Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die US-Börsen konnten am Montag weiter zulegen. Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte 0,96% höher auf 26’135,79 Punkten. Der S&P 500 stieg 1,21% auf 2923,65 Punkte. Der Technologieindex Nasdaq 100 gewann 1,52% auf 7719,32 Punkte.

Das Kosmetikunternehmen Estée Lauder (+12,5%) avancierte dank eines überraschend hohen Gewinns.

Im Nasdaq 100 war das chinesische Internetunternehmen Baidu (+7,8%) der beste Einzelwert. Nachbörslich legte der Titel 8,8% zu. Die Quartalszahlen fielen besser als erwartet aus. Die auch am Nasdaq kotierte chinesische Videostreamingplattform iQIY (+5,9%) sank dagegen wegen enttäuschender Quartalszahlen nachbörslich um 9,3%.

Auf Sektorebene haben sich defensive Werte wie Immobilienfonds (REIT) und Versorger relativ schwach entwickelt. Dagegen legten Energievaloren stärker zu.

Asien

Auch die asiatischen Börsen notierten am Dienstag mehrheitlich höher. Der japanische Leitindex Nikkei (+0,5%) und der marktbreite Topix (+0,7%) stiegen. Der koreanische Kospi notiert 1% höher. Dagegen zeigten sich der Shanghai Composite und der Hang Seng in Hongkong so gut wie unverändert.

Die unsichere Lage in Hongkong, insbesondere wegen der anhaltenden Proteste, macht Immobilienunternehmen wie Sun Hung Kai Properties (–1,7%), Country Garden Holdings (–1,2%) und Wharf Real Estate (–1,1%) zu schaffen.


News Vorbörse Schweiz

Implenia: Der Baukonzern Implenia (IMPN 39.1 -0.05%) hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 2,18 Mrd. Fr. verzeichnet, 2,8% weniger als im Vorjahr. Auf Stufe Ebit sank der Gewinn von 27,2 auf 11,4 Mio. Fr. Das Konzernergebnis sank auf 0,5 Mio. Fr., nach einem Gewinn von 8,9 Mio. im Vorjahr. Die Erwartungen der Analysten beim Umsatz wurden übertroffen, beim Gewinn jedoch verfehlt. (Lesen Sie hier mehr.)

Bellevue Group: Die Finanzgruppe Bellevue (BBN 22 0%) trennt sich von der Banktochter. Käuferin ist die luxemburgische Privatbankengruppe KBL. Sie übernimmt die Belegschaft und den Kundenstamm mit verwalteten Vermögen von rund 1,7 Mrd. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Luzerner Kantonalbank: Die Bank hob den Semestergewinn 0,7% auf 100,5 Mio. Fr. an. Die betreuten Kundenvermögen stiegen 6% auf 30,4 Mrd. Fr. Das Management der Luzerner Kantonalbank (LUKN 405.5 -0.61%) ist optimistisch und stellt für das gesamte Jahr kräftigere Gewinnzahlen in Aussicht. Es startet mit der Strategieüberarbeitung für die Jahre bis 2025. (Lesen Sie hier mehr.)

Thurgauer Kantonalbank: Die Bank erreichte einen 1% geringeren Semestergewinn von 72,2 Mio. Fr. Die Leitung der Thurgauer Kantonalbank rechnet für das gesamte Jahr mit weniger operativem Gewinn als 2018. (Lesen Sie hier mehr.)

Hochdorf: Der Milchverarbeiter Hochdorf (HOCN 80.1 -1.72%) schrieb im ersten Halbjahr auf Stufe Ebit einen Verlust von 52,4 Mio. Fr., im Vorjahr wurde auf dieser Stufe noch ein Gewinn von 2,9 Mio. Fr. erreicht. Der Reinverlust beträgt 63,6 Mio. Fr., im Vorjahr lag er noch bei 2,2 Mio. Fr. Der Umsatz verringerte sich um 14% auf 242,9 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Meier Tobler: Der Gebäudetechnikspezialist Meier Tobler (MTG 14.5 -1.09%) steigerte im ersten Semester den Gewinn auf Stufe Ebitda um 14% auf 11,8 Mio. Fr. Die Ebitda-Marge nahm von 4,2 auf 5% zu. Auf Stufe Ebit lag der Gewinn bei 5,6 Mio. Fr. Im Vorhalbjahr wurde noch ein Ebit-Verlust von 0,7 Mio. Fr. verzeichnet. Der Konzerngewinn betrug 0,3 Mio. Fr., nach einem Verlust von 7,3 Mio. Fr. im ersten Halbjahr 2018. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2%. (Lesen Sie hier mehr.)

Basilea: Das Biopharmaunternehmen steigerte die Semestereinnahmen 5,5% auf 63,2 Mio. Fr. Die Kosten blieben stabil. Die Ertragslage verbesserte sich deshalb. Die Rechnung schloss mit 15,4 Mio. Fr. Semesterverlust, nach 22,5 Mio. Fehlbetrag im Vorjahr. Basilea (BSLN 40.22 -1.76%) erwartet für 2019 ein operatives Minus von 22 bis 27 Mio. Fr. Der Kapitalverbrauch wird auf 60 bis 65 Mio. Fr. veranschlagt. (Lesen Sie hier mehr.)

