Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die Nachricht, US-Präsident Trump werde die Einführung von höheren Autozöllen wohl verschieben, hat an Wallstreet für Gewinne gesorgt. Der Leitindex Dow Jones ging mit einem Plus von 0,5% bei 25’648 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 schloss 0,6% höher auf 2851 Zählern, und der technologielastige Nasdaq nahm 1,4% auf 7503 Punkte zu.

Im Fokus standen Technologieaktien. Avancieren konnten die Titel von Apple (+1,2%), Alibaba (+1,6%), Netflix (+2,7%), Facebook (+3,1%) und der Google-Mutter Alphabet (+4%).

Asien

In Asien zeigen die Börsen ein gemischtes Bild. In China kann der Leitindex Shanghai Composite 0,3% gutmachen, und in Hongkong avanciert der Hang Seng 0,2%. Dagegen büsst in Südkorea der Kospi 0,9% ein, und in Japan gibt der Nikkei 225 0,7% nach.

Hier belastet der Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin den Markt, sagten Händler. Zudem drückten schwache US-Konjunkturdaten wie ein Umsatzrückgang bei den Einzelhändlern auf die Stimmung.


News Vorbörse Schweiz

Sunrise: Der Telekommunikationskonzern Sunrise (SRCG 71.9 1.2%) hat im ersten Quartal 447 Mio. Fr. Umsatz erwirtschaftet, 2,6% weniger als in der Vorjahresperiode. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) stieg 13,2% auf 158 Mio. Fr. Der Gewinn nahm auf 35 Mio. Fr. zu (Vj. 17 Mio. Fr.). Für 2019 erwartet Sunrise neu einen bereinigten Ebitda von 613 bis 628 Mio. Fr., ein Plus von 5 Mio. Am Umsatzziel von 1,86 bis 1,9 Mrd. Fr. wird festgehalten. Bei Eintreffen der Prognose für 2019 sollen 4.35 bis 4.45 Fr. Dividende entrichtet werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Alcon: Der Augenheilkundespezialist Alcon (ALC 58.75 1.12%) hat im ersten Quartal einen Umsatz von 1,78 Mrd. $ erwirtschaftet, was gemessen an der Vorjahresperiode einer Stagnation entspricht. Zu konstanten Wechselkursen resultierten +4%. Das operative Kernergebnis sank 8,2%  auf 314 Mio. $. Auf der Basis konstanter Wechselkurse will Alcon 2019 den Umsatz 3 bis 5% steigern. Die operative Kerngewinnmarge soll zwischen 17 und 18% erreichen, der effektive Kernsteuersatz soll 17 bis 19% betragen. (Lesen Sie hier mehr.)

Nestlé: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (NESN 102.24 0.73%) tritt in exklusive Verhandlungen ein mit einem Konsortium von EQT und einer Tochter der Abu Dhabi Investment Authority (Adia) für den Verkauf von Nestlé Skin Health zum Preis von 10,2 Mrd. Fr. Nestlé Skin Health erarbeitete 2018 einen Umsatz von 2,8 Mrd. Fr. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. (Lesen Sie hier mehr)

Roche: Genentech, eine Tochter des Pharmakonzerns Roche (ROG 278.85 1.29%), hat von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung erhalten für das Krebsmittel Venclexta in Kombination mit dem Mittel Gazyva für die Behandlung von Menschen mit bislang unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) oder kleinem lymphatischen Lymphom (SLL).

Implenia: Der Baukonzern Implenia (IMPN 27.76 -0.43%) erhält einen Auftrag im hohen zweistelligen Millionenbereich in Bad Homburg, Hessen. Mit der Auftragsgeberin Wüstenrot Haus- und Städtebau wurde ein zweistufiger Construction-Management-Vertrag für die Erstellung eines Wohnquartiers geschlossen. Die Arbeiten sollen Anfang 2020 beginnen, für Ende 2022 ist die Fertigstellung geplant.

LM Group: Die Online-Reiseagentur LM Group hat im ersten Quartal den Umsatz im Kerngeschäft gemessen an der Vorjahresperiode 14,9% auf 82,4 Mio. € gesteigert. Der Betriebsgewinn (Ebitda) nahm 122% auf 18,2 Mio. € zu. Der bereinigte Ebitda stieg 305% auf 15 Mio. €. Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Quartalsende auf 97,9 Mio. € (Ende 2018:  72,9 Mio. €).


SMI-Markttechnik: Erholung bis 9500/9600

Nach einem Abverkauf von knapp 500 Punkten hat der Swiss Market Index etwas Luft für eine Gegenbewegung. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Zinsen und Devisen

Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Restlaufzeit sind derzeit so stark gefragt, dass ihre Rendite am Mittwoch auf –0,12% gesunken ist, den niedrigsten Stand seit Oktober 2016. Das war weniger als in Japan mit –0,07%. Ein Grund ist, dass der Konjunkturausblick für die Eurozone derzeit extrem unsicher ist. Zwar ist die deutsche Volkswirtschaft im ersten Quartal dank der starken Bauwirtschaft und der Dienstleister um 0,4% gewachsen, doch schon warnen Ökonomen vor einem erneuten Schwächeanfall im laufenden Frühjahrsvierteljahr. «Im zweiten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft kaum wachsen, vielleicht sogar leicht schrumpfen», schreiben die Volkswirte der Commerzbank (CBK 6.208 1.82%) mit Blick auf die milde Witterung, die im Bau dazu geführt hatte, dass Projekte in den Winter vorgezogen wurden.

Der Franken wertet sich derzeit nicht nur wegen der unsicheren Konjunkturaussichten im Euroraum auf. Schien es vergangene Woche noch, als könnte er sich von der Verunsicherung abkoppeln, die der Handelsstreit bei Anlegern hinterlässt, sieht es Mitte Mai dann doch anders aus: Erstmals seit mehr als einem Monat verteuerte sich die Schweizer Devise so sehr, dass 1 € wieder weniger als 1.13 Fr. kostete.