Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Wie in der Schweiz schlossen die Märkte in New York am Mittwoch mit einem leichten Minus. Der Leitindex Dow Jones tauchte 0,08% auf 25’390 Punkte, der marktbreite S&P 500 gab 0,22% auf 2732 Zähler nach, und der technologielastige Nasdaq schrumpfte 0,37% auf 6998 Punkte.

Im Fokus standen Aktien von Unternehmen, die Geschäftsergebnisse für das vergangene Quartal präsentierten. So verloren die Titel der Computerspielehersteller Electronic Arts (–13%) und Take-Two (–14%). Beide enttäuschten mit ihren Geschäftszahlen. Überraschend gut schnitt dagegen der Autobauer General Motors (+1,5%) ab.

Asien

Die Sorge um rückläufige Unternehmensgewinne drückt auch auf den Aktienmarkt in Japan. Der Nikkei 225 gibt 0,7% nach.

Die Börsen in China, Hongkong und Südkorea sind aufgrund von Feiertagen geschlossen.


News Vorbörse Schweiz

Zurich Insurance: Der Versicherer Zurich Insurance (ZURN 329.2 1.42%) liegt mit seiner Restrukturierung im Plan. Das Betriebsergebnis (der Business Operating Profit) stieg 20% auf 4,57 Mrd. $ und der Gewinn 24% auf 3,72 Mrd. $. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Der Kosten-Schaden-Satz im Schadengeschäft verbesserte sich von 100,9 auf 97,8%. Die Eigenkapitalrendite liegt mit 12,1% über den angepeilten 12%. Die Aktionäre erhalten eine um 1 auf 19 Fr. je Titel erhöhte Dividende. Für 2019 wird ein geringes Wachstum der Prämieneinnahmen erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Zurich Insurance: Der Versicherer Zurich Insurance schlägt Michael Halbherr, bis 2014 Executive Vice President einer Einheit von Nokia (NOKIA 4.557 0.29%), und Barry Stowe, ehemals Mitglied des Group Executive Committee von Prudential (PRU 18.18 1.54%), an der GV im April zur Wahl in den Verwaltungsrat vor. Bereits früher bekannt wurde, dass auch Jasmin Staiblin Einsitz in das Gremium nehmen soll.

Swisscom: Der Telecomkonzern erhöhte 2018 den Umsatz 0,4% auf 11,71 Mrd. Fr. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda sank 1,9% auf 4,21 Mrd. Fr., während der Gewinn 3% auf 1,52 Mrd. Fr. abnahm. Damit wurden die Analystenerwartungen erfüllt. Die Dividende bleibt stabil auf 22 Fr. je Aktie. Für 2019 peilt Swisscom (SCMN 485.5 -0.12%) rund 11,4 Mrd. Fr. Umsatz bei einem Ebitda von über 4,3 Mrd. Fr. an. Die Dividende soll stabil bleiben. (Lesen Sie hier mehr.)

DKSH: Der Dienstleister DKSH (DKSH 61.95 0.57%) steigerte 2018 den Umsatz 3,1% auf 11,34 Mrd. Fr., das organische Plus lag bei 3,6%. Sondereffekte beeinflussten die Ergebnisse. So sank der Betriebsgewinn 11% auf 263,6 Mio. Fr. Der Gewinn erhöhte sich insgesamt 22% auf 260,3 Mio. Fr., ohne Einmaleffekte reduzierte er sich 0,4% auf 204,8 Mio. Fr. Die Zahlen liegen unter den Markterwartungen. Die Dividende wird von 1.65  auf 1.85 Fr. je Aktie erhöht. Für 2019 wird ein höherer Betriebsgewinn erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

DKSH: Nachdem VR-Präsident Jörg Wolle schon im Oktober seinen Rücktritt angekündigt hat, stellen sich im März an der GV von DKSH auch Theo Siegert, David Kamenetzky und Robert Peugeot nicht mehr zur Wiederwahl. Die Vorschläge zur Wahl neuer Mitglieder werden mit der GV-Einladung bekanntgemacht. (Lesen Sie hier mehr.)

