Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Asien

Nach Sorgen über das Wiederaufflammen des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits starteten asiatische Wertpapiere zu Wochenbeginn mehrheitlich mit Verlusten, stabilisierten sich jedoch im Handelsverlauf. Die Krisenwährung Gold (Gold 1491.87 0.19%) verzeichnete Spitzenwerte, da der anhaltende Konflikt Befürchtungen nährte, die USA könnten in eine Rezession abrutschen.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong notierte am Montagmorgen praktisch unverändert bei 25’942 Punkten. In Festland-China konnte der Shanghai Composite 0,7% auf  2794,3 Punkte avancieren.

Australische Anteilsscheine, wie sie in den ASX-Indizes zusammengefasst sind, sanken im Schnitt um 0,3%, während sich die südkoreanischen Papiere im Kospi-Index nach Verlusten zum Ende vergangener Woche um 0,4% erholen konnten.

Die Märkte in Japan und Singapur blieben am Montag feiertagsbedingt geschlossen. Am Freitag schloss der Nikkei 225 bei 20’684 Punkten oder einem Plus von 0,4%.

USA

Nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag waren die Anleger am US-Aktienmarkt am Freitag wieder vorsichtiger. Der Dow Jones Industrial verlor 0,3% auf 26’287 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab 0,7% auf 2918,7 Punkte nach.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es zum Wochenschluss 1% auf 7646,3 Zähler zurück. Dort präsentierten sich Xilinx , Microchip Technology, LAM Research und Texas Instruments sehr schwach mit Verlusten von teils mehr als 5%.

Im Dow Jones (Dow Jones 26809.76 -0.03%) gehörten die Aktien von IBM (–2,8%) und Intel (–2,5%) zu den schlechtesten Werten. Am oberen Ende der Gewinnerliste standen die Papiere von McDonald’s (+1,4%) und Merck&Co. (+0,9%).

 

 


News Vorbörse Schweiz

ABB: Der Industriekonzern ABB (ABBN 18.475 0%) wird ab März von Björn Rosengren geführt werden. Der sechzigjährige Schwede ist derzeit Chef des Technologiekonzerns Sandvik (SAND 153.25 -0.71%). Er folgt auf Ulrich Spiesshofer, der vor kurzem als CEO zurückgetreten ist. Interimschef und Verwaltungsratspräsident Peter Voser wird im Verlauf des Tags an einer Telefonkonferenz weitere Angaben machen. (Lesen Sie hier mehr.)

AMS: Der an der SIX kotierte österreichische Chiphersteller konkretisiert den Plan zur Übernahme des deutschen Lichttechnikers Osram (OSR 38.19 -0.62%). AMS (AMS 43.48 -1.76%) will 38.50 € je Osram-Aktie bieten, rund 10% über einem  Konkurrenzangebot. Die Banken HSBC (HSBA 608.6 0.25%) und UBS (UBSG 11.07 -0.32%) gewähren eine Finanzierung von 4,2 Mrd. €. AMS will mit einer Kapitalerhöhung 1,5 Mrd. Fr. neue Eigenmittel beschaffen. Das Management rechnet vor, die Übernahme würde bereits im zweiten Jahr positiv zum Ergebnis beitragen. (Lesen Sie hier mehr.)

Elma: Die Elektronikgruppe Elma steigerte den Halbjahresumsatz 1,1% auf 73,3 Mio. Fr. Der Gewinn schwand von 2,4 Mio. auf 1,7 Mio. Fr. Da der Auftragseingang 14% vergrössert wurde, rechnet das Management mit besseren Werten im zweiten Halbjahr. Unternehmenschef Fred Ruegg wird 2020 in Pension gehen. Seine Nachfolge soll bis April gelöst sein. (Lesen Sie hier mehr.)

Glarner Kantonalbank: Die Bank meldet 13% höhere Semestereinnahmen von 41,3 Mio. Fr. Der Gewinn stieg 27% auf 14 Mio. Die Glarner Kantonalbank (GLKBN 31.5 0.96%) übertraf damit die Analystenschätzung. Das Hypothekarkreditvolumen wuchs 4,8%. Die für Kunden verwalteten Gelder vergrösserten sich 4,1%. (Lesen Sie hier mehr.)

Clientis: Die in der Clientis genannten Gruppe zusammengeschlossenen 15 Regionalbanken melden einen 3,8% höheren Betriebserfolg von 114,8 Mio. Fr. Die Kosten stiegen 1,7% auf 64,2 Mio. Fr. Der Gewinn nahm 6,8% auf 35,8 Mio. zu. Für das gesamte 2019 rechnet die Bankengruppe damit, dass die Werte deutlich über dem Vorjahresstand ausfallen werden. (Lesen Sie hier mehr.)


SMI-Markttechniker: Erholungspotenzial vorerst ausgeschöpft

Aus technischer Sicht ist beim Swiss Market Index bald wieder eine kleine Pause zu erwarten. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In der Eurozone erscheint am Dienstag mit dem ZEW-Barometer einer der ersten Stimmungsindikatoren aus Deutschland und dem Euroraum für den August. Ausserdem werden die deutsche und die spanische Inflationsrate veröffentlicht. Grossbritannien informiert über die Arbeitslosengeldbezüger und einen Tag später ebenfalls über die Inflationsrate. Am Mittwoch findet zudem in der Eurozone die zweite Lesung des  Bruttoinlandprodukts (BIP) für das zweite Quartal statt, zusammen mit dem BIP für die meisten Mitgliedsländer wie zum Beispiel Schwergewicht Deutschland.
Am selben Tag stehen die Veränderung der Erwerbsquote im Euroraum sowie die Industrieproduktionszahlen auf dem Programm. Am Freitag folgt die europäische Handelsbilanz.

Über die Schweizer Produzenten- und Importpreise erfahren wir am Donnerstag mehr.

In den Vereinigten Staaten werden am Dienstag die Inflationsrate und die Verbraucherpreise publiziert. Am Mittwoch folgen die Export- und Importpreise. Die Flut der Veröffentlichungen wird am Donnerstag erwartet, zu den am meisten beachteten gehören der Einzelhandelsumsatz sowie die Industrieproduktion. Am Freitag informiert die Universität Michigan über die Konsumneigung der Privathaushalte in den USA. Zudem verraten die Baubeginne und die Baugenehmigungen vom Juli etwas über die Aussichten der Bauwirtschaft in den USA.

In China werden am Mittwoch die Zahlen zur Industrieproduktion sowie der Einzelhandelsumsatz veröffentlicht. Am Tag darauf informiert auch Japan über die Industrieproduktion. Interessant wird auch die Veröffentlichung der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in China am Freitag, diese  dürften im Juli erneut gestiegen sein.