Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Positive Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Gang der Verhandlungen im sino-amerikanischen Handelsstreit haben den Aktienmärkten Auftrieb gegeben. Erfreuliche Quartalsergebnisse sowie die Erwartung einer weiteren US-Leitzinssenkung trugen ebenfalls zur gelösten Stimmung bei.

Der marktbreite S&P 500 avancierte 0,6% auf 3039,42 und markierte damit ein neues Allzeithoch. Der Dow Jones Industrial gewann 0,5% auf 27’090,72. Der technologielastige Nasdaq Composite kletterte 1% auf 8325,99.

Bei den Einzeltiteln rückte unter anderem Microsoft in den Fokus. Die Valoren des Softwaregiganten avancierten 2,5%. Der Konzern profitierte von der Meldung, dass er sich einen umfangreichen Cloud-Computing-Auftrag des US-Verteidigungsministeriums sichern konnte. Weniger gut erging es den Aktien von Alphabet, die im Zuge leicht enttäuschender Quartalszahlen nachbörslich rund 2% an Terrain einbüssten.

Asien

Trotz der erfreulichen Vorgaben aus den USA zeigten sich die asiatischen Börsen von der uneinheitlichen Seite. Am japanischen Aktienmarkt avancierte der Nikkei 225 um 0,4%, der marktbreite Topix gewann 0,8%. Die chinesischen Festlandindizes verloren dagegen leicht an Boden: Der CSI 300 sank 0,2%, der Shanghai Composite ermässigte sich 0,6%, während der Shenzhen Composite 0,4% verlor.

Praktisch unverändert notierten der australische Leitindex S&P/ASX 200 und das südkoreanische Leitbarometer Kospi.

11'144.0
-0.22%
3'837.6
-0.41%
13'695.9
-0.64%
29'398.1
-0.09%
9'623.6
+0.29%
23'193.8
-1.4%
1.0621
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0.9809
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1.0827
-0.08%
1'587.67
+0.4%
56.71
-1.63%
9'739.92
+0.68%

News Vorbörse Schweiz

Straumann: Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann (STMN 942.8 -2.6%) hat im dritten Quartal den Umsatz um knapp 21% auf 371,1 Mio. Fr. gesteigert. Organisch betrug das Wachstum 18,7%. Mit dem Gesamtumsatz hat Straumann die Markterwartungen übertroffen. Der bereits zum Halbjahr angehobene Ausblick wird erneut erhöht. Konkret erwartet die Gruppe für 2019 beim organischen Umsatzwachstum nun einen Wert im mittleren Zehnprozentbereich. (Lesen Sie hier mehr.)

Rieter: Der Spinnereimaschinenhersteller leidet noch immer unter dem schwierigen Marktumfeld. Rieter (RIEN 126.8 -1.86%) erhielt in den ersten neun Monaten Bestellungen in der Höhe von 524,5 Mio. Fr., was einem Rückgang um 30% entspricht. Im dritten Quartal für sich allein betrachtet trafen Aufträge über 146,2 Mio. ein (Vorjahr: 238,0 Mio.). Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, aber nicht in diesem Ausmass. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 344.9 0.47%) geht mit seiner Übernahmeofferte für den US-Genspezialisten Spark Therapeutics in die nächste Runde. Die Frist wurde nun bis zum 25. November 2019 verlängert, ansonsten wäre sie morgen Mittwoch abgelaufen. Roche bietet den Spark-Aktionären auch weiterhin 114,50 $ je Spark-Aktie. Den Zukauf würde sich der Roche dann mehr als 4 Mrd. $ kosten lassen. (Lesen Sie hier mehr.)

SIG Combibloc: Der Industriekonzern SIG Combibloc (SIGN 14.92 -0.93%) weist nach den ersten neun Monaten einen Umsatz von 1,24 Mrd. € aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 7,8%; währungsbereinigt lag das Plus bei 5,6%. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) steigerte der Getränkeverpackungshersteller um 6,0% auf 329,3 Mio. €, die bereinigte Ebitda-Marge lag damit bei 26,4% (Vorjahr: 26,5%). Unter dem Strich wurde der Gewinn auf 134,3 Mio. nahezu verdoppelt. (Lesen Sie hier mehr.)

Schmolz + Bickenbach: Beim Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach (STLN 0.201 -1.95%) gehen die Turbulenzen weiter: Die Liwet Holding des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg fordert eine ausserordentlichen Generalversammlung zur Neubesetzung des Verwaltungsrates. Dabei sollen vier amtierende Mitglieder des Verwaltungsrats abgewählt werden: Verwaltungsratspräsident Jens Alder, Michael Büchter, Isabel Corinna Knauf und Adrian Widmer. Diese vier Mitglieder will Liwet durch die Zuwahl von vier neuen VR-Mitgliedern ersetzen. (Lesen Sie hier mehr.)