Leonteq: Das Finanzunternehmen Leonteq (LEON 37.18 0.38%) erhöhte 2018 den Betriebsertrag 31% auf 282,4 Mio. Fr., u.a. dank deutlich verbessertem Handelsergebnis. Der Gewinn nach Steuern vervierfachte sich auf den Rekordwert von 91,5 Mio. Fr. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Auf eine Dividende wird verzichtet. Für 2019 gibt sich Leonteq vorsichtig, der Jahresauftakt sei verhalten gewesen. (Lesen Sie hier mehr.)

Glarner Kantonalbank: 2018 stieg der Betriebsertrag der Glarner Kantonalbank (GLKBN 30 0.33%) 4,3% auf 73,5 Mio. Fr. Das operative Ergebnis als Mass des Geschäftserfolgs erhöhte sich 9,2% auf 25,5 Mio. Fr., während der Gewinn 9,7% auf 21,9 Mio. Fr. zunahm. Die Aktionäre erhalten eine um 0.10 auf 1 Fr. je Aktie erhöhte Dividende. (Lesen Sie hier mehr.)

Idorsia: Die neuen Forschungsprogramme prägen den Abschluss des Biotech-Unternehmens Idorsia (IDIA 22.44 2.75%). 2018 betrugen die Einnahmen 61 Mio. Fr., während sich der Betriebsaufwand auf 432 Mio. Fr. belief. Unter dem Strich stieg der Verlust nach US-GAAP von 14 auf 386 Mio. Fr. Für 2019 erwartet Idorsia nach US-GAAP einen Betriebsaufwand von 570 Mio. Fr. 2018 wurden vier Produktkandidaten in die Entwicklungsprogramme der Phase III gebracht. (Lesen Sie hier mehr.)

Molecular Partners: Das Biotech-Unternehmen Molecular Partners verzeichnete 2018 einen von 25 auf 37 Mio. Fr. gestiegenen Verlust. Ende Jahr verfügte es über liquide Mittel von 99 Mio. Fr. Im Januar kommen 50 Mio. $ dank einer Vorabzahlung von Amgen (AMGN 171.28 -0.48%) im Rahmen einer Kooperation hinzu. Für 2019 wird mit Ausgaben von 70 bis 80 Mio. Fr. gerechnet. (Lesen Sie hier mehr.)

Peach Property: Das Immobilienunternehmen Peach Property (PEAN 29.1 -0.34%) steigerte 2018 den Gewinn vor Steuern um 10% auf fast 57 Mio. Fr. Der Wohnungsbestand wurde um mehr als die Hälfte auf über 8400 Einheiten aufgestockt, damit könnten Sollmieten von jährlich 44 Mio. Fr. eingenommen werden. Die Leerstandsquote sank von 16,8 auf 13,6%. Für 2019 wird weiteres Wachstum in Aussicht gestellt.

Julius Bär: Der Vermögensverwalter Julius Bär (BAER 40.59 -1.34%) hat den US-Steuerstreit endgültig ad acta gelegt. Die US-Regierung hatte im Rahmen eines Abkommens im Februar 2016 das Verfahren während drei Jahren aufgeschoben und liess, nachdem Julius Bär den Verpflichtungen daraus nachgekommen war, die Anklage fallen. Das US-Bundesgericht in New York hat die Anklage nun formell abgewiesen.

SGS: Der Warenprüfkonzern hat Dominik de Daniel zum neuen Finanzchef ernannt. Er ersetzt Carla de Geyseleer, die anderweitige Karriereopportunitäten wahrnehmen will. De Daniel war ehemals Finanzchef von Adecco (ADEN 56.14 1.15%) und wird sein Amt bei SGS (SGSN 2544 0.24%) am 15. Februar antreten. (Lesen Sie hier mehr.)

