Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Am New Yorker Aktienmarkt haben die Kurse am Donnerstag ihre Aufholjagd vom Vortag auf beeindruckende Weise fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial war mit einem Anstieg von 1,43% auf  26378,19 Punkte in guter Form. Der marktbreite Index S&P 500 machte seine in dieser Woche aufgelaufenen Verluste mit +1,88% auf 2938,09 Punkte ebenso vollständig wett wie der technologielastige Nasdaq 100 , der um 2,29% auf 7724,83 Zähler zulegte.

Die Terminkontrakte auf US-Aktien handelten allerdings nach Börsenschluss tiefer, nachdem die Besorgnis unter den Anlegern um einen Währungskonflikt zwischen den USA und China erneut aufkochte.

Asien

Dementsprechend starteten die asiatischen Börsen mit weniger Schwung. Die Aktien geben in Shanghai und Hongkong nach, klettern in Tokio und Seoul aber höher.

Der japanische Aktienindex Nikkei legt nach den guten Vorgaben an Wallstreet zu. Er handelt knapp 0,5% höher. Allerdings wurde die anfängliche Kauflaune durch den Bericht gebremst, wonach die USA die Erteilung von Lizenzen für den Netzwerkbauer Huawei verzögern. Der Hang Seng gibt 0,18% nach. Der südkoreanische Kospi kann sich vom Negativtrend der anderen grossen asiatischen Indizes lösen und handelt 1,05% höher.

Der Goldpreis steigt auf knapp 1506 $ pro Unze, so hoch wie zuletzt im Jahr 2013.


News Vorbörse Schweiz

Berner Kantonalbank: Im ersten Halbjahr konnte das Institut den Geschäftserfolg um rund einen Fünftel auf 79,7 Mio. Fr. steigern. Massgeblich dazu beigetragen hat die Auflösung von Wertberichtigungen aufgrund gesunkener Risiken. Ohne diesen Erfolg stieg der Geschäftserfolg um 2,3%. Der Druck auf die Zinsmargen bleibe aber hoch. Die Ausleihungen im Hypothekargeschäft der BEKB (BEKN 213.5 -1.61%) nahmen um 2,9% auf 22,2 Mrd. Fr. zu. Lesen Sie hier mehr.

Conzzeta: Der Verkauf der Glasbearbeitungssparte sorgt für einen kräftigen Gewinnsprung von 53% bei der Insdustriegruppe. Unter dem Strich blieben nach den ersten sechs Monaten 78,2 Mio. Fr. Die Aktionäre von Conzzeta (CON 864 -0.23%) sollen in Form einer Sonderdividende 62,1 Mio. Fr. erhalten. Operativ verlangsamt sich das Geschäft jedoch. Der Umsatz fiel um 9,7% auf 770,1 Mio. Fr. Bereinigt um die verkaufte Sparte sind es immer noch 5,6%. Lesen Sie hier mehr. 

Orell Füssli: Die Herstellerin von Banknoten, Verlegerin und Buchhändlerin hat im ersten Semester noch 115,2 Mio. Fr. umgesetzt (Vorjahr 127,5 Mio.). Orell Füssli (OFN 92.5 0.54%) erwartet weiterhin eine rückläufige Ertragssituation. Unter dem Strich gelang es ihr, einen Gewinn von 5,4 Mio. Fr. zu erzielen (Vorjahr -0,2 Mio. Fr.). Lesen Sie hier mehr. 

Aluflexpack: Nach dem Brand im französischen Werk Eliopack vermeldet der Verpackungskonzern Fortschritte bei den Reparaturarbeiten. Aluflexpack (AFP 22.2 0.45%) erwartet deren Abschluss für die zweite Hälfte August.

Santhera: Der Finanzchef des Pharmaunternehmens, Christoph Rentsch, verlässt Santhera (SANN 12.36 0.49%) per Ende Jahr. Die Suche nach einem Nachfolger sei eingeleitet, teilt die Gesellschaft mit.

Edelweiss: Die Fluggesellschaft annulliert nach einem Zwischenfall mit einer in Vancouver parkierten Airbus (AIR 118.2 -0.35%) A340 mehrere Flüge nach Kanada. Eine Boeing (BA 372.725 -0.59%) 787 touchierte mit ihrem Flügel das Heck der Edelweiss-Maschine. Es entstand erheblicher Sachschaden, verletzt wurde niemand. Die Passagiere der Lufthansa-Tochter konnten das Flugzeug auf normale Weise verlassen.


SMI: Keine hohen Ansprüche stellen

Der Swiss Market Index zeigt eine Bärenmarktrally, doch Anleger mit zu ehrgeizigen Erwartungen könnten enttäuscht werden. Lesen Sie hier mehr. 


