Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Im Vorfeld des US-Zinsentscheids am Mittwoch, an dem die Notenbank Fed den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt hat, tendierten die US-Börsen schwach, konnten den Handel aber positiv abschliessen.

An der Wallstreet legte der Leitindex Dow Jones Industrial schlussendlich leicht zu. Er gewann 0,1% auf 27’147,1 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 0,1% auf 8177,4 Punkte ab. Der breit gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 3006,7 Punkten.

Die Gewinner im Dow Jones (Dow Jones 28036.22 0.11%) waren die Banktitel JPMorgan (+1%) und die Tech-Aktien von Apple (+0,9%). Die Valoren des Chemiekonzerns Dow (–1%) und des Baumaschinenherstellers Caterpillar (–0,8%) standen am Ende des Börsentableaus.

Asien

An den asiatischen Börsen hat die Zinssenkung der US-Notenbank Fed die Kurse am Donnerstag beflügelt. In Japan notierte der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei 1,1% stärker bei 22’183 Punkten, nur knapp unter dem im August erreichten Jahreshoch von 22’362 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 1,5% auf 1624 Zähler.

Der Hang Seng in Hongkong machte die positive Bewegung nicht mit, er notiert 1,1% tiefer auf 3566 Punkten. In Festlandchina handelt der  CSI 300 praktisch unverändert bei 3910 Punkten, während in Südkorea der Kospi in Seoul 0,2% auf 2075 Punkte zulegen konnte.

SMI
10'403.8
+0.55%
3'722.9
+0.48%
Dax
13'315.9
+0.82%
28'036.2
+0.11%
8'328.5
+0.16%
23'292.7
-0.53%
1.0964
+0.09%
0.9905
+0.12%
1.1067
-0.04%
1'467.64
-0.26%
62.27
+0.16%
8'134.00
-0.52%

News Vorbörse Schweiz

Novartis: Sandoz, die Tochtergesellschaft des Pharmakonzerns Novartis (NOVN 89.53 0.37%), stoppt gemäss Agenturberichten den Vertrieb eines Medikaments gegen Sodbrennen. Es handle sich um eine vorbeugende Massnahme, nachdem im Medikament des Konkurrenten Sanofi im gleichen Wirkstoff Ranitidin Verunreinigungen festgestellt wurden.

ABB: Das Technologieunternehmen ABB (ABBN 21.86 0.28%) arbeitet künftig mit dem chinesischen Konzern Huawei im Bereich der künstlichen Intelligenz zusammen. ABB will zudem das Cloud-Angebot von Huawei zur Verarbeitung der Daten der eignen Kunden nutzen.

Clariant: Wegen Verstosses gegen die Ad-hoc-Vorschriften wird der Chemiekonzern Clariant (CLN 20.88 0.43%) von der Schweizer Börse SIX mit 750‘000 Fr. gebüsst. Tage vor der Bekanntgabe der geplanten Fusion mit Huntsman am 22. Mai 2017 hatte das Unternehmen dem Schweizer Fernsehen «potenziell kursrelevante Informationen» gegeben, die dann während des laufenden Handels ausgestrahlt wurden. (Lesen Sie hier mehr.)

BKW: Das Energieunternehmen BKW (BKW 72.5 0.14%) übernimmt Swisspro. Das Unternehmen mit Sitz in Urdorf (ZH) entwickelt Gebäudeautomationslösungen und erzielte 2018 mit 1100 Mitarbeitern einen Umsatz von 210 Mio. Fr. Swisspro soll als Marke erhalten bleiben. (Lesen Sie hier mehr.)

SHL: Der Telemedizinanbieter SHL Telemedicine (SHLTN 5.8 0.87%) präsentiert für das erste Halbjahr ein schlechteres Ergebnis als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sinkt von 20,1 auf 19,8 Mio. $. Der Gewinn fällt von 8,7 auf 4 Mio. $. (Lesen Sie hier mehr.)

MCH: Die Messebetreiberin MCH Group (MCHN 28.9 0.35%) prüft den Verkauf ihres Bereichs Live Marketing Solutions. Die Tochter bietet unter anderem Strategieberatung und den Bau von Messepavillons an. Sie trug 2018 rund 40% zum Umsatz des Unternehmens bei. (Lesen Sie hier mehr.)

