Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die wichtigsten Indizes am US-Aktienmarkt sind am Montag schwach in den letzten Börsenmonat des Jahres gestartet. Überraschend gute Konjunkturdaten aus China rückten angesichts enttäuschender Daten aus der heimischen US-Wirtschaft und neuer Zolldrohungen des Präsidenten in den Hintergrund.

Der Dow Jones Industrial schloss mit –0,96% auf 27’783,04 knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,86% auf 3113,87 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste gar 1,12% auf 8309,26 Punkte ein.

Die Aktien des Online-Handelsgiganten Amazon gaben im Zuge der insgesamt schwachen Tech-Branche um 1,1% nach.

Im Dow zogen die Valoren von Boeing Aufmerksamkeit auf sich. Als Indexschlusslicht gaben sie um 3% nach.

Die Anteile von ExxonMobil zählten indes zu den Favoriten im Dow mit +0,4%. Chevron stemmten sich mit –0,3% ebenfalls gegen den deutlich negativeren Markttrend. Der Ölpreis erholte sich etwas von seinem jüngsten Preisrutsch.

Unter den Nasdaq-Werten zeigten sich Netflix schwach mit –1,5%. Biogen gaben um 2,5% nach. Sie litten unter einer negativen Studie des Analysehauses Baird.

Asien

Mehrheitlich rot präsentieren sich auch die Börsen in Fernost. In Tokio schlossen der Nikkei 225 und der breiter gefasste Topix 0,6 respektive 0,5% im Minus. Auch der koreanische Kospi verliert 0,4%.

In Australien fielen die Börsenkurse gar um 2%, nachdem die dortige Zentralbank ihre Leitzinsen unverändert belassen hatte. Die Bond-Kurse sanken, und der australische Dollar gewann an Wert.

Die Börse in Schanghai lag 0,1% im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Hongkong bewegte sich ebenfalls nicht gross. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,2%.

10'205.5
-2.92%
3'455.9
-3.4%
12'367.5
-3.19%
25'766.6
-4.42%
8'436.7
-4.93%
21'251.3
-3.18%
1.0647
-0.07%
0.9689
+0.01%
1.0988
-0.08%
1'645.14
+0.25%
51.62
-2.71%
8'789.43
-5.78%

News Vorbörse Schweiz

Schmolz + Bickenbach: Die Aktionäre von Schmolz + Bickenbach (STLN 0.1868 -3.01%) haben an der ausserordentlichen Generalversammlung vom Montag den Weg für eine Kapitalerhöhung geebnet. Das Einverständnis der Finma vorausgesetzt, sollen dem angezählten Stahlkonzern 325 Mio. Fr. zufliessen. Im Vorfeld hatten sich die Grossaktionäre Martin Haefner und die von Investor Victor Vekselberg kontrollierte Liwet geeinigt, wie gross ihre jeweiligen Anteile am Stahlkonzern sein sollen. Liwet wird gemäss Vereinbarung auf maximal 25% kommen, Haefners Beteiligungsgesellschaft BigPoint auf maximal 37,5%. (Lesen Sie hier mehr.)

Lalique: Das Luxusgüterunternehmen Lalique (LLQ 35.4 0%) hat einen exklusiven, weltweiten Parfümlizenzvertrag mit der Luxusmarke Brioni abgeschlossen. Die Vereinbarung, die anfänglich bis Ende 2024 läuft, sieht vor, dass Lalique eine Kollektion von Parfüms für Brioni kreiert und vertreibt. Zum finanziellen Umfang wurden keine Angaben gemacht.

GAM: Der Fondsanbieter soll einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge den Abbau von bis zu 350 Stellen prüfen. Das würde 40% der Belegschaft entsprechen. GAM (GAM 3.326 -4.97%) hat eine Stellungnahme bislang abgelehnt. (Lesen Sie hier mehr.)

Zug Estates: Die im Raum Zug investierte Immobiliengesellschaft hat alle 85 Eigentumswohnungen im Gartenhochhaus Aglaya in Rotkreuz verkauft. Aufgrund des Verkaufs der Wohnungen will Zug Estates (ZUGN 2250 -1.75%) der Generalversammlung 2020 und 2021 jeweils eine zusätzliche Sonderdividende vorschlagen. (Lesen Sie hier mehr.)