Ausblick Unternehmen

Kommende Woche legt ein gutes Dutzend Industrieunternehmen Zahlen vor. Generell wird von Interesse sein, wie stark sich die Konjunkturabkühlung und die Verschärfung des Handelsstreits auf die Resultate und den Ausblick auswirken.

Den Anfang macht am Montag die Glarner Kantonalbank. In den Zahlen wird sich das schwierige, von den Tiefstzinsen geprägte Umfeld spiegeln.

Gleiches gilt für Bank Linth, die am Dienstag Halbjahreszahlen präsentiert. Gleichentags legen die Industriezulieferin Dätwyler, Drehmaschinenherstellerin Tornos und Gebäudezulieferin Arbonia Zahlen vor. Beim SMI-Konzern Swiss Life wird im Vordergrund stehen, inwiefern sich die Umsatzsteigerung durch die Übernahme des Vorsorgegeschäfts auf den Gewinn auswirkt.

Die Kommunikationsspezialistin Ascom publizierte bereits zu Beginn dieser Woche eine Gewinnwarnung und verkündete zugleich den Abgang von CEO Holger Cordes. Ob und wie die Umsatz- und Margenziele für 2019 angepasst werden, wird Präsidentin und Interims-Chefin Jeannine Pilloud am Mittwoch erläutern. Ebenfalls im Fokus steht Schindler. Die Aufzug- und Rolltreppenherstellerin dürfte trotz der Abschwächung in China ein solides Ergebnis vorlegen. Von der Fleischverarbeiterin Bell Food Group werden durchzogene Zahlen erwartet. Sie publizierte bereits im Juli eine Gewinnwarnung, weil die höheren Einkaufspreise in Folge der Schweinegrippe in China in Deutschland nicht an die Konsumenten weitergegeben werden konnten. Ebenfalls am Mittwoch legen Cham Group, Straumann und die VZ Holding Resultate vor.

Am Donnerstag wird Solarzulieferin Meyer Burger die Halbjahreszahlen präsentieren, nachdem sie bereits eine Umsatzwarnung publiziert und mitgeteilt hatte, unter anderem einen Verkauf des Unternehmens zu prüfen. Bei den Schwergewichten Geberit und Swisscom ist kein Spektakel zu erwarten. Zudem werden die Industrieunternehmen Comet, Phoenix Mecano, Cicor, Schweiter und Tecan über den Geschäftsgang informieren. Ebenso die St.Galler Kantonalbank und das Immobilienunternehmen PSP.

Windenergiezulieferin Gurit publiziert am Freitag den Abschluss. Von ihr werden dank der Dynamik im Kerngeschäft gute Zahlen erwartet.


Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In der Eurozone erscheint am Dienstag mit dem ZEW-Barometer einer der ersten Stimmungsindikatoren aus Deutschland und dem Euroraum für den August. Ausserdem werden die deutsche und spanische Inflationsrate veröffentlicht. Grossbritannien informiert über die Arbeitslosengeldbezüger und einen Tag später ebenfalls über die Inflationsrate. Am Mittwoch findet zudem in der Eurozone die zweite Lesung des  Bruttoinlandprodukts (BIP) für das zweite Quartal statt, zusammen mit dem BIP für die meisten Mitgliedsländer wie zum Beispiel Schwergewicht Deutschland.
Am selben Tag stehen die Veränderung der Erwerbsquote im Euroraum sowie die Industrieproduktionszahlen auf dem Programm. Am Freitag folgt die europäische Handelsbilanz.

Über die Schweizer Produzenten- und Importpreise erfahren wir am Donnerstag mehr.

In den Vereinigten Staaten werden am Dienstag die Inflationsrate und die Verbraucherpreise publiziert. Am Mittwoch folgen die Export- und Importpreise. Die Flut der Veröffentlichungen wird am Donnerstag erwartet, zu den am meisten beachteten gehören der Einzelhandelsumsatz sowie die Industrieproduktion. Am Freitag informiert die Universität Michigan über die Konsumneigung der Privathaushalte in den USA. Zudem verraten die Baubeginne und die Baugenehmigungen vom Juli etwas über die Aussichten der Bauwirtschaft in den USA.

In China werden am Mittwoch die Zahlen zur Industrieproduktion und sowie der Einzelhandelsumsatz veröffentlicht. Am Tag darauf informiert auch Japan über die Industrieproduktion. Interessant wird auch die Veröffentlichung der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in China am Freitag, diese  dürften im Juli erneut gestiegen sein.