Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die wichtigsten Aktienindizes in den USA haben die Handelswoche uneinheitlich begonnen. Der Dow Jones Industrial sank am Montag um 0,32% auf 26’341,02 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann dagegen 0,1% auf 2895,77 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,28% auf 7599,74 Punkte.

Viele Anleger warten derzeit ab, bevor Ende der Woche die Berichtssaison beginnt, für die Analysten den ersten Gewinnrückgang seit drei Jahren erwarten. Die Onlineplattform Pinterest gab am Montag bekannt, dass sie 1,3 Mrd. $ in einem Börsengang einsammeln will.

Der Dow wurde vor allem von Boeing heruntergezogen, deren Aktien 4,4% einbüssten. Der Konzern hatte Produktionskürzungen für den Flugzeugtyp 737 Max bekannt gegeben, der in vielen Ländern nicht mehr fliegen darf.

Asien

Die asiatischen Börsen tendieren am Dienstag uneinheitlich, nachdem Peking neue Schritte bekannt gegeben hat, die Wirtschaft über Infrastrukturausgaben anzuschieben.

In Tokio steigt der Nikkei 225 um 0,1%, der breiter gefasste Topix sinkt dagegen um 0,2%. Der Hang Seng in Hongkong legt 0,1% zu, und Chinas Leitindex CSI 300 rückt im späten Handel 0,2% vor. Der südkoreanische Kospi gewinnt 0,3%, der australische S&P/ASX 200 verliert 0,1%.


News Vorbörse Schweiz

Givaudan: Der Aroma- und Riechstoffhersteller Givaudan (GIVN 2793 -0.68%) meldet für das erste Quartal eine Umsatzsteigerung um 16,6% auf 1525 Mio. Fr., was die Erwartungen von Analysten gut erfüllt. Organisch (akquisitions- und währungsbereinigt) beträgt der Zuwachs 6,6%, was über den Erwartungen liegt. Die Riechstoffdivision steigerte sich 12,1% (organisch +8,7%), die Aromadivision 20,4% (organisch +4,3%). (Lesen Sie hier mehr.)

Sika: Der Bauchemiekonzern Sika (SIKA 165.4 -0.87%) steigerte den Umsatz im ersten Quartal 5,8% auf 1,64 Mrd. Fr. In Lokalwährungen betrug der Zuwachs 7,1%. Das Resultat deckt sich ziemlich genau mit der AWP-Konsensschätzung. Alle Regionen trugen zum Wachstum bei. Der Ausblick mit einem Umsatzziel von mindestens 8 Mrd. Fr. wird bestätigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 89.02 -2.07%) ist nach der Abspaltung der Augensparte Alcon (ALC 58.04 0.73%) zuversichtlich. Das Unternehmen sei gut aufgestellt für weiteres Wachstum und um im Pharmageschäft eine höhere Marge zu erreichen. Den Aktionären wird zudem eine höhere Dividende in Aussicht gestellt. (Lesen Sie hier mehr.)

Alcon: Das vom Pharmakonzern Novartis abgespaltene, auf Augenheilkunde spezialisierte Medizinaltechnikunternehmen Alcon feiert heute sein Debüt an der SIX Swiss Exchange. (Lesen Sie hier mehr.)

Vifor Pharma: Das Pharmaunternehmen Vifor Pharma (VIFN 135.15 -2.17%) und die US-Biopharmagesellschaft Akebia Therapeutics erweitern ein bestehendes Lizenzabkommen. Neu darf Vifor das Akebia-Mittel Vadadustat zusätzlichen Dialyseorganisationen in den USA verkaufen, sobald es in den USA zugelassen ist. Bislang war vorgesehen, es nur an Dialysekliniken von Fresenius (FRE 47.16 -0.95%) Medical Care (FME 68.16 -0.15%) in den USA abzugeben.