VP Bank: Die liechtensteinische VP Bank (VPBN 154 -0.65%) steigerte den Halbjahresgewinn 20,5% auf 35,3 Mio. Fr. Sie erzielte mehr Einnahmen und verringerte zugleich die Kostenquote. Die für Kunden betreuten Vermögen weiteten sich von 41,5 auf 45,6 Mrd. aus. Verwaltungsratsmitglied Florian Marxer legt sein Mandat nieder. Für ihn wird Ersatz gesucht. Jahresziele gibt das Management keine bekannt. (Lesen Sie hier mehr.)

Huber+Suhner: Das Industrieunternehmen Huber+Suhner (HUBN 64 0.79%) meldet für das erste Semester einen 5,6% niedrigeren Umsatz von 447,3 Mio. Fr. Der Auftragseingang schmolz 13%. Das Management kassiert die Umsatzprognose und erwartet anstelle eines stabilen Jahresumsatzes jetzt rund 5% weniger Einnahmen bei jedoch gehaltener Gewinnmarge. (Lesen Sie hier mehr.)

Komax: Der Maschinenhersteller berichtet von einem 14% kleineren Semesterumsatz von 203,3 Mio. Fr. Der Gewinn sank 62% auf 10,7 Mio. Die Führung von Komax (KOMN 210.8 0.57%) stellt in Aussicht, im zweiten Jahresteil besser abzuschneiden. Für die kommenden Jahre wird gar viel Wachstumspotenzial ausgemacht. (Lesen Sie hier mehr.)

Schlatter: Das Industrieunternehmen bucht einen 2% höheren Semesterumsatz von 54,7 Mio. Fr. Der Überschuss fiel jedoch von 1,8 auf 1,4 Mio. Fr. Der Bestellungseingang brach ein Viertel auf 43,1 Mio. Fr. ein. Schlatter (STRN 37.2 0%) kappt die im März veröffentlichte Jahresprognose. Das Segment Schweissen arbeite rentabel, doch der Bereich Weben verharre in der Verlustzone, schreibt das Management. (Lesen Sie hier mehr.)

Orascom: Der Immobilienentwickler Orascom (ODHN 14.86 1.23%) weitete den Semesterumsatz 43% auf 223 Mio. Fr. aus. Die Ertragslage besserte sich, denn der Verlust wurde auf 1,6 Mio. Fr. eingedämmt, nach 16,7 Mio. Fr. im Vorjahr. Das Management ist zuversichtlich, im Gesamtjahr über 400 Mio. Fr. Umsatz zu erreichen. Dazu soll beitragen, dass Immobilienobjekte für mindestens 445 Mio. Fr. verkauft werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Medartis: Der Medizinaltechnikspezialist Medartis (MED 39.8 -2.45%) steigerte im ersten Halbjahr den Umsatz um 6% auf 64,5 Mio. Fr. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda sank um 3% auf 8,7 Mio. Der Reingewinn fiel von 4 Mio. im ersten Halbjahr 2018 auf nur noch 0,7 Mio. Fr. Das Management teilte mit, für das Gesamtjahr kein zweistelliges Umsatzwachstum mehr zu erwarten. (Lesen Sie hier mehr.)

Kuros: Das Biotech-Unternehmen Kuros Biosciences (KURN 2.63 1.94%) steigerte den Umsatz im ersten Semester von 0,025 auf 0,91 Mio. Fr. Der Verlust beläuft sich wie im Vorhalbjahr auf 5,2 Mio. Fr. Die Produktentwicklung läuft gemäss Management nach Plan. (Lesen Sie hier mehr.)


SMI-Markttechnik: Alles über 9900 wird schwieriger

Das kurzfristige Kursziel hat der Swiss Market Index erreicht, nun steigen die technischen Herausforderungen. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Rohstoffe

Geopolitik treibt Ölpreis

Zum Wochenanfang notieren die Preise für Rohöl höher. Öl der Sorte Brent kostet 59 $ je Fass, 0,8% mehr als am Freitag. Der Preis liegt damit aber immer noch mehr als 20% unter dem Jahreshoch von Ende April.

Jemenitische Huthi-Rebellen haben ein Ölfeld in Saudi-Arabien per Drohne attackiert. Die Ölförderung wurde nicht unterbrochen. Aber die Risiken für die Förderung sind ins Bewusstsein der Anleger gerückt.

Die USA sind damit gescheitert, einen iranischen Öltanker in Gibraltar festzuhalten. Trotzdem wird das Öl wohl keinen Abnehmer finden: Wer das Öl übernehme, sei US-Sanktionen ausgesetzt. Wohl auch wegen der Sanktionen gegen den Iran ist die Opec-Produktion im Juli zurückgegangen. Die Opec produziert so wenig Öl wie zuletzt im November 2018.

Ole Hansen, Analyst der Saxo Bank, sieht aber trotz aller geopolitischen Einflüsse weiterhin den Handelskrieg und die damit verbundenen Konjunkturerwartungen als wichtigsten Treiber für den Ölpreis: «Ein fortgesetzter Handelskrieg könnte den Ölpreis auf 50 $ senken. Bewegung hin zu einer Lösung könnte ihn 5 bis 10 $ steigen lassen.»