Kuros: Das Biotech-Unternehmen Kuros hat im Rahmen der laufenden Kapitalerhöhung 36,3% der neuen Titel bei bestehenden Aktionären untergebracht. Die Altaktionäre zeichneten gesamthaft rund 2,3 Mio. neue Namenaktien. Nun sollen die restlichen 4,08 Mio. Namenaktien institutionellen Investoren angeboten werden. Die endgültige Zahl der gezeichneten Valoren wird für Dienstagabend erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Edisun Power: Hans Nef, der Vizepräsident des Solarstromspezialisten Edisun (ESUN 123 -1.6%) Power, ist verstorben. Wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte, ist Nef am Wochenende tödlich verunglückt.

Glarner Kantonalbank: Markus Heusler verlässt den Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank (GLKBN 35.7 -2.19%). Aus persönlichen Gründen stellt er sich an der Generalversammlung vom 24. April 2020 nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Die Bank will die Suche nach einer Nachfolge umgehend einleiten.

Swisscom: Gemäss dem deutschen Branchenmagazin «Connect» bietet Swisscom (SCMN 534.2 -3.19%) das beste Mobilfunknetz der Schweiz an. Im Ranking liegt der Telecomanbieter vor Sunrise (SRCG 78.9 -3.78%) (zweiter Rang) und Salt (dritter Rang). (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 03.12.2019

Wichtige Ereignisse
vom 03.12.2019

Schweiz
08:30   BFS: Landesindex der Konsumentenpreise November 2019
09:30   MK Unia: Thema Plattform-Arbeit ('Uberisierung'), Bern
Sonstige Termine
Europa Forum 2019 (inkl. 4.12.), Luzern
Glencore: Investor Update (15.00 Uhr CET)
International
07:30 AUT Zumtobel, Halbjahreszahlen
11:00 DEU Chemieverband VCI - Wirtschaftspressekonferenz 2019, Frankfurt
22:05 USA salesforce.com, Q3-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: KBA / VdIK / VDA - Pkw-Neuzulassungen 11/19
DEU: Deutsche Lufthansa, AR-Sitzung
USA: Pkw-Absatz 11/19
GBR: Berenberg European Conference (bis 5.12.19) u.a. mit Qiagen, SGS
ITA: UniCredit, Capital Markets Day, London
Termine Konjunktur
08:00 DEU Einzelhandelsumsatz im Weihnachtsgeschäft, Jahr 2018
09:00 ESP Arbeitslosenzahlen 11/19
11:00 EUR Erzeugerpreise 10/19
- Sonstige Termine
GBR: Nato-Gipfel (bis 4.12.19), London
BEL: Treffen der EU-Justizminister, Brüssel
BEL: Treffen der EU-Telekommunikations- und Verkehrsminister, Brüssel

(Quelle: AWP)

SMI: Rücksetzer bis 10'100?

Trotz der jüngsten Korrektur hat der Swiss Market Index den Spielraum auf der Unterseite noch nicht vollständig ausgeschöpft. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Rohstoffe

Öl vor Opec-Meeting unter Druck

Die Gerüchteküche läuft heiss um das Treffen der Opec-Mitgliedländer in Wien ab Donnerstag. Der Ölmarkt scheint sich keine grossen Hoffnungen zu machen, dass das Ölkartell die bestehenden Förderkürzungen ausweitet und so dem Preis für Rohöl Auftrieb gibt. Öl notierte am Montag auf etwa 61.50 $ je Fass – deutlich niedriger als zum Höchst in der Vorwoche, als der Preis zeitweise über 64 $ stieg.

Dabei mutmassen Beobachter, dass Saudi-Arabien vor dem IPO des Ölkonzerns Saudi-Aramco eine stärkere Drosselung durchsetzen wolle. Auch der Irak hat sich für eine verschärfte Kürzung ausgesprochen. Ernst nehmen darf man das nicht, wie die Analysten der Commerzbank betonen: «Der Irak schafft es bislang nicht, die beschlossenen Produktionskürzungen auch nur annähernd umzusetzen.»

Falls die Opec bei ihren jetzigen Produktionszielen bleibt, dürfte der Ölmarkt sich nächstes Jahr auch wegen der Exporte aus den USA überversorgt zeigen. Lastet das Ausbleiben einer Einigung im Handelsstreit dann immer noch auf der Weltwirtschaft, könnte der Ölpreis weiter unter Druck geraten.