Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Der Dow Jones Industrial schloss am Mittwoch mit einem Plus von 0,39% auf 23’879,12. Der S&P 500 avancierte 0,41% auf 2584,96. Der Nasdaq 100 stieg 0,75% auf 6600,69. Wie schon am Vortag belebte die Fortsetzung der Handelsgespräche zwischen den USA und China die Märkte. Die Vorlage des Protokolls der jüngsten Sitzung des Fed, das einen künftig vorsichtigeren (wenngleich geduldigen) geldpolitischen Kurs signalisiert, beeinflusste das Marktgeschehen dagegen kaum.

Trotz abermaliger kritischer Medienberichte zur iPhone-Nachfrage gewannen Apple 1,7%. Die Aktien Boeing kamen nach Kaufempfehlungen von Analysten 1% voran. Finanztitel stiegen insgesamt 0,52%; Citigroup ragten mit +2% heraus. Die Papiere des Wein-, Bier- und Spirituosenkonzerns Constellation Brands sackten nach einem enttäuschenden Ausblick über 12% ab.

Asien

In Tokio sinkt der Nikkei 1,3%. Nach drei guten Sitzungen kommt es zu Gewinnmitnahmen. Die Erstarkung des Yens belastet die Exporteure. Der Hang Seng in Hongkong tendiert leicht aufwärts, der Shanghai Composite Index desgleichen. Der Kospi in Seoul verliert marginal.


News Vorbörse Schweiz

Bossard: Der Verbindungs- und Montagespezialist Bossard (BOSN 145.3 -0.34%) hat 2018 den Umsatz 11% (in Lokalwährungen 9,3%) auf 871 Mio. Fr. erhöht, was den Erwartungen in etwa entspricht. In allen Geschäftsregionen wuchsen die Einnahmen. In Europa liess die Dynamik im Schlussquartal aber nach. (Lesen Sie hier mehr.»)

Swissquote: Die Onlinebank Swissquote (SQN 39.06 -1.21%) hat die Einnahmen im vergangenen Jahr 15% auf 214 Mio. Fr. erhöht und den Gewinn vor Steuern um 16% auf 53,5 Mio. Fr. gesteigert. Das traditionelle Geschäft sei deutlich besser gelaufen, und neu dazu kam der Handel mit Kryptowährungen. Die im August übernommene Internaxx ist nicht im Resultat enthalten. (Lesen Sie hier mehr.»)

Ascom: Das IT-Unternehmen Ascom (ASCN 12.78 0.63%) hat 2018 den Umsatz fast 3% (in Lokalwährungen 1,7%) auf 318,5 Mio. Fr. gesteigert. Das Segment Gesundheit wuchs überproportional. Die Region Nordamerika erzielte dank einer guten zweiten Jahreshälfte im Gesamtjahr ein Umsatzplus im zweistelligen Prozentbereich. Die Ebitda-Marge der Gruppe sank 2018 von 14,1 auf 12%. Anvisiert waren ursprünglich 15%. (Lesen Sie hier mehr.»)

Zurich: Der US-Nahrungsmittelkonzern Mondelez klagt gegen Zurich Insurance (ZURN 341 0.74%) Group. Er wirft dem Versicherer vor, sich zu Unrecht geweigert zu haben, für Schäden von 100 Mio. $ im Zuge der NotPetya-Cyberattacke von 2017 aufzukommen.

St. Galler KB: Der Verwaltungsrat der St. Galler Kantonalbank (SGKN 447 0.68%) schlägt Andrea Cornelius zur Wahl in den VR vor. Sie sei Expertin für digitale Geschäftsmodelle und verfüge über langjährige Führungserfahrung in internationalen Unternehmen.

MCH Group: Die Messegruppe MCH Group (MCHN 17.8 4.4%) hat per Ende 2018 Winkler Livecom, einen Kommunikationsdienstleister in Wohlen, an das Management und einen privaten Investor veräussert. Die Tochter zählt rund 75 Beschäftigte und war seit 2005 im Besitz der MCH.


Ausblick Zinsen und Devisen

Das neue Jahr hat für die Staatsanleihenmärkte mit einem signifikanten Renditeanstieg begonnen. Innerhalb einer Woche legte die zehnjährige Verzinsung von US-Papieren bis Mittwochnachmittag um 0,09 Prozentpunkte zu, bei deutschen Bundesanleihen ging es 0,1 Prozentpunkte aufwärts. Zehnjährige «Eidgenossen» werfen 0,11 Prozentpunkte mehr ab als zu Beginn des Jahres. Das ist zum Teil damit zu erklären, dass sich die Risikofreude an den Finanzmärkten erholt – obwohl einige Konjunkturindikatoren negativ durchgeschlagen hatten.

Die bessere Risikostimmung hat auch mit den beruhigenden Worten des Chefs der US-Notenbank Jerome Powell zu tun, der angedeutet hatte, dass die amerikanischen Währungshüter den Bestand an Staatsanleihen auf ihrer Bilanz langsamer abbauen könnten als bisher gedacht, wenn sich die Konjunktur stärker eintrüben sollte. Somit würde die US-Notenbank dem Markt weniger Liquidität entziehen, was sich stützend auf die Kurse zum Beispiel von Aktien auswirkt.

Auch die Aussichten auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA lassen Anleger vorerst zuversichtlicher auf die Märkte schauen. Bei einer besseren Risikostimmung geraten die Kurse von Anleihen oft unter Druck, was automatisch die Renditen steigen lässt. Allerdings gewinnt zu Beginn des Jahres gewöhnlich auch die Emissionstätigkeit von Staaten und Unternehmen an Fahrt, was oft auch die Renditen der bereits gehandelten Papiere steigen lässt. Im Euroraum sanken zuletzt die Renditeaufschläge gegenüber deutschen Bundesanleihen, nur bei Italien ging der Spread zeitweise wieder rauf.