Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Wallstreet

Anders als die europäischen Börsen ist Wallstreet auch zu Wochenbeginn kauffreudig geblieben. Der Dow Jones Industrial befestigte sich am Montag 0,4% auf 23’531, der S&P 500 0,7% auf 2550 und der Nasdaq Composite 1,3% auf 6823.

Hinter den Avancen stehen primär Hoffnungen auf einen guten Ausgang der Gespräche zwischen den USA und China zur Eindämmung der Handelsstreitigkeiten. Unterhändler trafen sich am Montag in Peking zu zweitägigen Verhandlungen.

Unter den Einzelaktien fielen besonders General Electric (+6,2%) auf. Die Private-Equity-Gesellschaft Apollo Global Management soll sich für das Flugzeugleasinggeschäft der Industriegruppe interessieren, das rund 40 Mrd. $ wert sein soll.

Der Pharmakonzern Eli Lilly (+0,5%) will für rund 8 Mrd. $ das Biotech-Unternehmen Loxo Oncology akquirieren (+66%). Bristol-Myers Squibb (+3,2%) haben sich vom Kursrückgang nach dem Angebot für Celgene (+3%) von vergangener Woche etwas erholt.

Den Kursanstieg fortgesetzt haben Amazon. Sie zogen am Montag 3,4% an.

Asiatische Märkte

Die asiatischen Märkte präsentieren sich im heutigen Handel uneinheitlich. Japan zeigt sich grün, China und Hongkong unentschlossen, Südkorea rot.

In Tokio notieren der Nikkei 225 und der breiter gefasste Topix 1,1 und 0,7% über dem gestrigen Schlusskurs. Der Hang Seng in Hongkong und der Shanghai Composite dagegen stehen mit 0,3 und 0,1% leicht unter dem Endstand vom Montag, während der Kospi in Seoul eine Einbusse von 0,6% aufweist.

Auch die asiatischen Märkte stehen unter dem Einfluss der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Zu den grössten Gewinnern in Tokio gehören Softbank (+5,7%).

In Seoul verzeichnen Samsung Electronics (–1,6%) deutliche Abgaben. Vorabzahlen zum vierten Quartal sind deutlich unter den Erwartungen geblieben.


News Vorbörse Schweiz

Sika: Der Bauzulieferer Sika (SIKA 151.65 -0.07%) unterbreitet ein verbindliches Übernahmeangebot für den führenden Mörtelhersteller Parex aus Frankreich im Wert von 2,5 Mrd. Fr. Der Kaufpreis entspricht dem 11,3-Fachen des erwarteten Ebitda von Parex, die sich im Besitz der Private-Equity-Gesellschaft CVC befindet und 1,2 Mrd. Fr. Umsatz erzielt. Damit wächst der Umsatz von Sikas Mörtelgeschäft auf 2,3 Mrd. Fr. Die Finanzierung des Kaufs ist durch einen Überbrückungskredit von UBS (UBSG 13.44 0.6%) und Citi gesichert. (Lesen Sie hier mehr.)

Sika: Der Bauzulieferer hat 2018 nach ersten Angaben den Umsatz in Lokalwährungen um 13,7% auf 7,09 Mrd. Fr. gesteigert. Damit hat er die Marktschätzung genau erfüllt. Sika stellt für 2018 einen Betriebsgewinn (Ebit) von 940 bis 960 Mio. Fr. in Aussicht und prognostiziert für das laufende Jahr eine Umsatzzunahme von 6 bis 8% bei überdurchschnittlicher Gewinnsteigerung. (Lesen Sie hier mehr.)

