Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

An den US-Börsen sind die Aussagen der US-Regierung nach dem Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt gut aufgenommen worden. Am Mittwoch ging der Leitindex Dow Jones Industrial 0,56% hoch auf 28’745,1 Punkte. Bis zur Bestmarke fehlten zeitweise weniger als 7 Zähler. Der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 schlossen mit +0,5% auf 3253,1 beziehungsweise +0,8% auf 8912,4. Nach dem Absturz eines Passagierjets vom Typ 737-800 im Iran ging es am Aktienmarkt erneut um Boeing; die Papiere verloren 1,75%. Die Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance gab im Quartalsausweis einen deutlichen Gewinnrückgang bekannt, was die Titel 5,8% kostete. Schwach waren auch ExxonMobil und Chevron mit Abschlägen von bis zu 1,5%. Gefragt waren dagegen die Aktien der Kreditkartenfirmen American Express und Visa, beide avancierten 1,7%. Apple kletterten auf ein Rekordhoch. Tesla gewannen fast 5%.

Asien

Nach den deutlichen Verlusten vom Vortag knüpften die asiatischen Börsen am Donnerstag an die guten Vorgaben aus den USA an und drehten umso klarer ins Plus. In Japan gewann der Nikkei 2,3%. Der Hang Seng in Hongkong legte 1,2% zu und der chinesische Shanghai Composite o,6%.

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+1.28%

News Vorbörse Schweiz

Sika: Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin hat im vergangenen Jahr den Umsatz 14,4% auf 8,11 Mrd. Fr. ausgeweitet – vor allem dank Akquisitionen. Um Zukäufe bereinigt lag das Plus bei 3,3%. Analysten hatten etwas mehr erwartet. Den Betriebsgewinn kommuniziert Sika (SIKA 196.55 4.69%) später und rechnet mit einem zweistelligen Zuwachs. (Lesen Sie hier mehr.)

Julius Bär: Der Streit über die Mitverantwortung der Bank Julius Bär (BAER 47.91 -0.93%) an der Veruntreuung bei einer litauischen Gesellschaft geht in eine neue Runde. Der Bank wurde erneut eine Klage der in Liquidation befindlichen Gesellschaft in der Höhe von 335 Mio. € plus 5% Zinsen seit Dezember 2011 zugestellt. Das Gerichtsverfahren wurde dieses Mal in Genf eingeleitet. Die Bank weist die Forderung zurück. (Lesen Sie hier mehr.)

SNB: Die Schweizerische Nationalbank SNB (SNBN 5700 -1.72%) hat gemäss vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr einen Gewinn von 49 Mrd. Fr. erwirtschaftet. Bund und Kantone erhalten demnach eine Ausschüttung von 2 Mrd. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Pierer Mobility: Der Motorradhersteller hat im vergangenen Jahr mehr Produkte verkauft. Der Absatz der Motorräder unter den Marken KTM und Husqvarna sei 7% auf 280’099 Stück gestiegen, das neunte Rekordjahr in Folge. In diesem Jahr soll die spanische Gasgas als dritte Marke in den Konzern integriert werden. Pierer Mobility (PMAG 51.1 -1.73%) plant schon für das erste Quartal eine Zweitkotierung an der Börse in Frankfurt. Die Kotierung in Wien soll aufgegeben werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Schmolz + Bickenbach: Der Speziallangstahlhersteller Schmolz + Bickenbach (STLN 0.203 0.74%) hat nach der Einigung im Aktionariat die Kapitalerhöhung durchgezogen. Das eingetragene Aktienkapital wurde auf 2,03 Mrd. Papiere mit einem Nennwert von je 0.30 Fr. erhöht. Die Kapitalerhöhung bringt 325 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Tornos: Die Industriegesellschaft Tornos (TOHN 5.41 -3.39%) hat die Schlusszahlung für eine bereits verkaufte Immobilie nicht wie erwartet im Dezember erhalten. Der Effekt auf den Jahresabschluss betrage 3 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Newron: Die Biotech-Gesellschaft Newron startet nach Genehmigung des Studienplans durch die US-Gesundheitsbehörde FDA eine klinische Studie des Wirkstoffs Evenamide mit Schizophrenie-Patienten. Die neue Studie sei nötig, um Sicherheitsbedenken der FDA auszuräumen.

Novavest: Schon diesen Donnerstag erhält das Immobilienunternehmen Novavest (NREN 47.1 -0.42%) mit Patrick Hauser einen neuen CFO. Michel Aebischer verlasse die Gesellschaft in gegenseitigem Einvernehmen.