Kuros Biosciences: Das Biotech-Unternehmen Kuros Biosciences (KURN 2.03 -2.4%) hat mit Nice & Green ein Finanzierungsabkommen über eine Pflichtwandelanleihe von bis zu 5 Mio. Fr. abgeschlossen. Kuros kann das Abkommen binnen zwölf Monaten ausweiten und weitere 5 Mio. Fr. aufnehmen. Erst im Dezember hatte sich die Gesellschaft über eine Kapitalerhöhung  16,1 Mio. Fr. beschafft.

Cosmo Pharmaceuticals: Das Pharmaunternehmen Cosmo (COPN 92 2.45%) Pharmaceuticals hat Remimazolam NDA bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht. Remimazolam ist ein ultrakurz wirksames intravenöses Benzodiazepin-Sedativum und -Anästhetikum. Für ambulante Kurzsedierungen im Bereich Gastroenterologie hat es vor allem in den USA ein «beträchtliches» Marktpotenzial. Wenn alles gut läuft, liegt die Zulassung in rund zwölf Monaten vor.

Medacta: Das neu an der Börse gelistete Medtech-Unternehmen Medacta (MOVE 88.2 -0.9%) beziffert die Beteiligung der Gruppe Siccardi/Medacta (Eigentümerfamilie und Unternehmen) auf 71,5%. Die Meldepflicht entstand aus der Bildung einer Lock-up-Gruppe nach dem IPO.

Valartis: Der Geschäftsertrag der Finanzgruppe Valartis ging im vergangenen Jahr von 12 auf 9,7 Mio. Fr. zurück. Der Betriebsverlust (Ebit) vergrösserte sich von 3,6 auf 4,2 Mio. Fr. Unter dem Strich steht ein Verlust von 6,9 Mio. Fr., nach 1,8 Mio. im Vorjahr. Die Dividende soll von 0.20 auf 0.10 Fr. gesenkt werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Bossard: Die Aktionäre des Verbindungstechnikspezialisten Bossard (BOSN 148.8 0.2%) haben gestern an der Generalversammlung sämtliche Anträge genehmigt.


SMI-Markttechnik: Auf längere Pause einstellen

Der Swiss Market Index ist an einer technischen Hürde angekommen, deren Überwindung Zeit braucht. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Rohstoffe

Ölnachfrage wächst, das Angebot wird knapper

Am Montag notierte Brent (Brent 66.5 2.13%) auf fast 71 $ je Fass. Das ist der höchste Preis seit November 2018. Analysten von UBS (UBSG 11.425 1.2%) Wealth Management erwarten, dass sich der Preis über die nächsten Monate zwischen 70 und 80 $ je Fass bewegen wird. Die Situation am Ölmarkt werde dieses Quartal weiterhin von Knappheit gekennzeichnet sein.

Auf der Nachfrage- wie auch der Angebotsseite gibt es preisstützende Faktoren. Diesen Monat haben Frühindikatoren für die chinesische Konjunktur wie auch die Daten für den US-Arbeitsmarkt positiv überrascht. Eine gute Konjunktur heisst mehr Nachfrage nach Öl. Auf der Angebotsseite haben das Ölkartell Opec und seine Partnerländer, zusammen Opec+ genannt, die Förderung deutlich reduziert: UBS rechnet mit einem Rückgang um 1,6 Mio. Fass pro Tag im ersten Quartal. Gleichzeitig würden die Nicht-Opec-Länder USA, Brasilien und Kanada ihre Ölförderung nicht ausbauen.

Die letzten Entwicklungen weisen auf ein weiterhin knappes Angebot hin, glauben Analysten der Commerzbank (CBK 6.14 1.57%). In Libyen könnte die zuletzt gestiegene Ölproduktion durch den Vormarsch der Milizen gefährdet werden. Im Mai lassen die USA ihre Ausnahmen für die Sanktionen gegen den Iran auslaufen – dadurch werden die iranischen Ölausfuhren noch stärker begrenzt.