Landis+Gyr: Die Herstellerin von Stromzählern ist im ersten Halbjahr 2019/20 (per Ende September) dank Umsatzzunahmen in den Regionen EMEA und vor allem Asien Pazifik gewachsen und hat unter dem Strich auch deutlich mehr verdient. Der Reingewinn von 71,8 Mio. $ betrug 21,3% mehr als im Vorjahr. Verringert hat sich dagegen der Bestellungseingang um 7,1% auf 818,9 Mio. $. Für das Gesamtjahr gibt sich Landis+Gyr (Landis+Gyr 92.55 -1.49%) aber vorsichtiger und kürzt seine Prognose für das Umsatzwachstum. (Lesen Sie hier mehr.)

Feintool: Die Industriegruppe Feintool (FTON 54.6 -1.27%) hat im dritten Quartal einen Gruppenumsatz von 154,6 Mio. Fr. erzielt. Das sind 11% weniger als im Vorjahr und auch weniger als von Analysten im Vorfeld der erwartet. Zu schaffen machen die anhaltenden politischen und zunehmend wirtschaftlichen Unsicherheiten. Feintool geht davon aus, dass die Wolken am Markt nicht so rasch wegziehen werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Phoenix Mecano: Der Gehäuse- und Komponentenhersteller steigerte den Brutto-Umsatz im dritten Quartal um gut 10% auf 173,9 Mio. € an. Die organische Entwicklung lag aber trotz einer Beschleunigung im dritten Quartal unter dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (Ebit) fiel unter anderem wegen Einmalbelastungen für das laufende Optimierungsprogramm um 23% auf 9,5 Mio. € zurück. (Lesen Sie hier mehr.)

Schaffner: Der Elektro-Komponentenhersteller Schaffner (SAHN 196.5 0%) hat in den vergangenen Wochen einige Aufträge an Land gezogen. Mit Vertragsabschlüssen von insgesamt über 55 Mio. Fr. in der Division Automotive wurde im Oktober das bisher grösste Auftragsvolumen in der Geschichte der Gruppe erzielt. Die neuen Aufträge beziehen sich hauptsächlich auf Antennen der neuesten Generation für schlüssellose Authentifizierungssysteme in neuen Modellplattformen verschiedener globaler Automobilhersteller. (Lesen Sie hier mehr.)

Aevis Victoria: Die Hotel- und Privatklinikgruppe Aevis (AEVS 14 0%) Victoria hat in den ersten neun Monaten deutlich mehr umgesetzt als im Vorjahr. Der Gesamtsatz für die Periode von Januar bis September lag bei 707,6 Mio. Fr., verglichen mit 469,1 Mio. im Vorjahr. Für das letzte Jahresviertel stellt Aevis ein «starkes» Umsatzwachstum in Aussicht. Die ordentliche Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2019 soll deutlich erhöht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Gurit: Der Spezialkunststoffhersteller Gurit (GUR 1574 -1.38%) zieht bei der Autoteile-Sparte Composite Components die Reissleine. In den vergangenen Monaten fand das Unternehmen keinen Käufer für den Bereich, nun soll die Fabrik in Ungarn per Mitte 2020 geschlossen und das Geschäft damit aufgegeben werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Basilea: Das Biotech-Unternehmen Basilea (BSLN 58 -3.01%) kann einen Erfolg vermelden. Der Partner Grupo Biotoscana S.L. («GBT») hat in Brasilien die Genehmigung und Marktzulassung für das Antimykotikum Cresemba (Isavuconazol) erhalten. GBT ist Basileas Distributionspartner für Cresemba und das Antibiotikum Zevtera (Ceftobiprol) in Lateinamerika.

Kuros: Das Biotech-Unternehmen Kuros will sein Kapital weiter erhöhen und führt dazu am 19. November eine ausserordentliche Generalversammlung durch. Die Kapitalerhöhung soll neue Mittel von rund 6 bis 12 Mio. Fr. bringen. Der Nettoerlös daraus soll in erster Linie dazu verwendet werden, die kommerzielle Einführung von MagnetOs zu beschleunigen und voranzutreiben.

Calida: Die Wäscheherstellerin Calida (CALN 36.6 1.95%) stockt ihre Beteiligung an der französischen Tochter Lafuma auf. Nach einer Einigung mit langjährigen Ankeraktionären beträgt der Anteil neu 91,84%. Der Kaufpreis beträgt 17.99 € pro Aktie, die Transaktion wird bereits in den nächsten Tagen vollzogen. Eine Entscheidung über die Dekotierung der Lafuma-Aktien ist noch nicht getroffen.

