Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Die US-Börsen starteten mit Schwung in die Woche. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,5% auf 2783 Punkte zu. Der Dow Jones Industrial schnitt mit +0,8% und 25’651 Zählern unterdurchschnittlich ab, weil Kursverluste bei Boeing (–5,3%) ihn belasteten. Der technologielastige Nasdaq 100 verbesserte sich dagegen um 2% auf 7558 Punkte.

Zu den Gewinnern zählten Apple (+ 3,5%), die von einer Kaufempfehlung profitierten, sowie Nvidia, die fast 7% zulegten. Der Hersteller von Grafikprozessoren will den Chiphersteller Mellanox (+7,8%) übernehmen.

Die gute Stimmung setzte sich am Dienstagmorgen in Asien fort. Der Nikkei 225 gewann 1,8%. In Hongkong verbesserte sich der Hang Seng um 1,2%. Auf dem chinesischen Festland stieg der CSI 300 um 0,6%.


News Vorbörse Schweiz

Geberit: Der Sanitärtechniker Geberit (GEBN 463.7 0.15%) steigerte 2018 den operativen Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen Ebitda um 5,7% auf 868 Mio. Fr. Die Dividende soll zum achten Mal in Folge erhöht werden, diesmal um 0.40 Fr. auf 10.80 Fr. Bereits im Januar hatte das Unternehmen den Umsatz mitgeteilt: Er stieg um 5,9% auf 3,08 Mrd. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Galenica: Der Apothekenhändler Galenica (GALE 50.7 0.7%) hat 2018 den Umsatz um 0,8% auf 3165 Mio. Fr. gesteigert. Das Betriebsergebnis Ebit stieg um 3,9% auf 154,1 Mio. Fr. Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte im Vorjahr lag das Ebit-Plus bei 9,1%. Die vorgeschlagene Dividende steigt um 3% von 1.65 auf 1.70 Fr. je Aktie. (Lesen Sie hier mehr.)

Aryzta: Der Nahrungsmittelkonzern Aryzta (ARYN 1.17 1.47%) hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2018/19 (per Ende Januar) um 4,2% auf 1710,7 Mio. € gesteigert. Organisch stieg der Umsatz nur um 0,7%. Der bereinigte operative Gewinn auf Stufe Ebitda sank um 6% auf 151,6 Mio. €. Die entsprechende Marge schrumpfte somit um 10 Basispunkte auf 8,9%. (Lesen Sie hier mehr.)

Flughafen Zürich Der Umsatz des Flughafenbetreibers Flughafen Zürich (FHZN 194.2 -0.51%) stieg 2018 um 11,2% auf 1153 Mio. Fr. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen Ebitda nahm um 3,2% auf 571 Mio. Fr. zu. Der Reingewinn sank um 17% auf 238 Mio. Fr. 2019 wird ein leicht höherer Ebitda erwartet – der Reingewinn soll 5% wachsen. (Lesen Sie hier mehr.)

Tamedia: Die Mediengruppe Tamedia (TAMN 103.8 0.78%), zu der auch «Finanz und Wirtschaft» gehört, hat den Umsatz 2018 von 974,2 auf 1010,6 Mio. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn Ebit sank um 27,2% von 180,7 auf 131,6 Mio. Fr., die Ebit-Marge von 18,6 auf 13%. Die Dividende bleibt mit 4.50 Fr. je Aktie unverändert. Der Konzern kündigte an, bis Ende des Sommers die Unternehmensstruktur zu überprüfen. (Lesen Sie hier mehr.)

Straumann: Der Zahnimplantehersteller erhöht die Beteiligung am französischen Hersteller Anthogyr von 30 auf 100%. Es wird erwartet, dass die Transaktion Anfang des zweiten Quartals abgeschlossen sein wird. Anthogyr erwirtschaftet mit 400 Mitarbeitenden einen konsolidierten Umsatz von rund 57 Mio. Fr – davon entfallen 75% auf Implantate und Nebenprodukte sowie Cadcam-Prothetik.