Acronis: Für das Schweizer IT-Sicherheitsunternehmen Acronis ist der Börsengang eine Option. Die Möglichkeit werde nicht ausgeschlossen, sagte Acronis-Chef Serguei Beloussov der Nachrichtenagentur Reuters. Gemäss der jüngsten Finanzierungsrunde sei das Unternehmen mit 1 Mrd. $ bewertet.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 19.09.2019

Wichtige Ereignisse
vom 19.09.2019

SCHWEIZ
07:00   SHL: Ergebnis H1
08:00   EZV: Aussenhandel/Uhrenexporte August 2019
09:30   SNB: Geldpolitische Lagebeurteilung
Sonstige Termine
Investora - Die Schweizer Aktienkonferenz (2. Tag), Zürich
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:30 DEU Rocket Internet, Q2-Zahlen
10:00 DEU Landgericht Hamburg verhandelt Streitfall zwischen
P+S-Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann und
KPMG-Wirtschaftsprüfern, Hamburg
10:00 IRL Ryanair, Hauptversammlung
- Ohne genaue Zeitangabe
GBR: Next, Halbjahreszahlen
ITA: Juventus Football Club, Jahreszahlen
USA: Nike, Hauptversammlung
Termine Konjunktur
10:00 EUR EZB Leistungsbilanz 07/19
10:00 ITA EZB Leistungsbilanz 07/19
10:00 NOR Notenbank-Entscheidung
10:30 GBR Einzelhandelsumsatz 08/19
12:00 DEU ESM-Chef Regling und EZB-Direktor Coeure nehmen an Veranstaltung
in Frankfurt teil
13:00 GBR Notenbankentscheidung
14:30 USA Leistungsbilanz Q2/19
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 USA Leading Index Conference Board 08/19
16:00 USA Wiederverkäufe Häuser 08/19
DEU/FRA: Deutsch-französischer Finanz- und Wirtschaftsrat tagt in Paris
FRA: OECD-Zwischenbericht über Wirtschaftsaussichten
JPN: Japanische Zentralbank gibt Beschluss zur Geldpolitik bekannt, Tokio
- Sonstige Termine
09:30 DEU Dritter Verhandlungstag im ersten "Cum-Ex"-Strafprozess
09:00 DEU BGH verhandelt Klage einer Krankenkasse nach Brustimplantate-Skandal
beim französischen Hersteller PIP
10:00 DEU Streit zum zweiten Mal vor dem BGH: Wann dürfen Händler mit dem
"Öko-Test"-Label werben?, Karlsruhe

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Trotz Konsolidierung aufwärts

Der bisherige Korrekturverlauf stört den steigenden Trend des Swiss Market Index nicht. Auch eine Ausweitung der Gewinnmitnahmen hätte zunächst kaum Folgen. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Zinsen und Devisen

Wenn die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 5490 3%)) am Donnerstag über den Leitzins entscheiden wird, dürfte wohl nichts passieren. So jedenfalls die Erwartungen an den Finanzmärkten, wie sie sich aus Terminkontrakten ablesen lassen. Dabei hatten Anleger Anfang September noch damit gerechnet, dass die SNB den Leitzins von –0,75 auf –0,93%, gleich um 18 Basispunkte, senken würde. Kurz nach der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 12. September waren es aber weniger als 10 Basispunkte – was darauf hindeutet, dass keine Zinssenkung mehr erwartet wird.

Nach der Zinssitzung der EZB notierten die Renditen vieler deutscher Bundesanleihen weniger weit im Minus. Das lag zum einen daran, dass Anleger wohl etwas enttäuscht reagierten auf das anfängliche Volumen der Anleihenzukäufe – 20 Mrd. € –, die die EZB wieder aufnehmen will. Zum anderen stiegen die zweijährigen Renditen in Deutschland, weil Anleger den Effekt der neuen Staffelzinsen offenbar so einschätzen, dass sie wie eine Zinserhöhung wirken. Das liegt daran, dass der durchschnittliche Satz auf die Einlagen der Banken durch Freibeträge von –0,36 auf –0,26% steigt.

Unklar ist, welche Auswirkungen dies auf den Geldmarktzins für Übernachtkredite am Interbankenmarkt haben wird. Denn offiziell wurde der Einlagensatz von –0,4 auf –0,5% gesenkt. Da die Freibeträge der EZB für die Banken erst ab 30. Oktober gelten, kann die SNB also noch abwarten, ob sie mit Zinssenkungen reagieren soll oder es bei Eingriffen am Devisenmarkt belassen sollte. Vergangene Woche hatte sie nach zwei Wochen Pause wieder damit begonnen. Offenbar mit Erfolg: Am Mittwoch schwächte sich der Franken so weit ab, dass der Euro erstmals seit Juli wieder mehr als 1.10 Fr. kostete.