Coltene: Beim Dentalbedarf-Hersteller Coltene (CLTN 90.1 -0.33%) bekommt die Gruppenleitung Zuwachs. So werden ab 1. Januar John Westermeier und Martin Schlüter das Gremium ergänzen. Westermeier wird neu die Verkaufs- und Marketingorganisation in Nordamerika verantworten. Schlüter wird gruppenweit die Leitung des Bereichs Forschung und Entwicklung übernehmen.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 29.10.2019

Wichtige Ereignisse
vom 29.10.2019

Schweiz
06:30   Rieter: Auftragseingang 9 Mte (Conf. Call 9.00 Uhr)
07:00   Feintool: Ergebnis Q3
07:00   Landis+Gyr: Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   Phoenix Mecano: Ergebnis Q3
07:00   SIG Combibloc: Ergebnis Q3
07:00   Straumann: Ergebnis Q3 (Webcast 09.30 Uhr)
07:30   Swiss: Ergebnis 9 Monate
10:00   KOF Tourismusprognosen (inkl. MK)
International
07:00 DEU Fresenius, Q3-Zahlen
07:00 DEU FMC, Q3-Zahlen
07:00 DEU Kuka, Q3-Zahlen
07:00 DEU Varta, Q3-Zahlen
07:30 DEU Symrise, Q3-Zahlen
07:30 DEU Beiersdorf, Q3-Zahlen (Call 10.30 h)
07:30 DEU Comdirect, Q3-Zahlen
07:30 FRA Orange, Q3-Zahlen
07:30 FIN Stora Enso, Q3-Zahlen
08:00 GBR BP, 9Monatszahlen
08:00 SWE Vattenfall, Q3-Zahlen
11:45 USA Pfizer, Q3-Zahlen
12:15 USA S&P Global, Q3-Zahlen
12:45 USA Merck & Co, Q3-Zahlen
13:00 USA Kellogg, Q3-Zahlen
13:00 USA General Motors, Q3-Zahlen
14:00 DEU Deutsche Börse, Call zu den Q3-Zahlen
18:00 FRA L'Oreal, Q3-Umsatz
21:05 USA Mattel, Q3-Zahlen
21:05 USA Mondelez, Q3-Zahlen
21:15 USA Allstate, Q3-Zahlen
21:20 USA AMD, Q3-Zahlen
22:00 DEU Morphosys, Q3-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: BaFin, Jahreskonferenz, Bonn
ITA: Pirelli, Q3-Zahlen
USA: Amgen, Q3-Zahlen
USA: Corning, Q3-Zahlen
USA: Mastercard, Q3-Zahlen
USA: Conoco Phillips, Q3-Zahlen
USA: Electronic Arts, Q2-Zahlen
USA: Edison, Q3-Zahlen
Termine Konjunktur
00:30 JPN Verbraucherpreise 10/19
08:30 FRA Verbrauchervertrauen 10/19
09:00 ESP Einzelhandelsumsatz 09/19
12:00 IRL Einzelhandelsumsatz 09/19
15:00 USA Schwebende Hausverkäufe 09/19
15:00 USA Verbrauchervertrauen 10/19
- Sonstige Termine
09:30 DEU Strafprozess wegen Steuerhinterziehung (Cum-Ex) - 10. Verhandlungstag

(Quelle: AWP)

SMI: Käuferseite gewinnt Oberhand

Der Swiss Market Index scheint die Seitwärtsbewegung der Vormonate hinter sich gelassen zu haben – Anleger können davon profitieren. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Rohstoffe

Konkurrenzdruck für die Opec

Seit Mitte vergangener Woche kostet Rohöl der Sorte Brent wieder über 60 $ je Fass. Auch zum Wochenanfang kann sich Öl über dieser Marke mit einem Fasspreis von 61.70 $ halten. Es hat sich ein labiles Gleichgewicht gefunden, meint Ole Hansen, Analyst bei Saxo Bank: «Während sich der kurzfristige Ausblick verbessert hat, steht der Ausblick für 2020 vor Herausforderungen», da die Nicht-Opec-Länder durch ihre hohe Ölförderung wohl Druck auf die Opec ausüben werden. Die Opec müsste daher Förderkürzungen durchführen, um den Preis zu halten.

Die Opec wird sich wieder am 6. Dezember in Wien treffen. Dort muss sie die schwere Entscheidung treffen, tatsächlich die Förderung zurückzunehmen oder einen tieferen Ölpreis zu akzeptieren. Genau wird sie wohl beobachten, wie sich die US-Förderung entwickelt. Dort geht die Zahl an Bohrungen («Rig Count») zwar stetig zurück, aber noch ist die Produktion insgesamt nicht gesunken. «Dies dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein», meint Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch.