Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

An den US-Aktienbörsen hat die Handelswoche am Montag getrieben von sinkenden Technologiewerten mit Verlusten begonnen. Der Dow Jones Industrial fiel um 0,4% auf 26’806,14 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,5% auf 2975,95 Punkte ab. Der technologielastige Nasdaq Composite verlor 0,8% auf 8098,38 Zähler.

Anleger blicken vorsichtig auf eine Reihe von Notenbankstatements des Federal Reserve in dieser Woche, die mehr Aufschluss über Zeitpunkt und Ausmass der absehbaren Zinssenkung geben sollten. Seitdem das US-Arbeitsministerium am Freitag einen soliden Jobaufbau im Juni veröffentlicht hatte, sind Hoffnungen unter Anlegern geschwunden, wonach das Fed Ende Juli einen grossen Zinsschritt von 0,5 Prozentpunkten beschliessen wird.

Asien

An den asiatischen Börsen setzt sich die abwartende Handelsstimmung der Anleger am Dienstag fort. Sie erwarten den Auftritt des Fed-Vorsitzenden Jay Powell am Mittwoch und Donnerstag vor dem US-Kongress.

In Tokio notiert der Nikkei 225 unverändert, der breiter gefasste Topix gibt 0,3% ab. Der Hang Seng in Hongkong verliert 0,8%, und Chinas Leitindex CSI 300 sinkt im späten Handel 0,6%. Der südkoreanische Kospi notiert 0,1% im Minus, und der australische S&P/ASX 200 fällt 0,3%.


News Vorbörse Schweiz

ABB: Die italienische Fimer wird das Solarwechselrichtergeschäft des Technikkonzerns ABB (ABBN 18.15 -0.82%) übernehmen. Betroffen sind 800 Mitarbeiter in 30 Ländern. Der Umsatz lag 2018 bei 290 Mio. $. ABB erwartet vom Geschäft eine Nachsteuerbelastung von 430 Mio. $ im laufenden zweiten Quartal. Drei Viertel der Belastung entstehen durch Barmittel, die ABB an Fimer bis zum Jahr 2025 zahlt. Die Ebita-Marge werde sich nach dem Geschäft 50 Basispunkte in Richtung des Zielkorridors von 15 bis 19% bewegen.

VP Bank: Per 1. Oktober wird Paul H. Arni CEO der VP Bank (VPBN 154.6 1.31%). Der 54-jährige Schweizer war zuletzt Leiter des Vermögensmanagements Schweiz bei der Deutschen Bank Schweiz.

Klingelnberg: Der Maschinenbauer Klingelnberg (KLIN 31.85 -1.39%) hat im Geschäftsjahr 2018/19 den Umsatz per Ende März 8,2% auf 278,2 Mio. € gesteigert, bei einem Gewinnplus von 35% auf 19,2 Mio. Der Generalversammlung wird eine Dividende von 1 Fr. aus Kapitalreserve vorgeschlagen. Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen den Umsatz halten, das Ergebnis falle voraussichtlich positiv aus, aber nicht so gut wie 2018/19.

Pargesa: Die Beteiligungsgesellschaft Pargesa (PARG 68.5 -1.15%) verhandelt über ihre Beteiligung Groupe Bruxelles Lambert (GBL) mit Webhelp über eine Übernahme. Der Unternehmenswert der Gesellschaft, die sich auf die Pflege von Kundenbeziehungen und das Management von Geschäftsprozessen spezialisiert hat, wird auf 2,4 Mrd. € taxiert. Eine Übereinstimmung soll bis August erzielt werden.

Addex: Das Pharmaunternehmen Addex erhält EU-Fördergelder in Höhe von 4,9 Mio. €.

Kühne + Nagel: Der Logistiker Kühne + Nagel (KNIN 138.7 -1.46%) startet zunächst in Thailand eine Plattform, auf der Kunden ihre Transportbedürfnisse mit den Frachtkapazitäten von Dienstleistern abstimmen können.

Panalpina: Wegen Kriegsrisiken verlangt der Logistikkonzern Panalpina (PWTN 219.6 0.27%) für Transporte durch die Strasse von Hormuz im Persischen Golf höhere Gebühren.

Kuros Biosciences: Die Biotech-Gesellschaft Kuros Biosciences (KURN 1.625 4.17%) hat mit Surgical Specialties eine Vertriebsvereinbarung für Australien und Neuseeland abgeschlossen.

Wisekey: Der Cybersicherheitsanbieter Wisekey (WIHN 2.25 -5.86%) wird Kryptopartner von Oracle (ORCL 53.01 -1.6%). Mithilfe der Schlüsselinfrastruktur von Wisekey können Daten sicher zur Oracle-Blockchain übertragen werden.


SMI-Markttechnik: weiterhin klare Tendenz

Der Swiss Market Index kommt vorerst auch durch kleinere Korrekturen nicht von seinem positiven Kurs ab. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Rohstoffe

Keine Spekulation auf den Ölpreis

Zum Wochenanfang kostet Rohöl der Sorte Brent über 64 $ je Fass. Das ist leicht mehr als am Freitag, aber zeitweise notierte der Ölpreis vergangene Woche über 65 $. Das Ölkartell Opec und seine Partnerländer wie etwa Russland haben vergangene Woche entschieden, die Drosselung der Ölförderung für neun Monate beizubehalten. Doch das war grossteils erwartet worden. Auch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran scheinen keine Rally am Ölmarkt auslösen zu können.

Gemäss Analysten der ING Bank weisen die neuesten Daten der Londoner Rohstoffbörse ICE darauf hin, dass nur wenig auf Brent spekuliert wird. Die Zahl der Kaufpositionen am Londoner Futures-Markt liegt im Saldo nun so tief wie zuletzt Anfang Februar. Die weiterhin schwelende Unsicherheit um den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die nach unten zeigenden Konjunkturindikatoren für viele Länder scheinen die Aussicht für die Ölnachfrage und damit den Ölpreis weiterhin stärker zu belasten.