Comet: Die Beteiligungsgesellschaft Veraison hat den Anteil an Comet (COTN 102.5 1.69%) von 7,3 auf 10,04% ausgebaut und beantragt die Wahl von Heinz Kundert zum Verwaltungsratspräsidenten des Technologieunternehmens. Zugleich beantragt sie die Senkung der Hürden für die Einberufung einer Generalversammlung von 10 auf 5% und für das Traktandierungsrecht auf 3%. Es kommt nun zu einer Kampfwahl. Comet portiert den Deutschen Christoph Kutter für das Amt des VR-Präsidenten. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 77.03 -2.17%) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA den Status Therapiedurchbruch für Crizanlizumab erhalten. Dieser Produktkandidat wird bei Erwachsenen, die an Sichelzellenanämie leiden, zur Vorbeugung von Schmerzkrisen eingesetzt. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Sandoz, die Generikatochter von Novartis, hat in Zusammenarbeit mit Pear Therapeutics die reSET-O-Behandlung lanciert. Diese digitale therapeutische Behandlung soll bei Erwachsenen im Bereich des Opiatmissbrauchs zum Einsatz kommen.

Novartis: Sandoz hat offenbar eine Entwicklungs- und Kommerzialisierungspartnerschaft mit der kalifornischen Durect beendet. Gemäss Durect gibt es einen Streit über eine Terminierungsgebühr.

Valiant: Die Bank Valiant (VATN 114 -0.87%) hat eine dritte Tranche von Covered Bonds emittiert. Die mit Hypotheken besicherten Anleihe sei auf grosses Interesse gestossen, so dass ein Volumen von 303 Mio. Fr. platziert werden konnte.

Swiss Prime Site: Die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site (SPSN 81.85 0.06%) (SPS) war vom Schweizer Marktrückzug der Modekette OVS (OVS 1.72 -1.26%), die Charles Vögele übernommen hatte, mitbetroffen. Es ist SPS nun gelungen, alle acht ehemaligen OVS-Standorte wieder zu vermieten.

Burkhalter: Der Elektroinstallateur Burkhalter (BRKN 79.6 1.4%) erwirbt die AS Stuber in Utzenstorf, Bern, die Elektrotechnikdienstleistungen anbietet und rund 1 Mio. Fr. Umsatz erzielt.

Kudelski: Der Verschlüsselungsspezialist Kudelski (KUD 6.45 -0.62%) ergänzt seine Sicherheitslösung Nagra Connect mit den neusten Halbleitern des taiwanesischen Herstellers Novatek Microelectronics. Dies ermöglicht es, Pay-TV-Dienste direkt auf internetfähige Smart-TV zu übertragen.


SMI-Markttechnik: Kurse über 8700 kaum möglich

Schlechte Startbedingungen für das neue Jahr: Kurzfristig ist das Aufwärtspotenzial des Swiss Market Index extrem limitiert. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Rohstoffe

Mit der Gegenbewegung an den Aktienmärkten hat sich in den vergangenen Tagen auch der Ölpreis etwas erholt. Ein Fass der Sorte Brent (Brent 71.98 0.39%) wurde gestern Montag zu 58.14 $ gehandelt. Ein Fass der Sorte WTI (WTI 63.98 0.05%) kostete im frühen US-Handel 49.25 $. Seit dem Mehrjahrestief an Heiligabend ist der Erdölpreis 15% gestiegen.

Während die Sorgen um die globale Konjunktur den Rohstoffsektor zuvor belasteten, begünstigen nun positive Wirtschaftsmeldungen eine Gegenbewegung. Die neusten Daten zum US-Arbeitsmarkt zeichnen das Bild einer kerngesunden Wirtschaft, und China sorgt mit der Senkung des Banken-Mindestreservesatzes für Hoffnung auf eine Wende zum Besseren.

Von der Angebotsseite sind bis auf weiteres keine Preisimpulse zu erwarten. Zwar zeichnet sich 2019 ein Rückgang der Fördermenge der Opec-Staaten und ihrer Verbündeten ab. Gleichzeitig ist mit einem Anstieg der US-Produktion zu rechnen. Gemäss Analysten von UniCredit wird sie dieses Jahr ein Rekordniveau von 11,8 Mio. Fass pro Tag erreichen.