Meyer Burger: Der Solarzulieferer Meyer Burger (MBTN 0.651 -1.29%) verkauft sein Wafer-Anlagen- und Servicegeschäft für 50 Mio. Fr. in bar an die amerikanische Precision Surfacing Solutions. Der Verkaufspreis entspricht etwa dem Jahresumsatz des veräusserten Geschäfts, der Vertrag enthält zudem eine Earn-out-Komponente, basierend auf Umsatzniveaus 2019. Die Transaktion soll Ende des ersten Quartals vollzogen werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Implenia: Der Baukonzern Implenia (IMPN 28.9 -0.69%) hat in Norwegen den Auftrag zum Bau einer Strasse erhalten. Das Auftragsvolumen beträgt rund 25 Mio. Fr.

Basilea: Das biopharmazeutische Unternehmen hat per 10. April Adesh Kaul, zurzeit Chief Corporate Development Officer, zum neuen Finanzchef ernannt. Er folgt auf Donato Spota, der eine neue berufliche Herausforderung ausserhalb von Basilea (BSLN 42.6 -0.09%) annimmt.

Airesis: Die Beteiligungsgesellschaft Airesis (AIRE 1.29 4.88%) erwartet für die Hauptbeteiligung, den französischen Sportartikelhersteller Le Coq Sportif, eine Umsatzsteigerung 2018 um 3 bis 5% auf 121 bis 123 Mio. €. Beim Ebitda wird eine Zunahme von mindestens 18% auf 4,5 bis 5,5 Mio. € prognostiziert. Für 2019 wird eine Umsatzerhöhung auf 135 Mio. € mit einer Ebitda-Marge von mindestens 4% angepeilt.

Investis: Die Immobiliengesellschaft Investis (IREN 64 0.63%) verkauft die kleine Tochtergesellschaft Régie due Rhône Crans Montana mit einem Umsatz von 2,2 Mio. Fr. an die Crans Montana Aminona Immobilier. Zum Preis gibt es keine Angaben.


Ausblick Zinsen und Devisen

An den europäischen Primärmärkten für Staatsanleihen herrscht eine freundliche Stimmung. Die öffentlichen Emittenten im Euroraum wollen offenbar vom Investitionsstau profitieren, den vor allem grosse Anleger derzeit abbauen. Dies zeigt sich am Beispiel der italienischen Regierung: Am Dienstag teilte das Finanzministerium in Rom mit, dass es fünf Banken mit der Emission einer dreissigjährigen Anleihe betraut habe. Es wird erwartet, dass die Platzierung einen höheren einstelligen Milliardenbetrag in die Kassen spült.

Beobachter reagierten überrascht, lieh sich Italien doch erst zwei Wochen zuvor 10 Mrd. € für fünfzehn Jahre. Im Vergleich zu Mitte November war der Zinsabstand dreissigjähriger Staatspapiere aus Italien im Vergleich zu Bundesanleihen bis Anfang der Woche um 0,34 Prozentpunkte gesunken. Im Herbst hatte sich die populistische Regierung Italiens mit der EU-Kommission vorerst auf ein Budget für dieses Jahr geeinigt.

Allerdings zeigte sich auch, dass die Anleger gleichwohl eine höhere Rendite verlangen, wenn es konkret um den Kauf neuer Staatsanleihen geht: Der Spread stieg von Montag bis Mittwoch um 0,19 Prozentpunkte. Steigt die Verzinsung von Anleihen, geht zugleich der Preis der Papiere zurück. Mit den Zugeständnissen beim Preis verschaffen sich die Schuldenmanager in Rom allerdings mehr Flexibilität für den Rest des Jahres, denn weitere Emissionen sehr langer Papiere werden damit kaum notwendig sein in diesem Jahr.

Schweizer und deutsche Bundesanleihen rentieren derweil allerdings wieder auf dem Niveau von Anfang des Jahres.