Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die Einigung zwischen der US-Regierung und Mexiko im Zollstreit beflügelte die Börsen. Der Dow Jones Industrial stieg 0,3% auf 26’062,7. Das Tageshoch lag sogar bei 26’211. Der S&P 500 legte 0,5% auf 2886,7 zu, der technologielastige Nasdaq 100 rund 1,1% auf 7501,9.

Unter den Sektoren waren Chipaktien gefragt. Demgegenüber gaben Immobilien- und Versorgertitel nach.

Besonders zu reden gaben die Pläne des Flugzeug- und Rüstungskonzerns United Technologies, den Konkurrenten Raytheon zu übernehmen. Wie meistens in diesen Fällen verloren die Valoren des Bieters (–3%), während Raytheon 1% höher gehandelt wurden.

Asien

Auch die Börsen in Asien handeln heute Dienstag fester. Der breite MSCI AC Asia Pacific steht 1,1% höher auf 156. Der japanische Nikkei 225 notiert 0,3% fester auf 21’201,6. Unterstützung erhält der Markt vom schwächeren Yen, der die Exporte japanischer Unternehmen fördert. Ungeachtet politischer Unruhen bewegt sich der Hang Seng in Hongkong mit 0,8% auf 27’795,6 im Plus.


News Vorbörse Schweiz

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 279.05 2.23%) hat die Übernahmeofferte für das US-Unternehmen Spark Therapeutics erneut verlängert. Die Frist dauert nun bis 31. Juli, ursprünglich galt der 14. Juni als Stichtag. Die erneute Verzögerung ist darin begründet, dass die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) im Rahmen einer Second Request zusätzliche Unterlagen angefordert hat. Bis vergangenen Freitag wurden Roche erst gut 20% der Aktien angedient. Die Transaktion stösst bei Investoren auf Widerstand. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Beim Pharmakonzern Roche gibt es einige personelle Änderungen. Peter Voser (61), seit 2011 Mitglied des Verwaltungsrats, wird wegen seiner zusätzlichen Aufgabe als interimistischer CEO von ABB (ABBN 20.16 -0.1%) per Ende Juni aus dem Gremium zurücktreten. Zudem wurden neue Konzernleitungsmitglieder ernannt: Thomas Schinecker ersetzt den in den Ruhestand tretenden Michael Heuer, und Barbara Schädler rückt für Stephan Feldhaus nach, der das Unternehmen verlässt. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche hat von der US-Behörde FDA im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens eine Zulassung erhalten. Sie betrifft das Produkt Polatuzumab Vedotin-piiq, das nun unter dem Namen Polivy vermarktet werden soll. Es ist zugelassen für die Behandlung einer bestimmten Form von Blutkrebs.

LafargeHolcim: Der Zementkonzern LafargeHolcim (LHN 48.89 -1.03%) hat die Details für die Dividendenausschüttung in Form von Aktien bekanntgegeben. Demnach beträgt der Referenzpreis 49.01 Fr. Nach einem Abschlag von 8% liegt der Ausgabepreis bei 45.09 Fr. Aktionäre, die sich für das Geschäftsjahr 2018 für eine Dividende in Form von neuen Titeln entschieden haben, erhalten für 22,5 Valoren einen neuen Anteil. Um die Wahldividende auszuschütten, schafft der Konzern aus dem genehmigten Kapital rund 19,3 Mio. neue Papiere.

DKSH: Der Logistikkonzern DKSH (DKSH 48.96 -0.89%) arbeitet künftig mit dem Shanghai Institute of Technology (SIT) zusammen. Es soll ein gemeinsames Innovationszentrum für Lebensmittelanwendungen betrieben werden. Eine breite Palette an Ingredienzien der DKSH-Sparte Performance Materials soll auf die örtlichen Kundenbedürfnisse abgestimmt werden. Finanzielle Angaben wurden keine gemacht.

EFG International: Der Vermögensverwalter EFG (EFGN 6.26 -0.63%) International ergänzt sein Angebot um eine umfassende Multicustody-Plattform. Die neue Plattform werde zusammen mit der Softwarefirma AM-One, einer Tochtergesellschaft der Expersoft Systems, entwickelt. Dazu soll ein globales Fintech-Unternehmen mit Sitz in Zug gegründet werden. Das neue Angebot wird am 1. September gestartet.

Alpine Select: Die Beteiligungsgesellschaft Alpine Select (ALPN 13.8 0%) ist keine reine Investmentgesellschaft mehr. Sie hat von der Finanzmarktaufsicht Finma eine Lizenz als Vertriebsträger für kollektive Kapitalanlagen erhalten. Damit gilt das an der SIX kotierte Unternehmen nicht mehr als Investmentgesellschaft und wird das Börsensegment wechseln.

Cosmo: Das Pharmaunternehmen Cosmo (COPN 82.6 0.49%) ist mit dem US-Zulassungsantrag für das Mittel Remimazolam einen Schritt weiter. Die Zulassungsbehörde FDA hat die Einreichung der sogenannten New Drug Application (NDA) akzeptiert. Damit kann nun der eigentliche Überprüfungsprozess beginnen. Remimazolam ist ein sehr kurz wirksames intravenöses Benzodiazepin-Sedativ/Anästhetikum.

Molecular Partners: Beim Biotech-Unternehmen Molecular Partners (MOLN 15.32 1.06%) kommt es zu einem Wechsel im Management. Pamela Trail tritt per Anfang Juli nach rund einem Jahr im Amt als Forschungschefin zurück und wird durch Daniel Steiner ersetzt. Er ist schon heute als Senior Vice President of Research für Molecular Partners tätig.


SMI-Markttechnik: Mit Rückenwind bis 9850

Die anziehende Nachfrage könnte zu einem markttechnisch wichtigen Ausbruch des Swiss Market Index führen. Lesen Sie hier mehr.


Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In der Eurozone stand am Pfingstmontag die April-Industrieproduktion aus Italien auf der Tagesordnung. Die Gesamtzahlen für den Währungsraum veröffentlicht das Statistikamt Eurostat am Donnerstag. Zwischendurch erscheinen am Dienstag mit dem weniger bekannten Sentix-Konjunkturindex die ersten Umfrageergebnisse für Juni.

In den Vereinigten Staaten geben am Dienstag die Erzeugerpreise Aufschluss über den Preisdruck in der US-Wirtschaft. Einen Tag später folgen am Mittwoch die Verbraucherpreise, mit denen gewöhnlich die Inflation gemessen wird. Am Freitag kommen neue Zahlen zum Einzelhandelsumsatz und zur Industrieproduktion.

In Asien werden am Montag die Handelszahlen aus China erwartet. Am Mittwoch folgt die Volksrepublik mit Inflationszahlen, am Freitag veröffentlicht Peking den Einzelhandelsumsatz und die Industrieproduktion für den Mai. Ebenfalls am Freitag erscheinen neue Industriedaten in Japan.

Auf der Notenbankseite rückt die Türkei mit einer Zinsentscheidung am Mittwoch in den Fokus. Die Schweizerische Nationalbank gibt am Donnerstag eine neue Lagebeurteilung ab. Russlands Währungshüter kommen am Freitag zusammen.