Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Gute Konjunkturdaten verhalfen den US-Börsen am Mittwoch zu weiteren Gewinnen. Der Leitindex Dow Jones stieg 0,6% auf 25’703 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,7% auf 2811 zu, und der Index der Technologiebörse Nasdaq avancierte 0,8% auf 7257.

Die Aktien des Flugzeugbauers Boeing schlossen nach einem Auf und Ab im Handelsverlauf 0,5% im Plus, obwohl die Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max auch in den USA am Boden bleiben müssen. Rite Aid stiegen 6% auf 0.72 $, nachdem die Drogeriemarktkette einen Führungswechsel bekannt gegeben hatte.

Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren noch mit 2,61%. Der Dollar wird zu 1.0044 Fr. gehandelt.

Asien

Die asiatischen Börsen tendierten am Donnerstagnachmittag mehrheitlich schwächer. Der japanische Nikkei 225 notierte unverändert, der breiter gefasste Topix verlor 0,2%. In Korea gewann der Leitindex Kospi 0,3%.

In China belasteten enttäuschende Daten aus der Industrie die Aktienmärkte. Das Produktionswachstum ist Anfang Jahr auf den tiefsten Stand seit 2002 gefallen. Der Index CSI 300, der die 300 wichtigsten in Schanghai und Shenzhen gehandelten Aktien umfasst, gab 1,2% nach. Der Shenzhen Composite fiel gar 2,6%, und der Index in Schanghai büsste 1,8% ein. In Hongkong notierte der Hang Seng 0,2% tiefer.


News Vorbörse Schweiz

Novartis: Bei der Novartis-Tochter Sandoz kommt es zu einem Führungswechsel. Richard Francis tritt Ende März zurück. Interimistisch übernimmt Francesco Balestrieri, Leiter der Region Europa. (Lesen Sie hier mehr.)

Ceva Logistics: Die französische Reederei CMA CGM hält nach Ablauf der Angebotsfrist 89,47% am Logistikunternehmen Ceva, entsprechend gut 49,39 Mio. Aktien. Geboten wurden pro Aktie 30 Fr. Gemäss eigenen Angaben hielt CMA CGM gemeinsam mit den «in gemeinsamer Absprache handelnden Personen» 50,56%, nun seien zusätzliche 38,9% angedient worden. (Lesen Sie hier mehr.)

Dufry: Der Reisedetailhändler Dufry (DUFN 85.92 -0.39%) hat 2018 den Umsatz 3,7% auf 8,68 Mrd. Fr. gesteigert. Dabei resultierte ein organisches Plus von 2,7%. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda nahm 3,3% auf 1,04 Mrd. Fr. zu. Aus dem Gewinn nach Minderheiten von 71,8 Mio. Fr. (+26,4%) will Dufry eine Dividende von 4 Fr. (i. V. 3.75 Fr.) je Aktie zahlen. Die Umsatzerwartungen der Analysten wurden damit leicht übertroffen, die Gewinnerwartungen aber verfehlt. 2019 wird als herausfordernd bezeichnet, das organische Wachstum werde sich im Jahresverlauf graduell verbessern. (Lesen Sie hier mehr.)

Vifor Pharma: Das Pharmaunternehmen Vifor Pharma (VIFN 140.9 0.93%) hat 2018 einen Umsatz von 1,55 Mrd. Fr. (+22,7%) erarbeitet. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda kletterte fast 40% auf 391,5 Mio. Fr. Das Unternehmen hatte Wachstumsraten von mindestens 15 respektive 25% versprochen. Es resultierte ein Gewinn von 244,4 Mio. Fr., fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 2 Fr. erhalten. Für 2019 stellt Vifor ein Umsatzplus von 11 bis 13% in Aussicht. Der Ebitda wird höher erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Komax: Die Industriegruppe Komax (KOMN 205 -0.29%) hat 2018 den Umsatz um 17,4% auf 479,7 Mio. Fr. gesteigert. Der Bestellungseingang stieg 10,4% auf 496,7 Mio. Fr. Das betriebliche Ergebnis (Ebit) nahm um 22,1% auf  67,3 Mio. Fr. zu und das Ergebnis nach Steuern um 23% auf 51,8 Mio. Fr. Die Aktionäre sollen eine auf 7 Fr. erhöhte Dividende erhalten. Nach dem Rekordjahr erwartet das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang zwischen 10 und 20%. Der Betriebsgewinn werde wegen hoher Investitionen noch deutlicher sinken. (Lesen Sie hier mehr.)

Comet: Das Technologieuunternehmen Comet (COTN 90.1 2.44%) macht für das Geschäftsjahr 2019 keine genauen Prognosen für die Gruppe. Für die Division Plasma Control Technologies wird der Umsatz 10 bis 20% unter dem Niveau des zweiten Halbjahres 2018 gesehen. Für die Division X-Ray Systems werden im Gesamtjahr ein leicht höherer Umsatz und eine Ebitda-Marge im Bereich von 6%  in Aussicht gestellt. Die Eckwerte für 2018 hat Comet bereits im Februar publiziert und nun bestätigt (Umsatz 436,4 Mio. Fr. und Gewinn 12,3 Mio. Fr.). (Lesen Sie hier mehr.)