Rapid Nutrition: Der Anbieter von Diätnahrungsmitteln Rapid Nutrition vermeldet, dass 4,47 Mio. Wandelrechte einer ausstehenden Wandelanleihe gezeichnet worden sind. Nach der Wandlung betrage die Zahl der ausgegebenen Aktien 38,85 Mio.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 09.01.2020

Wichtige Ereignisse
vom 09.01.2020

SCHWEIZ
06:00   Sika: Umsatz 2019
07:25   SNB: Ergebnis 2019 (provisorisch)
08:30   BFS: Detailhandelsumsätze November 2019
09:00   SNB: Devisenreserven Dezember 2019
09:30   MK EY: Bankenbarometer 2020, Zürich
10:00   SGB: Jahres-MK 2020, Bern
10:30   MK Raiffeisen: Anlageausblick 2020, Zürich
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
08:00 GBR Marks & Spencer, Q3 Trading Update
10:00 DEU VDMA Auftragseingang 11/19
11:00 DEU Audi, Auslieferungen 12/19 und Jahr 2019
11:00 DEU Bundesverband deutscher Banken, Jahresauftakt-Pk, Berlin
- Ohne genaue Zeitangabe
FRA: Air France-KLM, Verkehrszahlen 12/19
FRA: Sodexo, Q1 Umsatz
GBR: International Airlines Group, Verkehrszahlen 12/19
NLD: Takeway.com, Q4 Trading Update
USA: Fortsetzung Technik-Messe CES, Las Vegas
Termine Konjunktur
02:30 CHN Verbraucherpreise 12/19
08:00 DEU Handelsbilanz 11/19
08:00 DEU Industrieproduktion 11/19
10:00 DEU VDMA Auftragseingang 11/19
11:00 EUR Arbeitslosenzahlen 11/19
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
18:45 USA Fed-Präsident von Richmond, Barkin, hält eine Rede
20:00 USA Fed-Präsident von St. Louis, Bullard, hält eine Rede
- Sonstige Termine
09:45 DEU Landgericht Wuppertal verkündet Urteil im Thermomix-Prozess
10:30 DEU Vorstellung Digitalreport 2020 zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit in
Deutschland, Berlin

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Pause ohne Folgen

Die Konsolidierung des Swiss Market Index dauert an, aber sie entwickelt sich bislang auf hohem Niveau. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Zinsen und Devisen

Der Militärschlag der USA im Irak vom vergangenen Freitag und die Folgereaktionen des Iran hinterlassen ihre Spuren auch an den Renten-  und den Devisenmärkten. Gleichwohl reagieren Anleger noch relativ verhalten, wenn sie sich wie in solchen Zeiten üblich verstärkt den sicheren Häfen zuwenden. So waren amerikanische Staatsanleihen gefragt, die zehnjährige US-Rendite sank zuletzt auf Wochensicht um 10 Basispunkte (0,1 Prozentpunkte), sie blieb mit gut 1,82% aber noch in der Spanne der vergangenen drei Monate. Weniger stark geht es mit der Verzinsung von Schweizer Bundesobligationen und deutschen Bundesanleihen abwärts – bei zehnjährigen Papieren jeweils wieder etwas stärker ins Minus. Zuletzt hat es sich auch hier beruhigt.

Unter den Währungen gerieten die «üblichen Verdächtigen» unter Aufwertungsdruck, weil auch sie wieder vermehrt gesucht waren: Dollar, Yen und Franken. Bemerkenswert ist, dass der Franken jedoch zur amerikanischen und zur japanischen Devise auf Wochensicht bis zuletzt günstiger wird. Der Euro kostete aufgrund des erstarkten Frankens am Mittwochnachmittag mit weniger als 1.08 Fr. allerdings so wenig wie seit April 2017 nicht mehr, er war 0,5% günstiger als noch vor einer Woche. Damit rückt auch das Thema der Devisenmarkteingriffe der Schweizerischen Nationalbank SNB (SNBN 5700 -1.72%) wieder auf die Agenda, hatte sie doch noch im Sommer öfter Milliarden Franken verkauft, um die eigene Währung zu schwächen.

In Europa rücken zudem die schwachen Industriedaten wieder in den Fokus vieler Anleger. Die Novemberdaten enttäuschten viele Beobachter, hatten Analysten für den Auftragseingang nach einigen optimistischen Umfragen doch mit einem leichten Anstieg gerechnet. Am Ende kam ein Minus von 1,3% heraus, wie das Statistikamt Destatis am Mittwoch mitgeteilt hat. Ohne Grossaufträge, die für den Konjunkturverlauf weniger relevant sind, stand unter dem Strich jedoch ein Plus von 1%. Dies kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade die entscheidende Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem Inland im Kern weiterhin keine Stabilisierung anzeigt. Damit trübt sich der Ausblick auf den Start des neuen Jahres, die Kapitalausgaben in Deutschland dürften noch eine Weile im Zickzackkurs verharren und das Wachstum bremsen.