Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die Anleger an den US-Aktienmärkten haben sich zu Wochenbeginn mit neuen Engagements sehr zurückgehalten. Immerhin konnten sämtliche Leitindizes erneut Rekordhochs erzielen. Mit den Geschäftszahlen der US-Grossbank Citigroup (C 63.48 3.52%) startete am Montag der Aufgalopp zur Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,1% bei 27’359,16 . Der breit gefasste S&P 500 legte um 0,02% auf 3014,3 zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,3% auf 7966,93.

Die Citigroup hatte im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Allerdings waren die Einnahmen in der Handelssparte erneut kräftig gesunken, und auch das klassische Investment Banking hatte geschwächelt. Die Papiere schlossen mit einem Minus von 0,1%. Der US-Chiphersteller Broadcom hat laut Medienberichten seine milliardenschweren Pläne zur Übernahme des Sicherheitssoftwareherstellers Symantec ad acta gelegt. Der Symantec-Aktienkurs stürzte um mehr als 10% ab.

Asien

China gab am Montag bekannt, dass es mit 6,2% im zweiten Quartal so langsam gewachsen ist wie zuletzt vor 27 Jahren. Die Börsen in Tokio hatten zu Wochenbeginn wegen eines Feiertages geschlossen.

Der Aktienmarkt in Japan hat am Dienstag nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei fiel bis zum Mittag um 0,7%. Der breiter gefasste Topix büsste 0,6% ein. Auch die chinesischen Aktien gaben erst leicht nach. Bis zum Mittag verzeichnete der Hang Seng dann ein leichtes Plus von 0,13%, während der Shenzhen Index unverändert notierte. Koreas Kospi vermochte im späten Handel um 0,22% zuzulegen. Die Aktien in Indien stiegen und wurden nur durch die Verluste der IT-Valoren gebremst. Der breite NSE Index konnte im späten Handel um 0,37% klettern. Die Papiere von Tata Motors stiegen um 2%.


News Vorbörse Schweiz

DKSH: Der Handelsdienstleister DKSH (DKSH 47.74 0.97%) verzeichnet im ersten Halbjahr einen 0,9% kleineren Umsatz von 5,6 Mrd. Fr. Vornehmlich wegen des Verkaufs von Healthcare-Geschäften in China verminderte sich der Betriebsgewinn 21% auf noch 110,7 Mio. Fr. Der Semesterüberschuss fiel auch wegen Restrukturierungen beinahe 30% auf 68,3 Mio. Fr. Das Unternehmen verpasste die Erwartung der Analysten deutlich. Das Management ist dennoch zuversichtlich, ein operatives Gesamtjahresergebnis auf Höhe der Vorjahreszahl zu erreichen. (Lesen Sie hier mehr.)

AMS: Der Mikrochiphersteller AMS (AMS 39.43 1.18%) beendet den Versuch, das deutsche Industrieunternehmen Osram (OSR 35.1 0.72%) Licht zu übernehmen. Dazu bestehe nach «Evaluierung jüngster Entwicklungen keine ausreichende Basis» mehr. Für Osram Licht bieten offenbar auch amerikanische Private-Equity-Fonds. Das AMS-Management teilte zudem mit, im operativen Geschäft eine sehr erfreuliche Dynamik zu verzeichnen. (Lesen Sie hier mehr.)

Schmolz + Bickenbach: Der Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach (STLN 0.3175 1.11%) meldet überraschend schlechte Zahlen. Nach vorläufiger Auswertung schwand im zweiten Quartal die Absatzmenge 16%, weshalb sich der Betriebsgewinn halbierte. Genaue Zahlen werden am 7. August bekannt gegeben. Das Management kürzt jetzt die Jahresprognose. Der Betriebsgewinn wird neu auf 130 bis 170 Mio. € geschätzt. Bislang wurden 190 bis 230 Mio. in Aussicht gestellt. (Lesen Sie hier mehr.)

