Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Börsen wurden am Mittwoch nach Avancen der Vortage ausgebremst. Spannungen zwischen den USA und China aufgrund der Krise in Hongkong lassen eine Einigung im Handelsstreit der beiden Länder unwahrscheinlicher werden. Der Einzelhandelsumsatz in den USA ging im September zum ersten Mal seit sieben Monaten zurück.

Der Leitindex Dow Jones verlor 0,8% auf 27’002 Punkte, der breite S&P 500 fiel 0,2% auf 2990 Zähler, und der technologielastige Nasdaq schloss 0,3% tiefer auf 7920 Punkten.

Aufgrund positiver Quartalsergebnisse waren Bank of America (+1,5%) und United Airlines (+2%) gesucht. Am Ende der Kursliste standen nach negativen Analystenkommentaren die Aktien des Softwareanbieters Workday (–11%).

Asien

Die Furcht vor einem weltweiten Wirtschaftseinbruch aufgrund des US-chinesischen Handelsstreits sorgte auch an den asiatischen Börsen für Zurückhaltung bei den Anlegern.

In Japan, an der grössten Börse der Weltregion, verliert der Leitindex Nikkei 500 rund 0,2%. In China stagniert der Leitindex Shanghai Composite, und in Südkorea handelt der Kospi mit Verlusten (–0,3%). In Hongkong avanciert der Hang Seng dagegen 0,7%.

9'831.0
-3.67%
3'329.5
-3.66%
11'890.4
-3.86%
25'409.4
-1.39%
8'461.8
+0.3%
21'143.0
-3.67%
1.0643
-0.1%
0.9653
-0.37%
1.1029
+0.29%
1'586.03
-3.59%
50.51
-2.15%
8'789.43
-5.78%

News Vorbörse Schweiz

Nestlé: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (NESN 98.85 -2.86%) hat in den ersten neun Monaten 68,4 Mrd. Fr. umgesetzt. Das organische Wachstum erreichte 3,7%, addiert aus 3% Mengenwachstum und 0,7% Preiserhöhungen. Im dritten Quartal wuchs das Unternehmen 3,5%. Der Ausblick auf das Gesamtjahr – ein organisches Plus von rund 3,5% und eine operative Ergebnismarge von 17,5% oder höher – wurde bestätigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Nestlé: Der Verwaltungsrat von Nestlé hat beschlossen, im Zeitraum von 2020 bis 2022 bis zu 20 Mrd. Fr. an die Aktionäre auszuschütten. Dazu wird voraussichtlich ein Aktienrückkaufprogramm ab Januar 2020 aufgelegt. Auch Sonderdividenden sind denkbar. Der Konzern hat aus dem Verkauf von Nestlé Skin Health 10,2 Mrd. Fr. eingenommen.

GAM: Die Vermögensverwalterin GAM (GAM 3.23 -2.89%) hat ein schwieriges drittes Quartal hinter sich. Die verwalteten Vermögen der Gruppe gingen leicht, von 136,1 auf 135,7 Mrd. Fr., zurück. Im Bereich Investment Management kam es zu Nettoabflüssen von 1,4 Mrd. Fr. Das Unternehmen geht für 2019 weiterhin von einem niedrigeren operativen Gewinn vor Steuern aus. (Lesen Sie hier mehr.)

Inficon: Der Spezialist für Vakuuminstrumente und Sensortechnologie Inficon (IFCN 673.5 -4.67%) hält die Prognose für das Gesamtjahr aufrecht. Im dritten Quartal sank der Umsatz im Vorjahresvergleich 8,1% auf 93,2 Mio. $ (zum Vorquartal: –3,5%) . Der Betriebsgewinn (Ebit) liegt mit 16,3 Mio. $ rund 19% unter Vorjahr, übertrifft aber die 15,8 Mio. $ des Vorquartals. (Lesen Sie hier mehr.)

Aevis Victoria: Die Hotel- und Klinikgruppe Aevis (AEVS 13.3 -1.48%) Victoria übernimmt die Seiler-Hotels in Zermatt. Die Aktionäre von Seiler & Partenaires haben 98,75% des Kapitals in einem Übernahmeangebot angedient. Zu den Seiler-Hotels gehören das Luxushotel Mont Cervin Palace und das Boutique-Hotel Monte Rosa.

