Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Börsen standen gestern unter Druck. Der Dow Jones Industrial schloss 0,4% tiefer bei 27’821 Punkten. Der marktbreite S&P 500 sank 0,4% auf 3108 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste 0,7% auf 8284 Punkte ein. Die Leitindizes hatten an den vorhergehenden drei Handelstagen jeweils Bestmarken erzielt.

Als Grund wurden die schwindenden Aussichten auf ein baldiges Zwischenabkommen im US-chinesischen Zollkonflikt genannt. US-Präsident Donald Trump hatte China jüngst mit noch höheren Strafzöllen gedroht, sollte keine Einigung zwischen den Ländern zustande kommen. Am Mittwoch hatte der US-Senat China zudem mit der Annahme von Gesetzesentwürfen zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong verärgert.

Herb nach unten ging es für die Titel von Fiat Chrysler. Sie sackten um 3,7% ab. Der Autokonzern sieht sich mit einer Klage des Konkurrenten General Motors (GM 34.65 -1.81%) wegen angeblicher Bestechung konfrontiert.

Besser lief es für die Valoren in der Einzelhandelsbranche. Der Discounter Target und die Baumarktkette Lowe’s übertrafen mit ihren Zahlen im dritten Quartal die Erwartungen. Die Target-Aktien stiegen 14%, die Lowe’s-Anteilscheine legten 4% zu. Ebenfalls positiver schlossen die Papiere des Tabakkonzerns Altria (+3,2%). Dies, nachdem die US-Aufsichtsbehörden vorerst von ihrem Plan abgekommen waren, den Nikotingehalt in Zigaretten stark zu reduzieren.

Asien

Auch die asiatischen Aktienmärkte sind im Zuge der steigenden Nervosität um den schwelenden US-chinesischen Konflikt von Verkäufen gezeichnet. Der japanische Nikkei 225 büsst 0,5% ein. Stärker abwärts geht es in Hongkong, wo der Hang Seng 1,6% im Minus steht. Auch an den chinesischen Festlandbörsen sind die Anleger nervös. Der Shanghai Composite büsst 0,4% ein.

In Seoul gibt der Kospi 1,5% nach. Der australische Aktienindex S&P ASX 200 verlor 0,7%.

10'749.2
-3.25%
3'666.8
-3.51%
13'100.6
-3.53%
28'992.4
-0.78%
9'446.7
-1.88%
23'386.7
-0.39%
1.0611
+0.02%
0.9803
+0.14%
1.0824
-0.13%
1'683.15
+2.42%
56.10
-4%
9'784.85
+0.68%

News Vorbörse Schweiz

Comet: Das Röntgentechnologieunternehmen Comet (COTN 128.7 -5.78%) stellt im zweiten Halbjahr eine Erholung des Geschäfts fest. Anlässlich des Investorentages bestätigt es seine Umsatz- und Margenprognosen. Bis 2025 sollen dank einem Wachstumsprogramm neue Ziele erreicht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Schmolz + Bickenbach: Der Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach (STLN 0.1906 -6.11%) einigt sich mit dem deutschen Kartellamt auf eine Strafzahlung von 12,3 Mio. €. Seit 2015 lief gegen das Unternehmen eine Untersuchung wegen wettbewerbsbeschränkender Absprachen.

Carlo Gavazzi: Die Elektronikgruppe Carlo Gavazzi (GAV 246 -1.2%) machte wie bereits berichtet im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn und verzichtet aufgrund hoher Unsicherheit auf eine Prognose für das Gesamtjahr. Besonders das Geschäft in Amerika und Asien entwickelte sich schwächer.

Stadler Rail: Der Zughersteller Stadler Rail (SRAIL 46.94 -3.38%) will Doris Leuthard in den Verwaltungsrat wählen lassen. Die Alt-Bundesrätin soll an der Generalversammlung 2020 gewählt werden und sitzt zudem in den VR von Coop und Bell. (Lesen Sie hier mehr.)

Mobimo: Die Immobiliengesellschaft Mobimo (MOBN 309 0%) beruft Martha Scheiber in den Verwaltungsrat. Die ehemalige Leiterin des Asset Management und Geschäftsleitungsmitglied der Pax Holding soll an der Generalversammlung 2020 gewählt werden und Wilhelm Hansen ersetzen.

Asmallworld: Das soziale Netzwerk für Betuchte Asmallworld (ASWN 2.6 -3.7%) schliesst eine Partnerschaft mit Hyatt Hotels & Resorts. Mitglieder profitieren nun von exklusiven Vorteilen bei einem Aufenthalt in den Luxusresorts.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 21.11.2019

Wichtige Ereignisse
vom 21.11.2019

SCHWEIZ
06:30   Carlo Gavazzi: Ergebnis H1 2019/20
08:30   BFS: Produktions-, Auftrags- und Umsatzstatistik sek. Sektor im Q3
Sonstige Termine
SIX: ETF-Roundtable (17 bis 19 Uhr), Zürich
Swiss Innovation Forum 2019, Basel
Swiss Leadership Forum 2019, Zürich
Comet: Investor Day (ab 10.00 Uhr), Zürich
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:00 DEU Thyssenkrupp, Jahreszahlen (Bilanz-Pk 10.00 h)
08:00 DEU Helaba, Q3-Zahlen (Call 14.00 h)
08:00 DEU Jost Werke, 9Monatszahlen (endgültig)
09:30 DEU CTS Eventim, Q3-Zahlen (endgültig)
- Ohne genaue Zeitangabe
AUT: Erste Group Bank, Capital Markets Day
DEU: Jenoptik, Capital Markets Day
FIN: Konekranes, Capital Markets Day
GBR: Jefferies London Healthcare Conference (bis 21.11.19) u.a. FMC, Morphosys,
Qiagen, Siemens Healthineers
USA: Macy's, Q3-Zahlen
Termine Konjunktur
DEU: Bundesfinanzministerium, Monatsbericht 11/19
05:30 JPN All Industry Activity Index 09/19
06:30 NLD Arbeitslosenquote 10/19
07:00 JPN Maschinenwerkzeugaufträge 10/19 (endgültig)
08:45 FRA Geschäftskima 11/19
11:00 FRA OECD Economic Outlook
11:00 DEU Deutsche Bundesbank Pk zum Finanzmarktstabilitätsbericht 2019
13:30 EUR EZB Sitzungsprotokoll 24.10.19
14:30 USA Philly Fed Index 11/19
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Fed-Präsidentin von Cleveland, Mester, hält eine Rede
15:00 BEL Verbrauchervertrauen 11/19
16:00 USA Frühindikator 10/19
16:00 USA Wiederverkäufe Häuser 10/19
16:00 EUR Verbrauchervertrauen 11/19 (vorab)
16:10 USA Fed-Präsident von Minneapolis, Kashkari, hält eine Rede
- Sonstige Termine
03:00 USA Fünfte Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber
08:30 DEU Gespräch des Hauptverbandes für den Ausbau der Infrastrukturen und
Nachhaltigkeit (INFRANEU) zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit,
Digitalisierung mit Michael Hüther, Institut Deutsche Wirtschaft Köln
e.V., Berlin
09:30 DEU 18. Verhandlungstag im Cum/Ex-Verfahren, Bonn
09:30 DEU EuGH entscheidet über Flughafengebühren für Airlines
10:30 DEU Pk Institut für Demoskopie Allensbach (IfD), "Frankfurter Allgemeine
Zeitung" (FAZ) und "Capital" zum aktuellen Elite-Panel, Berlin
16:30 DEU Veranstaltung zum 50. Jubiläum des Instituts für Bank- und
Finanzgeschichte: "Von der Bankgeschichte zur Finanzindustrie der
Zukunft" u.a. mit dem ehemaligen EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing und
dem Leiter der Abteilung Finanzmarktpolitik im
Bundesfinanzministerium, Levin Holle, Frankfurt
DEU: Zweite Runde der bundesweiten Chemie-Tarifverhandlungen, Wiesbaden
DEU: Forum deutscher Wirtschaftsförderer - Jahreskongress des Deutschen
Verbandes der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften
bis 22.11.2019, Berlin
CHN: Internationale Automesse in Guangzhou bis 1.12.2019
EUR: EU-Handelsministertreffen, Brüssel

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: mehr als 10’600 vorerst schwierig

Nach dem kleinen Schwächesignal am Dienstag folgte zur Wochenmitte ein Konter der Käufer. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Zinsen und Devisen

Das gestern publizierte Protokoll zur Oktobersitzung des Offenmarktausschusses hat weitere Einblicke in die Entscheidung der US-Notenbank gegeben, die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 1,5 bis 1,75% zu senken. Gemäss den sogenannten «Minutes» herrschte im Ausschuss grösstenteils Einigkeit, dass angesichts der Schwäche im globalen Wirtschaftswachstum und der Unsicherheit im Handelskrieg eine weitere Zinssenkung gerechtfertigt sei. Gleichzeitig stimmten jedoch auch die meisten Mitglieder darin überein, mit weiteren Schritten zuzuwarten, solange die amerikanische Wirtschaft moderat wachse, der Jobmarkt robust bleibe und sich die Inflation nahe dem Zielwert von 2% bewege.

Zwei der zehn Währungshüter – vermutlich Esther George und Eric Rosengren, die als Einzige gegen eine Zinssenkung votierten – wollten in den Begleittext zum jüngsten Entscheid aufnehmen, dass eine weitere Reduktion nur dann in Frage komme, wenn neue Wirtschaftsdaten auf eine «signifikante» Verlangsamung der ökonomischen Aktivität hindeuten würden. Dass sich die Mehrheit des Ausschusses gegen einen solchen Passus aussprach, deutet an, dass das Fed grundsätzlich alle Optionen wahren möchte, auf eine erneute Eintrübung zu reagieren.

Zwar scheint angesichts der jüngsten Fed-Kommunikation die Chance gering, dass die US-Notenbank bereits im Dezember mit einer weiteren Zinssenkung nachlegen wird. Laut den Analysten der niederländischen Bank ING preisen die Märkte gegenwärtig aber zumindest eine weitere Reduktion um 25 Basispunkte bis spätestens Juli 2020 ein. Derweil gehen die Analysten der schwedischen Bank SEB davon aus, dass es bereits im kommenden Januar zu einer Senkung auf 1,25 bis 1,5% kommt. Als Auslöser dürften die schwächelnden Stimmungsindikatoren fungieren, die sich mit Verzögerung bald auch in den harten Wirtschaftsdaten niederschlagen könnten – so etwa im Wirtschaftswachstum und im US-Arbeitsmarkt.