Hochdorf: Unternehmenschef Thomas Eisenring tritt per heute Dienstag zurück. Bei dem Milchverarbeiter übernimmt übergangsweise Geschäftsleitungsmitglied Peter Pfeilschifter den Posten zusätzlich zu seinen Aufgaben als Managing Director Dairy Ingredients. Dies teilte Hochdorf (HOCN 105.8 -0.94%) am Montagabend mit. (Lesen Sie hier mehr.)

Zur Rose: Die Apothekengruppe Zur Rose (ROSE 97.3 0.83%) expandiert mit ihrem Marktplatzgeschäftsmodell nach Frankreich. Sie hat den französischen Marktplatz Doctipharma von der Lagardère-Gruppe aus Paris übernommen. Über die Plattform von Doctipharma vertreiben über 100 Partnerapotheken mehr als 15’000 Gesundheits- und Körperpflegeprodukte (Beauty and Personal Care Products, BPC).

BFW: Die Thurgauer Immobiliengesellschaft BFW Liegenschaften (BLIN 42.9 0%) hat den operativen Gewinn Ebit 2018 von 22,6 auf 26,5 Mio. Fr. gesteigert. Der Neubewertungserfolg stieg von 18 auf 20,6 Mio. Fr. Der Verwaltungsrat beantragt eine Barausschüttung in Form einer Nennwertreduktion von 1.40 Fr. pro Namenaktie Kategorie A und 0.14 Fr. pro Namenaktie Kategorie B.

Cosmo: Das Pharmaunternehmen Cosmo (COPN 91.8 0.99%) Pharmaceuticals teilte mit, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA die jüngste Berufung zu Methylenblau MMX abgelehnt hat. Gleichzeitig habe die FDA festgehalten, dass die abgeschlossene Studie klinische Phase III erfolgreich war. Jetzt sei eine zweite Phase-III-Studie geplant.

SHL: Der Telemedizinanbieter SHL Telemedicine (SHLTN 6.2 0%) steigerte 2018 den Umsatz 31% auf 48,9 Mio. $. Der operative Gewinn Ebit wurde mit 12 Mio. $ knapp verdreifacht und der Nettogewinn auf 10,1 Mio. $ vervierfacht.


SMI-Markttechnik: Erstes Schwächesignal

Der Ausbruch des Swiss Market Index unter kurzfristig entscheidende Kursschwellen ist ein Warnzeichen. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Rohstoffe

Saudis stützen Ölmarkt

Am Montag notierte Brent über 66 $ je Fass und 1% höher als in der Vorwoche. Analysten der Commerzbank weisen auf die wichtige Position Saudi-Arabiens hin. Eigentlich dürfte das Land gemäss Abkommen innerhalb der Opec über 10 Mio. Fass pro Tag fördern. Doch tatsächlich werden nur 7 Mio. exportiert – damit verzichten die Saudis auf Marktanteile und stabilisieren den Ölpreis.

Wegen der Entschlossenheit der Saudis sind die sich verschlechternden Daten zum globalen Wirtschaftswachstum keine grosse Belastung für den Ölpreis. Noch sind auch die Schätzungen zur Ölnachfrage robust, beobachtet Ole Hansen von Saxo Bank. Doch dies könnte sich ändern, wenn diese Woche die US-Energieinformationsbehörde EIA, die Opec und die Internationale Energieagentur IEA ihre jeweiligen monatlichen Berichte zum Ölmarkt präsentieren: «Der Markt wird sich auf jede mögliche Herabstufung der Nachfrageschätzungen fokussieren», erklärt Hansen.

Auf lange Frist ist keine Entspannung für die Opec in Sicht, meinen die Commerzbank-Analysten mit Blick auf die Förderprojektionen der Internationalen Energieagentur: Wegen der steigenden Förderung ausserhalb der Opec-Mitgliedstaaten, insbesondere in den USA, müsse die Förderung über die nächsten Jahre weiter begrenzt bleiben. Auch wenn die Nachfrage stetig steigt.