Alpiq: Der Stromkonzern Alpiq (ALPH 70 0%) will seine Aktien in naher Zukunft von der Börse nehmen, auch wenn die Ankeraktionäre im Rahmen eines Kaufangebots den angepeilten Anteil von 90% knapp nicht erreicht haben. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, bei der SIX Swiss Exchange die Dekotierung zu beantragen. (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 17.10.2019

Wichtige Ereignisse
vom 17.10.2019

Schweiz
07:00   GAM: Q3 2019 Interim Management Statement
07:00   Inficon: Ergebnis Q3 (Conf. Call 09.30 Uhr)
07:15   Nestlé: Umsatz 9 Mte (Conf. Call 14.00 Uhr)
08:00   EZV: Aussenhandel/Uhrenexporte September/Q3 2019
International
TERMINE UNTERNEHMEN
07:00 SWE Ericsson, Q3-Zahlen
07:00 SWE Tele2 AB, Q3-Zahlen
07:30 DEU Zooplus, Q3-Umsatz
07:30 FIN Elisa, Q3-Zahlen
07:30 FRA Pernod Ricard, Q1-Umsatz
08:00 NLD Unilever, Q3 Trading Update
13:00 USA Philip Morris, Q3-Zahlen
13:00 USA Morgan Stanley, Q3-Zahlen
17:45 FRA Vivendi, Q3-Umsatz
18:00 FRA Accor, Q3-Umsatz
TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE
DEU: Ceconomy, AR-Sitzung berät über Ablösung von Ceconomy-Chef Werner
FRA: Faurecia, Q3-Umsatz
FRA: Rexel, Q3-Umsatz
GBR: Rentokil Initial, Q3 Trading Update
SWE: Telia Company AB, Q3-Zahlen
USA: Honeywell International, Q3-Zahlen
TERMINE KONJUNKTUR
08:00 DEU Auftragsbestand Verarbeitendes Gewerbe 08/19
08:00 DEU Baugenehmigungen 01 - 08/19
10:00 ITA Handelsbilanz 08/19
10:30 GBR Einzelhandelsumsatz 09/19
14:00 POL National Bank of Poland Zinsentscheid
14:30 USA Baubeginne- und genehmigungen 09/19
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Philly Fed Index 10/19
15:15 USA Industrieproduktion 09/19
15:15 USA Kapazitätsauslastung 09/19
17:00 USA Energieministerium Ölbericht (Woche)
20:00 USA Chicago-Fed-Präsident Evans hält eine Rede
20:00 USA Fed-Gouverneurin Bowman hält eine Rede
22:20 USA New-York-Fed-Präsident Williams hält eine Rede
USA: Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank.
- Sonstige Termine
09:00 DEU Bundestag u.a. mit Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel
14:00 DEU Vorstellung der Herbstprojektion der Bundesregierung
EUR: Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs, Brüssel

(Quelle: AWP)

Ausblick Zinsen und Devisen

An den Anleihenmärkten setzt sich die Hoffnung fest, dass es im Brexit und im Handelskonflikt bald eine Lösung gibt. So endete bereits Anfang der vergangenen Woche die Seitwärtsbewegung bei Schweizer und deutschen Staatstiteln. Die Renditen zehnjähriger Bundesobligationen sind seitdem in beiden Ländern jeweils um 0,19 Prozentpunkte gestiegen: auf –0,58% für «Eidgenossen» und –0,39% für die deutschen Papiere. Die Staatsanleihen machten damit die panikartige Kaufwelle vom August wett, die die Verzinsung extrem gedrückt hatte.

Die Zinserholung, die mit steigenden Inflationserwartungen einherging, könnte jetzt aber zu Ende gehen. Der Schweizer Swapsatz, der vor allem für den Markt von Unternehmensanleihen wichtig ist, ist in der Laufzeit von fünf Jahren wieder auf ein Niveau gestiegen, das zuletzt Ende Mai gesehen wurde. Bei Zins-Swapgeschäften tauschen Marktteilnehmer Zinsströme mit unterschiedlicher Laufzeit ohne Bonitätsrisiko, sie gelten daher als besserer Indikator für das risikolose Zinsniveau eines Landes, weil sie weniger durch Nachfrageeffekte am Staatsanleihenmarkt verzerrt sind.

Auch am Devisenmarkt sah es bis zuletzt wieder besser aus: «Die Zuversicht im Brexit-Streit stimmt die Märkte positiv und lässt den Franken purzeln», schreibt die St. Galler Kantonalbank (SGKN 442 -3.07%) in einem Kommentar. So kostete der Euro sogar wieder mehr als 1.10 Fr. Der Zinsabstand zwischen zehnjährigen und dreimonatigen US-Staatspapieren stieg wieder ins Positive. Dies dürfte aber allein eine Reaktion auf die Ankündigung der US-Notenbank aus der vergangenen Woche sein, kurzlaufende Papiere zur Stützung des Geldmarktes zu kaufen. Die Swap-Zinskurve in den USA blieb invertiert: Für drei Monate liegen die Sätze über denen für zehn Jahre.