Cicor: Die Industriegruppe Cicor hat im Geschäftsjahr 2018 den Umsatz gut 14% auf 248,1 Mio. Fr. und den Auftragseingang 18% auf 277,8 Mio. Fr. gesteigert. Der operative Gewinn (Ebit) erhöhte sich um 45% auf 15,2 Mio. Fr., der Gewinn ähnlich stark auf 9,6 Mio. Fr. Die Dividende wird auf 1 Fr. erhöht. (Lesen Sie hier mehr.)

Liechtensteinische Landesbank: Die LLB (LLB 65.2 1.56%) ist im Geschäftsjahr 2018 deutlich gewachsen, der Gewinn wurde aber von Integrationskosten und der Talfahrt der Finanzmärkte belastet. Der Jahresgewinn der Liechtensteinischen Landesbank ging knapp 24% auf 85,1 Mio. Fr. zurück. Die Aktionäre erhalten dennoch eine Dividendenerhöhung um 10 Rp. auf 2.10 Fr. Das Geschäftsvolumen erreichte mit 80,1 Mrd. Fr. einen Höchststand. Die Kundenvermögen betrugen per Ende Jahr 67,3 Mrd. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Hochdorf: Der Verwaltungsrat des Milchverarbeiters Hochdorf (HOCN 111 0.91%) macht einen Schritt auf seine Kritiker zu. Er empfiehlt den vom Grossaktionär ZMP Invest vorgeschlagenen Jörg Riboni zur Zuwahl in den Verwaltungsrat. Die weiteren ZMP-Kandidaten Markus Bühlmann und Bernhard Merki lehnt er aber ab. Auch die von der Aktionärsgruppe Weiss/Maurer beantragte Zuwahl von Markus Kalberer als neues Mitglied des Gremiums wird abgelehnt. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 271.2 0.63%) hat von der EU-Kommission die Genehmigung für die prophylaktische Anwendung des Wirkstoffs Hemlibra zur Behandlung von Menschen mit schwerer Bluterkrankheit (Hämophilie) erhalten. Studien belegten, dass Hemlibra eine signifikante Reduktion der Blutungen im Vergleich zu keiner Prophylaxe und zu früheren Faktor-VII-Prophylaxen zeige.


SMI-Markttechnik: Verkäufe laufen kontrolliert ab

Die laufende Korrektur des Swiss Market Index gibt bisher keinen Anlass zur Besorgnis. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Zinsen und Devisen

Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) haben einstimmig beschlossen, ihren Ausblick (Forward Guidance) nach hinten zu verschieben. Eine Zinserhöhung erwarten sie frühestens für das Jahr 2020. Damit folgen sie allerdings den Erwartungen der Investoren, die jetzt für die zweite Hälfte des nächsten Jahres mit einer Erhöhung des Einlagensatzes von derzeit –0,40% rechnen. Einige Mitglieder im Zentralbankrat hätten auch eine Verschiebung der Forward Guidance auf März 2020 erwogen, sagte EZB-Präsident Mario Draghi. Diese Woche haben die Statistiker von Eurostat bestätigt, woher der Pessimismus in der Euronotenbank auch herrührt.

Zwar wurde die Autobranche besonders in Deutschland seit Sommer von Problemen mit einer neuen Zulassungstechnologie belastet. Doch noch immer liegt die Produktion von Investitionsgütern deutlich unter den Monaten, die vergangenes Jahr den Höhepunkt des Aufschwungs markierten. Im Euroraum stieg immerhin die Produktion von Kapitalgütern im Januar um 0,9%, womit sie aber noch immer fast 3% unter dem Niveau vom Oktober liegt. In Deutschland schrumpfte die Kapitalproduktion dagegen allein im Januar um 2,5%, und der Auftragseingang lässt bisher keine Wende zum Besseren erwarten.

Damit rücken auch die Erwartungen an eine Zinswende in der Schweiz weiter in den Hintergrund. Allgemein rechnen Marktbeobachter damit, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 5310 1.34%)) nicht vor der EZB ihre Leitzinsen erhöht, damit der Franken nicht zu teuer wird und so die Schweizer Exporteure belastet. Mit der Sitzung der Eurowährungshüter vergangene Woche begraben nun auch Devisenmarktteilnehmer ihre Hoffnungen auf eine baldige Abwertung des Frankens. Die Commerzbank (CBK 6.708 -1.19%) geht jetzt davon aus, dass 2020 immer noch 1.16 Fr. für 1 € bezahlt werden müssen. Zuvor hatte sie damit gerechnet, dass der Franken so schwach wird, dass 1.20 Fr. nötig sein werden.