Partners Group: Der Investmentanbieter Partners Group (PGHN 787.4 1.52%) steigerte die gegen Gebühr verwalteten Kundengelder im ersten Semester annualisiert 20% auf 79,8 Mrd. €. Brutto gingen 7,4 Mrd. € Neugeld zu. Für das gesamte 2019 rechnet das Management mit zusätzlichen brutto 13 bis 16 Mrd. € Kundenanlagen. Allerdings wird gleichzeitig von bis 7,5 Mrd. € Rückflüssen an die Kundschaft ausgegangen, weil frühere Fonds und Anlagemandate vertraglich auslaufen. (Lesen Sie hier mehr.)

Basellandschaftliche Kantonalbank: Die Basellandschaftliche Kantonalbank hat für das erste Halbjahr einen 5,5% niedrigeren operativen Gewinn von 77,8 Mio. Fr. ausgewiesen. Die Einnahmen stiegen weniger, als die Kosten zunahmen. Weil die Bank weniger in die Reserven buchte, stieg der Überschuss dennoch. Für 2019 rechnet das Management insgesamt mit einem Ergebnis auf Vorjahreshöhe. (Lesen Sie hier mehr.)

Zuger Kantonalbank: Die Zuger Kantonalbank (ZG 6100 -0.33%) schloss das erste Semester mit 3% niedrigerem Ertrag. Der Kostensatz verschlechterte sich deshalb leicht. Das Management bleibt zuversichtlich und erwartet für das gesamte 2019 einen Überschuss auf Höhe des Vorjahres. (Lesen Sie hier mehr.)

GAM: Der Vermögensverwalter GAM (GAM 3.428 1.9%) hat im Zuge der Auflösung des milliardenschweren Absolute Return Bond Fund alle Investments veräussert. Der Fonds war auf unterschiedlichste und teils illiquide Obligationenklassen ausgebreitet. Die Kunden haben im Verlauf der zurückliegenden Monate mehrere Teilbeträge bereits erhalten. Nunmehr sind gemäss GAM 100,5% des ursprünglichen Nettoinventarwerts ausgezahlt worden. (Lesen Sie hier mehr.)

SGS: Der Warenprüfkonzern SGS (SGSN 2363 1.72%) erwirbt für einen ungenannten Betrag die Forensic Analytical Laboratories, die an Standorten in Kalifornien und Nevada Prüfaufträge ausführt und rund 50 Mio. $ Einnahmen erzielt. Zudem hat SGS einen Kapitalanteil von 20% an Vircon Limited übernommen. Die Hongkonger Gesellschaft modelliert Daten zu Gebäude- und Infrastrukturkonstruktionen.


SMI-Markttechnik: stabil am ersten Korrekturziel

Die Gewinnmitnahmen stoppten vorerst am nächstgelegenen markttechnischen Stabilisierungsbereich des Swiss Market Index. Lesen Sie hier mehr.»


Ausblick Rohstoffe

Sturm stützt Ölpreis

Der Preis der Ölsorte Brent notiert zum Wochenanfang auf etwa 67 $ je Fass. Das ist etwas höher als vergangene Woche und über 7% höher als noch Anfang Monat. Aktuell beeinflusst ein Naturereignis den Ölmarkt. Im Golf von Mexiko sind über zwei Drittel der Förderung von Öl ausgesetzt. Grund ist der Tropensturm «Barry». Die US-Produktion ist damit um 1,4 Mio. Fass pro Tag reduziert. Zum Vergleich: Die kürzlich verlängerte Förderdrosselung der Opec und ihrer Partnerländer, einschliesslich Russlands, beziffert sich auf 1,2 Mio. Fass pro Tag.

Gemäss Analysten der Commerzbank ist damit zu rechnen, dass der Lagerbestand für Rohöl in den USA die fünfte Woche in Folge rückläufig ist. Das sollte den Ölpreis weiter stützen. Langfristig sieht es für die Notierungen von Rohöl angebotsseitig dagegen weniger gut aus. «Die Internationale Energieagentur erwartet für nächstes Jahr ein erneutes Überangebot am Ölmarkt», schreiben die Commerzbank-Analysten. Grund ist die steigende Produktion ausserhalb der Opec, besonders in den USA – das Ölkartell müsste die Förderung noch weiter reduzieren, wenn es diese Produktionssteigerung ausgleichen wollte.