieren. Trump hatte von der Opec gefordert, die Förderung angesichts des relativ niedrigen Ölpreises nicht zu drosseln, sondern den Ölpreis auf ein noch tieferes Niveau fallen zu lassen. Am Freitag trifft sich das Ölkartell Opec, um über Förderkürzungen zu beraten. Der Ölmarkt nimmt nun an, dass substanziell weniger gefördert wird.

Der Preis für die Ölsorte Brent ist am Montag zeitweise um 5% gestiegen. Am Montagnachmittag kostete Brent 61.70 $ je Fass. Vergangene Woche notierte das Fass Brent zeitweise unter 59 $. Keinen grossen Einfluss hatte anscheinend die Nachricht, dass das Emirat Katar sich aus der Opec zurückziehen will – das Land will sich auf die Förderung der grossen Erdgasvorkommen konzentrieren.