Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Asien

Die asiatischen Aktienindizes starten schwach in die Woche. Es dominiert die Unsicherheit über den nächsten Schritt im Handelskonflikt. Trotz staatlicher Stützungskäufe gibt der chinesische CSI 300 1,4% ab. In Tokio verliert der Nikkei 225 0,8%. Die Börse Hongkong bleibt geschlossen.

USA

Am Freitag hatten die Aktienkurse noch einmal die Kurve gekriegt. Zum Handelsschluss lagen die wichtigsten Indizes knapp im Plus, nachdem der US-Finanzminister nach der Erhöhung der Importzölle betont hatte, die Verhandlungen mit China seien konstruktiv verlaufen. Der Dow Jones Industrial schloss auf 25’942,37 Punkten und der breit gefasste S&P 500 auf 2881,4 Punkten, beide 0,4% höher als am Vortag. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann nur 0,1% auf 7916,94 Zähler.

Zu den grössten Verlierern zählten Uber Technologies, die am ersten Handelstag ihres IPO 7,6% unter dem Ausgabepreis notierten. Der Hersteller von Antivirussoftware Symantec verlor nach einer Gewinnwarnung 12,5%.


News Vorbörse Schweiz

Orascom:  Die Immobilienentwicklerin meldet die Rückkehr zur Profitabilität im ersten Quartal 2019. Die Orascom (ODHN 16 1.27%) Development Holding erwartet 1 Mio. Fr. Reingewinn bei einem um 32,4% höheren Umsatz von 74,1 Mio. Fr. Es sind die ersten schwarzen Zahlen seit 2015. Nach Minderheiten resultiert weiterhin ein Verlust von 1,9 Mio. Fr. Im Vorjahr waren es noch 7,2 Mio. Fr. Der Gewinn auf Stufe Ebitda stieg um 40,1% auf 20,6 Mio. Fr. Für das Gesamtjahr strebt die Unternehmensführung weiterhin einen Umsatz von 400 Mio. Fr. und einen bereinigten Ebitda von 74 bis 77 Mio. Fr. an. (Lesen Sie hier mehr.)

Hochdorf: Der Milchverarbeiter Hochdorf (HOCN 112.4 1.08%) gibt eine Gewinnwarnung heraus. Er rechnet mit einem deutlich schlechteren Halbjahresergebnis. Die Herausforderungen bei einigen in den letzten Jahren erworbenen Tochtergesellschaften seien grösser als zuvor angenommen, hiess es zur Begründung. Der neue Verwaltungsrat, der mit der Geschäftsleitung eine erste Standortbestimmung vorgenommen hat, stellt nun die gesamte Strategie in Frage. Sie soll bis Ende Juni «geschärft» werden. Danach werde über die Zukunftspläne und den Ausblick informiert. (Lesen Sie hier mehr.)

Panalpina: Die Frist für das Übernahmeangebot der dänischen DSV (DSV 595.2 0.47%) für das Schweizer Transportunternehmen Panalpina (PWTN 206 -2%) wird vom 28. Mai bis 26. Juni angesetzt. DSV behält sich das Recht vor, die Angebotsfrist gegebenenfalls zu verlängern. Wie angekündigt offeriert DSV auch im nun offiziell eingereichten öffentlichen Übernahmeangebot für jede Panalpina-Aktie 2,375 eigene Titel. (Lesen Sie hier mehr.)

Vifor: Das Pharmaunternehmen Vifor meldet für seinen Kaliumbinder positive Resultate aus einer klinischen Studie der Phase II. Dank der Kontrolle des Kaliumspiegels konnten Patienten eine gleichzeitige und anhaltende Spironolacton-Therapie machen. Oft ist das nicht möglich, weil mit der Zeit der Kaliumgehalt im Blut zu hoch ist und die Therapie gegen Bluthochdruck abgebrochen werden muss.

Roche: CEO Severin Schwan befürchtet, Europa könnte den Wettbewerb im Gesundheitswesen verlieren. In der Medikamentenentwicklung werde die Digitalisierung immer wichtiger, sagte er in einem Interview mit der «Schweiz am Wochenende». Die USA seien in dem Bereich überlegen. Auch China investiere massiv in Big Data und künstliche Intelligenz. In Europa stehe die Fragmentierung der Datensätze im Weg. Der Roche-CEO kritisiert etwa, dass in der Schweiz Patientendaten oft nur auf Papier und nicht in digitalisierter Form vorliegen.

Polyphor: Die Deutsche Bank (DBK 6.843 -1%) senkt das Kursziel drastisch von 68 auf 17 Fr. Das Biotech-Unternehmen hatte am Donnerstagabend gemeldet, dass es die Studien zu seinem Antibiotikum gegen Lungenentzündungen einstellt, weil es bei zu vielen Patienten starke Nebenwirkungen aufwies. Das Mittel war der Hoffnungsträger von Polyphor (POLN 12.66 -2.62%) und befand sich im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium von Phase-III-Studien. Der Aktienkurs ist am Freitag um rund die Hälfte eingebrochen. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In der Eurozone werden am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen, die monatliche Industrieproduktion und die deutsche Inflationsrate veröffentlicht. Am Mittwoch folgt das vorläufige deutsche Bruttoinlandprodukt. Am Freitag werden die definitiven Verbraucherpreise sowie die monatliche Inflationsrate publiziert.

In den USA werden am Dienstag die Import- und Exportstatistiken veröffentlicht. Am Mittwoch werden der Einzelhandelsumsatz sowie die Industrieproduktion des Monats April bekanntgegeben. Am Freitag wird der Index zum Konsumentenvertrauen der University of Michigan publiziert.

In der Schweiz werden am Dienstag die Produzenten- und Importpreise publiziert.

In China werden am Mittwoch die Industrieproduktion und der Einzelhandelsumsatz bekanntgegeben.